Fahndung nach 27-Jährigem in Mecklenburg-Vorpommern nach Tod eines Mädchens

Totes Mädchen (6): Haftbefehl wegen Mordes gegen "Stiefvater" - 27-Jähriger weiter auf der Flucht

News Team
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Von News Team

Erst am Montag war bekannt geworden, was hinter einem Großeinsatz in Torgelow am Samstag gesteckt hat. Grund war der Fund einer Mädchenleiche. Laut Staatsanwaltschaft war die 6-Jährige keines natürlichen Todes gestorben.

Update 17.Januar 2019:
"Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hat nach Vorliegen neuer Ermittlungsergebnisse ihren Haftbefehlsantrag gegen den 27-jährigen Beschuldigten modifiziert und nunmehr beim zuständigen Amtsgericht den Erlass eines Haftbefehls wegen Mordes durch Unterlassen gestellt", so die Behörde am Donnerstag. Ihm wird laut der Behördevorgeworfen, den Tod des Kindes nach vorhergehenden Verletzungshandlungen erkannt und billigend in Kauf genommen sowie die erkennbar notwendigen Hilfemaßnahmen zur Vermeidung des Todes nicht ergriffen zu haben, um die eigenen Körperverletzungshandlungen zu verdecken.

Einzelheiten dazu werden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt gegeben. Der Haftbefehl wurde am 17. Januar 2019 durch das Amtsgericht Pasewalk erlassen. Die Fahndung nach dem weiterhin flüchtigen 27-Jährigen dauert an.

Bisher wurde noch keine Öffentlichkeitsfahndung durch einen Richter angeordnet. In den sozialen Netzwerken werden jedoch ungepixelte Bilder des Beschuldigten veröffentlicht. "Wir warnen vor Selbstjustiz und werden alles daran setzen, den Beschuldigten ergreifen zu können", so die Ermittler. Wer den 27-Jährigen sieht oder weiß, wo er sich aufhält, soll bitte die Polizei informieren.

Erstmeldung:
Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, ist der Stiefvater der getöteten 6-Jährigen verhaftet worden, konnte aber aus Polizeigewahrsam entkommen. Es läuft eine Großfahndung nach dem Mann.

"Nach ersten Erkenntnissen der rechtsmedizinischen Untersuchung des Kindes und umfangreichen Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Anklam gibt es konkrete Hinweise auf Gewalteinwirkungen gegen das Kind, welche nicht mit einem von dem Beschuldigten behaupteten Sturzgeschehen in Einklang zu bringen sind", so die Ermittler.

Aufgrund dieser Ermittlungserkenntnisse sei dem 27 Jahre alten Tatverdächtigen am Montag die vorläufige Festnahme im Polizeihauptrevier Pasewalk verkündet worden. "Unmittelbar darauf entzog er sich den weiteren polizeilichen Maßnahmen durch Flucht aus dem Polizeirevier."

27-Jähriger alarmierte selbst die Rettungskräfte

Wie der NDR berichtete, hatten die Ermittler sich über die Hintergründe des Großeinsatzen zunächst bedeckt gehalten. Erst am Montag gab die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg bekannt, dass es dabei um ein „auf nicht natürliche Weise” gestorbenes Kind gegangen sei.

Anscheinend hatte der Lebensgefährte der Mutter eines 6-jährigen Mädchens aus Torgelow (Mecklenburg-Vorpommern) selbst die Rettungskräfte zu einem Wohnhaus alarmiert. Der zuständige Notarzt konnte aber nur noch den Tod des Kindes feststellen. Anscheinend lebte das verstorbene Mädchen in der betreffenden Wohnung zusammen mit zwei Geschwistern und dem Stiefvater.

Jetzt soll eine Obduktion im Institut für Rechtsmedizin in Greifswald Klarheit über die Todesursache bringen.

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