Kinderarmut in Deutschland: Hier ist es besonders schlimm

Kinderarmut in Deutschland: Hier ist es besonders schlimm
Kinderarmut in Deutschland: Hier ist es besonders schlimmFoto-Quelle: http://www.boeckler.de/wsi_50649.htm
News Team
Von News Team

Eine neue Studie der Hans-Böckler-Stiftung zeigt, wo die Kinderarmut in Deutschland besonders schlimm ist - und wo die Gefahr für alle unter 18 Jahren am größten ist, in der Armuts-Falle zu landen. Das erschreckende Ergebnis: 19 Prozent aller Mädchen und Jungen unter 18 Jahren leben in einem einkommensarmen Haushalt - das Niveau ist gleichbleibend hoch seit 1996.

Die Hans-Böckler-Stiftung beschäftigt sich intensiv mit der Frage der Kinderarmut in Deutschland. Mit insgesamt 19 Prozent sind Kinder sind in Deutschland nach wie vor besonders von Armut betroffen. Die Unterschiede nach Region sind weiterhin beträchtlich. Mit dem Zustrom von Asylsuchenden steht ein weiterer Anstieg der Kinderarmut zu befürchten.

Die Huffington Post fasst zusammen, in welchen Gebieten Deutschlands Kinder besonders arm sind: in Bremen (33,1 Prozent), gefolgt von Sachsen-Anhalt (28,7 Prozent) und Leipzig (27,0 Prozent). Die niedrigste Kinderarmut gibt es in Oberbayern (9,1 Prozent), in der Oberpfalz (9,6 Prozent) und in Tübingen (10,5 Prozent) auf.

Im Osten ist sie mit 24,6 Prozent weiterhin verbreiteter ist als im Westen mit 17,8 Prozent. Vier der sechs Regionen, in denen die Kinderarmut mehr als 25 Prozent beträgt, sind in Ostdeutschland (inkl. Berlin) zu finden.

"Die hohen Kinderarmutszahlen sind ein Armutszeugnis für die Familienpolitik der Bundesregierung"

Dieses harte Urteil fällte Franziska Brantner, die familienpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag bereits im Januar diesen Jahres. Auch Wolfram Friedersdorff, der Präsident der Volkssolidarität, beklagte, armen Kindern blieben so wichtige Dinge vorenthalten wie regelmäßiges Mittagessen und gesunde Ernährung, Bücher, Freizeitmöglichkeiten mit Freunden und anderes. "Das sollte sich ein reiches Land wie die Bundesrepublik nicht leisten."

1 Kommentar

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Die Dame hat tatsächlich Recht, auch wenn sie von den Grünen kommt. Aber neu ist das ganze Problem nicht.
Und es ist politisch gewollt, wie sonst könnte man mit der neoliberalen Ideologie eine Zwei-Klassen-Gesellschaft besser herbeiführen. Armut heißt grundsätzlich auch schlechte Bildung und damit keine Ausbildung.
Für Bildung und Betreuung ist kein Geld da, die zur Verfügung stehenden Mittel werden dem Bedarf nicht angepaßt oder sogar gekürzt. Das Geld ist vorhanden, wird von den Steuerzahlern hart erarbeitet, aber leider von unseren Poltikern falsch verteilt. Warum zahlen wir 19% des EU-Haushaltes (und bekommen nu ca. 6% zurück), warum finanzieren wir milliardenschwere Rettungsschirme für andere Länder und laden millionen Wirtschaftsflüchtlinge in unser Land ein ?
Ich bin beruflich oft in den Ghettos (ja, es gibt sie in jeder größeren deutschen Stadt !) unterwegs und sehe dort ein unvorstellbares Elend. Allerdings haben diese Menschen wenigstens ein (halbwegs) vernünftiges Dach über dem Kopf. Mitweile ist dort schon die zweite Generation der Sozialhilfeempfänger present, viele alleinerziehende Mütter, 20 Jahre alt aber dafür mit dre Kindern, der nächsten Generation ohne Zukunft !! Hier ist dringend Hilfe notwendig !! Aber unsere (Geld-) Mittel fließen schon seit Jahrzehnten in die falschen Kanäle, und das mit voller Absicht !!
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