Verkehrsminister Scheuer gegen regelmäßige Führerscheinprüfungen für Senioren

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Verkehrsminister Andreas hat sich gegen regelmäßige Führerscheinprüfungen von Senioren ausgesprochenFoto-Quelle: Pixabay
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Unfallforscher warnen immer wieder vor den Risiken, ältere Leute ohne regelmäßige Fahrtauglichkeitstests ans Steuer zu lassen: Besonders Senioren ab 75 Jahren verursachten überproportional viele Unfälle. Der Crash des englischen Prinzen Philip (97) hatte in Großbritannien und auch hierzulande eine heftige Debatte ausgelöst. Experten forderten verpflichtende Prüfungen für autofahrende Senioren. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) lehnt Fahrtests für ältere Menschen jedoch kategorisch ab.

In einem Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe widersprach er den Unfallforschern: Aus den Statistiken "ergeben sich keine Auffälligkeiten", so Scheuer. Fahrtauglichkeitstests für Senioren seien daher nicht sinnvoll. 81-jährigen Autofahrern würden genauso viele Unfälle passieren, wie 21-jährigen Fahrern.

Einen Verkehrstest für Senioren wird es mit mir nicht geben.

Laut Bundesverkehrsminister werde es daher keine verpflichtende Tests für ältere Autofahrer geben: "Einen Verkehrstest für Senioren wird es mit mir nicht geben". Er führte aus: "Ich setze auf Eigenverantwortung." Seine Fitness und seine Fahrtauglichkeit müsse jeder Autofahrer immer wieder selbst überprüfen.

Lesen Sie auch: Verpflichtende Tests gefordert: Autofahrer sollen regelmäßig Führerscheinprüfungen ablegen!


Entgegen der Meinung des CSU-Politikers sehen Unfallforscher jedoch einen deutlich Anstieg des Unfallrisikos bei Menschen ab 75 Jahren. Sie empfehlen immer wieder Pflicht-Tests, welche die Fahrtauglichkeit nach einheitlichen Standards überprüfen. Während in Deutschland noch darüber diskutiert wird, ob dies nicht eine Diskriminierung von Senioren sei, wurden in den meisten Ländern der Europäischen Union bereits derartige Prüfungen eingeführt. Neben der Bundesrepublik gibt es nur in fünf anderen Staaten keinen verpflichtenden Test für ältere Menschen.

Mithilfe von autonomen und automatisierten Systemen mobil bleiben.

Der Bundesverkehrsminister setzt auch auf autonomes Fahren, so müssten ältere Menschen in naher Zukunft auch nicht mehr unbedingt selbst fahren: „Gerade auf dem Land können ältere Menschen mithilfe von autonomen und automatisierten Systemen mobil bleiben.“


Was sagen Sie zu verpflichtenden Fahrtauglichkeitstests?

Ich bin gegen die Einführung solcher Tests.
30.6 %
Die Tests sollten nur freiwillig sein.
29.7 %
Senioren sollen ab einem bestimmten Alter geprüft werden.
14.4 %
Alle Autofahrer sollten regelmäßig geprüft werden.
25.3 %
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79 Kommentare

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Meine Meinung: Diese Unfälle von Seniorinnen/Senioren sind mitunter darauf zurückzuführen, daß diese Herrschaften schon in jüngeren Jahren schlecht autofuhren. Täglich im Münchner Stadtverkehr und besonders beim Einparken zu beobachten. Bei jüngeren, besonders LKW Fahrern, gibt es wegen der überlangen Lenkzeiten oft verheerende Auffahrunfälle, weil dem Fahrer die Augen zugefallen sind. Diese Sekundenschlafphasen können natürlich auch älteren Fahrern passieren, das ist aber nicht Seniorentypisch. Bei Senioren fehlt es halt häufig an der Konzentration. Wenn es dann zum Unfall kommt, hat das oft mit Fahrkönnen nichts zu tun.
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Diesen ganzen Scheiß haben wir doch nur der EU zu verdanken. Ab 50 mußte ich schon ständig meinen Lkw-Führerschein überprüfen lassen und das hat einen Haufen Geld gekostet. Wenn jemand auffällig werden sollte, sollte er auch überprüft werden. Außer bei Alkohol und anderen Drogen, sollte es allerdings kostenlos sein. Es gibt auch Menschen, die mit 25 einen Schlaganfall oder Herzinfarkt hatten. Dabei sind auch schon einige, die sehr kriminell sich im Straßenverkehr fortbewegen. Der Staat braucht doch nur wieder Gelder für die Erhöhung der Diäten und für die finanzielle Versorgung der Asylanten und der Asylbetrüger mit mehreren Ehefrauen, die ja eigendlich bei uns sowieso verboten sind.
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freiwillige test ist in ordnung aber ohne gebühren, nicht dass der staat nun an den rentnern nochmehr verdienen will
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Ich sehe es so das Rentner weniger Unfälle bauen als Junge Leute ich gehe jedes Jahr zweimal zur Verkehrsteilnehmerschulung das sollten mahl alle machen nicht nur wir alten
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Das einige eventuell diesen Test bräuchten, steht wohl außer Frage.
Aber freisprechen von dem steigenden Transitverkehr, Fahrzeugaufkommen, Katastrophale Infrastruktur, steigender Leistungsgesellschaft, etc,- kann sich weder Politik und Wirtschaft, da muss es keinen wundern das es irgendwann aus dem Ruder läuft. Der kommende Führerschein ab 16 wird sein Übriges tun.
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Und ich bin absolut dafür.
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Herr Scheuer kommt mir vor wie Donald - es gibt keinen Klimawandel, demzufolge gibt es auch keinen Grund, älteren Menschen die Fahrtüchtigkeit abzusprechen. Irgendwie Hirnrissig
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... wie soll man sonst "alles wegbringen- Einkaufsdinge u. Altstoffe sowie Deponiesachen...."
man weiss doch, wie man fahren kann u."rasen" sowieso nicht mehr....
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Wo liegt denn das Problem, sich ab 70Jahren testen zu lassen, tut doch nicht weh.
Ich glaube nicht das der Staat daran verdienen könnte, tut er auch nicht an der HU.
Ich würde es nicht Führerscheintest nennen, sondern Reaktionstest. Wenn der dann übermässig schlecht ausfällt, sollte es man demjenigen ans Herz legen den "Schein Freiwillig" abzugeben.
Alles Reine Abzocke wenn dann ab80Jahre was tun solche auf dem Land
Wieso, wenn Fahrer/innen gesund sind kann doch weiter gefahren werden.
Wer seinen Führerschein freiwillig abgibt sollte im Gegenzug ein kostenloses Nahverkehrsticket bekommen und auf Fernzüge einen 50%igen Rabatt
Und die die nie einen hatten, bezahlen weiter?
Die hatten ja dann keine Ausgaben dafür und für ein KFZ
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Ich bin 82 Jahre alt und fahre seit rund 60 Jahren unfallfrei. Ich fahre fast jeden Tag, jedoch nur noch in einer begrenzten Region und nicht mehr lange Strecken. Das Auto ist für mich in einer ländlichen Region sehr wichtig. In Großstädten mit allen Möglichkeiten im öffentlichen Verkehr benötige ich kein Auto mehr, wie Berlin, Hamburg oder München.
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