Der Neue von Mercedes: Ja, er kann auch fahren!

Spielereien und ideen beim Konzeptfahrzeug GLA
Spielereien und ideen beim Konzeptfahrzeug GLA
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Die Geschichte der SUV ist - auch wenn es nicht jedem gefällt - eine Erfolgsstory. Geht es nach dem Willen der Mercedes-Macher wird sich daran auch nichts ändern. Mit dem GLA bringen sie nun auch die A-Klasse als SUV. Mit seinen Laserscheinwerfern kann man damit auch Filme und Bilder auf die Garagenwand zaubern. Ein Gag - oder ein Trend?

Man kann Mercedes-Benz seine unüberschaubaren Modelle und Modellbezeichnungen durchaus vorwerfen. Auch im nach wie vor boomenden Sektor der sportlichen Geländewagen herrscht Wirrwarr. Da gibt es die traditionelle M-Klasse und als Methusalem die G-Klasse. Der GLK gesellt sich dazu und nicht zu vergessen der GL. Aber all die Fahrzeuge treffen nicht zielgenau ins Schwarze der europäischen Käufergunst. Hier tummeln sich Tiguan und A3, X1 von BMW und all jene kleinen Crossover-SUV, deren Zulassungszahlen nur eins kennen, steil nach oben – trotz schrumpfender Märkte.

Daher war es ausgemacht, dass die vollkommen auf den Kopf gestellte A-Klasse von Mercedes auch eine SUV-Variante anbieten musste. Nicht zuletzt deswegen, um die vergraulte Alt-Kundschaft der A-Klasse wieder zu versöhnen und neue Fans zu finden. So überrascht der von dem nicht immer unumstrittenen Designchef Gorden Wagener gezeichnete Wagen durch stilistische Akzente, die dem Concept GLA einen eigenständigen Auftritt geben sollen.

Dynamische Karosserie

Auf der Motorhaube thronen zwei so genannte Powerdomes, Auswölbungen im Blech, die suggerieren darunter tobt ein kraftstrotzendes Triebwerk. Ursprünglich hatten diese Wölbungen auch ihren Sinn, denn anders waren die Luftfilter der Vergasermotoren nicht unterzubringen. Jetzt werkelt ein Vierzylinder Turbo aus dem A 250 mit 211 PS und Doppelkupplung darunter. Keine Frage, dass die komplette die Motorenpalette bis zum 360-PS-AMG-Triebwerk samt Doppelkupplungsgetriebe später hier unterkommen kann.

Das Spiel der Linien und Formen, der neue eingefasste Stern und auch die Einbettung der Seitenspiegel mögen jetzt noch der Studie vorbehalten bleiben. Aber fest steht, dass der Serien-SUV auf Basis der A-Klasse dem Konzept folgen wird: Bullig die Front und fließende Konturen an den Seiten.

Wie bei Konzeptfahrzeugen üblich, wird an erlesenen Materialien im Innern nicht gespart. Feinstes Leder mit natürlicher Narbung gehören ebenso dazu wie galvanisierte Aluminium-Applikationen und Segeltuchbespannungen.

Licht vom Laser: völlig neuartige Scheinwerfer projizieren Licht und Bilder

Film ab – die Frontscheinwerfer des Concept GLA sind mit jeweils einem Laserbeamer ausgerüstet. Diese dienen nicht nur als Fahrlicht, sondern können auch Bilder und Filme auf Leinwände oder Flächen projizieren. Als Quelle können alle Formate dienen, die über COMAND Online verwaltet werden: Bilder und Filme aus dem Smartphone, aus dem Netz oder von der Festplatte.

Alternativ wird die Action live produziert: Denn der Concept GLA besitzt zwei Kameras, die vorne in der Dachreling sitzen. Aber nicht nur 3D-Aufnahmen während der Fahrt des Concept GLA sind möglich: Die HD-Kameras lassen sich abnehmen und zum Beispiel auf einem Mountainbike-Helm befestigen. Je ein Zusatzscheinwerfer an jeder Kamera sorgt für gute Beleuchtung in allen Situationen. Alternativ zur Projektion lassen sich die Filme auch im Innenraum auf dem Bildschirm von COMAND Online betrachten.

Die Laserbeamer sind mehr als eine Fingerübung der Techniker und Designer von Mercedes-Benz. Als Fortführung des Head-Up-Displays könnten sie für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen: So ließen sich mit Hilfe dieser Technologie beispielsweise die Abbiegehinweise des Navigationssystems als Pfeile auf die Fahrbahn projizieren – auch andere Verkehrsteilnehmer könnten so sehen, wohin der Fahrer will.

Mit Laser- und LED-Technologie: die Scheinwerfer

Die bläulich schimmernd beleuchteten Scheinwerfer des Concept GLA sind aber nicht nur wegen der Laserbeamer und ihrer sichtbaren Kühlung mit einem rotierenden Lüfter interessant. Bei der „Coming-home“-Funktion pulsiert das blaue Licht und signalisiert, dass das Fahrzeug auf seinen Fahrer wartet. Mal schauen, was von diesen Gadgets im nächsten Jahr, wenn das Serienmodell vorgestellt wird, in die Serie eingeflossen ist.

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