Baby "Joris" erwürgt und im Wald zurückgelassen – Polizei sucht weiter nach Kindesmutter

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Die Ermittler erhoffen sich durch die Veröffentlichung der Bilder neue Hinwe ...
Die Ermittler erhoffen sich durch die Veröffentlichung der Bilder neue Hinweise.
News Team
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Von News Team

Vor circa einem Jahr hat ein Mann in Stetten am kalten Markt einen toten Säugling im Wald gefunden. Nun wurde der Fall in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ ausgestrahlt, um endlich Klarheit zu bekommen. Rund 100 Menschen haben im Studio angerufen. Die Ermittlergrupppe „Wald“ hat sich durch die Ausstrahlung neue Hinweise zum Verleib der Mutter erhofft.

Das war passiert

Am Montagvormittag (3. September 2018) fand ein Mann in Stetten am kalten Markt einen toten Säugling. Er dachte zuerst, es handle sich um eine Babypuppe. Doch dann der Schock: Es liegt ein totes neugeborenes Baby auf dem Waldboden – nackt.

Der Zeuge hat den toten Säugling bei Arbeiten in seinem Waldstück auf der Gemarkung Frohnstetten gegen 11.45 Uhr gefunden. Von der Mutter fehlte weit und breit jede Spur. Um herauszufinden, warum und wann er kleine Mensch gestorben ist, wurde eine Obduktion der Babyleiche beantragt.

Mutter nahm Drogen und schwere Medikamente

Wie nun veröffentlicht wurde, hat die Mutter der Babyleiche während der Schwangerschaft Drogen und/oder starke Medikamente konsumierte, die nur unter strenger Aufsicht eines Arztes eingekommen werden und schwere gesundheitliche Probleme bereiten können. Die Ermittler schließen daher nicht aus, dass sich die Frau in der Drogenszene aufhält oder aufgehalten hat.

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Baby lebte – wurde dann erwürgt und entsorgt

Die Obduktion hat zudem ergeben, dass das Neugeborene wenige Stunden gelebt hat. Das Baby wurde anschließend erwürgt und in das Badetuch gewickelt. Das „Büdel“ wurde zu guter Letzt in eine rote Papier-Einkaufstüte gepackt und im Wald ausgelegt. Das Kind hatte keine Chance. Die Ermittler vermuten, dass Tier das tote Neugeborene aus der Tüte genommen haben. Beim Finden der Babyleiche war diese nackt auf dem Waldboden gelegen.

Die Ermittler erhoffen sich durch die Veröffentlichung der Bilder neue Hinweise.
PolizeiDie Ermittler erhoffen sich durch die Veröffentlichung der Bilder neue Hinweise.

Keine Spur von der Mutter

Bisher konnten die Ermittler die Kindesmutter noch nicht ausfindig machen. Sie versuchten sie bereits über Apotheken, Ärzte und Krankenhäuser ausfindig zu machen. Bisher leider ohne Erfolg. Die Polizisten vermuten, dass sie nicht aus der näheren Umgebung kommt und lediglich auf der Durchreise war. Unter den 200 eingegangenen Anrufen der TV-Sendung waren nahezu keine Hinweise auf die Mutter.

Gemeinde kümmert sich um Baby „Joris“

Die Gemeinde Stetten am kalten Markt hat sich um den toten Säugling gekümmert. Er bekam den Namen „Joris“ und wurde auf dem örtlichen Friedhof beigesetzt.

Polizei sucht weiter Zeugen

Zeugen, die eine verdächtige Wahrnehmungen im Bereich der Landestraße 453 zwischen Kaiseringen und Frohnstetten gemacht haben oder eine Frau kennen, die bis vor kurzem noch schwanger war und jetzt kein Kind vorweisen kann, werden gebeten, sich beim Kriminalkommissariat Sigmaringen, Tel. 07571/104-0, zu melden.

autoren wize.life

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