Gefährte der Zukunft: Wer war nochmal dieser "Smart"?

Zwei Motoren treiben as elektro-schnelle Dreirad 50 Kilometer weit
Zwei Motoren treiben as elektro-schnelle Dreirad 50 Kilometer weit
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Das werden Seilbahnen gespannt, Schnellboote auf die Flüsse gelassen, Flotten von Car-Sharing-Fahrzeugen aufgebaut, Elektroroller geladen, Pakete mit der Elektro-Rischka ausgefahren und die Ideen von Gemeinschaftstaxis neu belebt. Gesteuert werden die individuellen Mobilitätsbedürfnisse von einer großen Rechenzentrale. Die via mobilem Smartphone oder Homecomputer eingegebenen Ziel- und Abfahrtswünsche werden blitzschnell bedient.

Agil und wetterfest

Ein Vorschlag in diesem großen Strauß an Ideen und Utopien ist i-Road. Der elektrische Stadtflitzer war der Star auf dem Genfer Automobilsalon, wo er im März zum ersten Mal präsentiert wurde. Der i-ROAD kombiniert die Vorzüge eines Autos mit der Wendigkeit eines Zweirads. So ist er komfortabler, sicherer und mit einem Dach über dem Kopf auch deutlich wetterfester als Roller und Motorräder. Dank seiner kompakten Abmessungen - der Zweisitzer ist nur 2,35 Meter lang und 85 Zentimeter breit - ist er jedoch genauso agil. Auch die Parkplatzsuche ist problemlos. Auf einen konventionellen Pkw-Abstellplatz passen bis zu vier i-ROAD. Der Wendekreis beträgt nur sechs Meter.

Mit Sicherheitsgurt und ohne Helm

Obwohl sich der Cityflitzer agil wie ein Zweirad fährt und durch den Stadtverkehr schlängelt, profitieren die Insassen von der geschlossenen Fahrerkabine. Sie schützt vor Wind und Wetter und ist zugleich auch crash-sicher. Die beiden Insassen sind angeschnallt und benötigen keinen Helm. Der Roller bietet Komfortdetails, wie sie aus dem Pkw bekannt sind: Innenraumbeleuchtung, Heizung, Audio-System und eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung sind an Bord.

Elektromotoren in den Radnaben

Angetrieben wird das nur 1,45 Meter hohe Dreirad von Radnaben-Elektromotoren mit jeweils zwei kW an den beiden Vorderrädern. Sie sichern eine zügige und nahezu lautlose Beschleunigung. Mit voller Ladung der Lithium-Ionen-Batterie fährt das Elektroauto bis zu 50 Kilometer weit. Der Akku lässt sich an jeder haushaltsüblichen Steckdose in drei Stunden komplett aufladen.

Kurvenlage elektronisch geregelt

Der i-Road ist mehr als eine elektrifiziertes Dreirad. Die "Active Lean"-Technologie sorgt während der Fahrt für ein hohes Maß an Stabilität, Sicherheit und Komfort. Im Gegensatz zu klassischen Zweirädern muss der Fahrer das E-Dreirad bei geringen Geschwindigkeiten oder im Stand nicht selbstständig mit den Füßen stabilisieren. Dafür sorgt die Elektronik. Das zentrale Steuergerät berechnet auch je nach Geschwindigkeit die erforderliche Neigung. Dann bewegt das System die Räder so, dass sich der Aufbau in die Kurve neigt. So wird die Zentrifugalkraft kompensiert.

1 Kommentar

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Wenn Erfindungen wie diese ihrer Zeit voraus sind, werden sie oft kaum akzeptiert. Schade.
Oder scheitert es an mangelnder Nutzbarkeit, am Preis, an fehlender Überzeugungsarbeit, Erleichterungen durch Gesetzgebung? Auf jeden Fall sind 50 km allzu schnell erreicht.
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