Deutsche Rentner in Horror-Haus misshandelt: Maria (101) deckt alles auf - wenig später ist sie tot

In einem angeblichen Pflegeheim in Andalusien sollen Rentner über Jahre miss ...
In einem angeblichen Pflegeheim in Andalusien sollen Rentner über Jahre misshandelt und betrogen worden seinFoto-Quelle: Pixabay (Symbolfoto)
News Team
Von News Team

In einem vermeintlichen Pflegeheim im Süden Spaniens hat die Polizei sechs Mitglieder einer mutmaßlichen Betrügerbande festgenommen. Sie stehen im Verdacht, vor allem ausländische Rentner um ihr Vermögen gebracht und schwer misshandelt zu haben. Jetzt konnten spanische Ermittler einen Deutschen und eine Niederländerin aus dem laut Polizei "Horrorhaus" befreien, in dem sie eingesperrt waren.

Die beiden seien in einem "schrecklichen Zustand" gewesen.

In dem Haus in Chiclana de la Frontera nahe Cádiz in Andalusien sollen Rentner unter Drogen gesetzt und zwangsweise per Magensonde ernährt worden sein. Außerdem sollen die Betrüger die hauptsächlich ausländischen Rentner innerhalb von vier Jahren um insgesamt 1,8 Millionen Euro gebracht haben.

Vertrauen der Senioren ausgenutzt

Hinter den schweren Misshandlungen und dem Betrug soll ein ein deutsch-kubanisches Paar stecken. Die Kubanerin und ihr Lebensgefährte, der die deutsche und die kubanische Staatsbürgerschaft besitzt, sollen sich mit den Senioren angefreundet und schließlich ihr Vertrauen ausgenutzt haben, um so deren Ersparnisse an sich zu bringen, wie die spanische Webseite elcierredigital.com berichtet.

Lesen Sie hier:

Neue Betrugsmasche bei Senioren - Polizei warnt vor falschen Feuerwehrleuten


Den beiden Hauptverdächtigen werden unter anderem Betrug, Urkundenfälschung, Misshandlung und Geldwäsche vorgeworfen.

101-Jährige bringt Ermittler auf die Spur der Betrüger

Auf die Spur der mutmaßlichen Betrüger hatte die spanische Polizei Guardia Civil die 101-jährige Deutsche Maria B. gebracht, die unter entsetzlichen Bedingungen in dem Haus festgehalten wurde, das die Betreiber "Villa Germania" (Villa Deutschland) genannt haben.

Kurz nachdem Maria B. die Polizei über die Zustände in dem vermeintlichen Pflegeheim informiert hatte, war sie tot. Die Ermittler schließen nicht aus, dass die 101-Jährige aus Deutschland ermordet worden ist.

Mit Handschellen gefesselt

Zuvor war die wohlhabende Rentnerin, die schon seit längerem in Spanien lebte, von der Frankfurter Polizei bei den spanischen Kollegen als vermisst gemeldet worden. Nach dem Hinweis aus Deutschland begann die spanische Polizei mit den Ermittlungen und spürte Maria B. schließlich in einem Pflegeheim auf.

Als Ermittler Maria B. befragten, erklärte sie, dass sie mehrere Monate in der "Villa Germania" gefangen gehalten worden und mit Handschellen gefesselt war.

Ihr komplettes Vermögen war weg

Maria B. berichtete der Polizei, dass sie von der Kubanerin und ihrem Lebensgefährten auf Teneriffa angesprochen worden sei, wo sie zuvor lange gelebt hatte. Die beiden hätten sie "verführt" und schließlich überzeugt, zu ihnen nach Chiclana de la Frontera auf das spanische Festland zu ziehen, damit sie sich besser um die alte Dame kümmern konnten, wie sie vorgaben.

Nachdem das Paar in ihr Leben getreten war, hatte sie weniger als 300 Euro

Das Haus von Maria B. auf Teneriffa wurde verkauft, von dem Geld habe die 101-Jährige jedoch nie etwas gesehen, teilte die Guardia Civil mit. Im Oktober hatte die Deutsche demnach noch über 162.0000 Euro auf ihrem Konto. "Mitte Dezember, nachdem das Paar in ihr Leben getreten war, hatte sie weniger als 300 Euro", so die spanische Polizei.

Wenige Stunden später war sie tot

Doch bevor die Ermittler die mutmaßlichen Betrüger festnehmen konnte, waren die beiden in dem sicheren Pflegeheim aufgetaucht, in das die Polizei Maria B. nach ihrer Aussage gebracht hatte. Vermutlich mithilfe einer falschen Vollmacht gelang es ihnen, Maria B. mitzunehmen. Wenige Stunden später war sie tot.

Im Video:

Horror-Altersheim: Rentner wurden misshandelt und unter Drogen gesetzt

Die Ermittler glauben nicht an einen Zufall. Denn am Vormittag ihres Todestages sei Maria B. noch ganz gesund gewesen, so zitiert sie die spanische Webseite elcierredigital.com. Das zeige ein Video, das aufgenommen wurde, kurz bevor ihre Peiniger sie aus dem Pflegeheim holten. Darauf trommelt Maria B. auf einem Tamburin, wie auf dem Foto zu sehen ist, das die Nachrichtenagentur AFP veröffentlichte:

Am Nachmittag verstarb die Deutsche im Auto ihrer angeblichen Pfleger. Da es den beiden gelang, eine schnelle Verbrennung ihrer Leiche zu veranlassen, war laut spanischer Polizei keine Autopsie mehr möglich.

Nicht das einzige Opfer

Maria B. war offenbar nicht das einzige Opfer der Kriminellen, die es auf die ausländischen Rentner abgesehen hatten. Nach den Ermittlungen der Guardia Civil gab es vier weitere Senioren, die eines plötzlichen Todes gestorben waren - kurz nachdem die Betrüger sie um ihre kompletten Ersparnisse betrogen hatten.

Nach der Festnahme des deutsch-kubanischen Paares fand die Polizei den Deutschen und die Niederländerin nach eigenen Angaben gefesselt und unter "sehr schlechten hygienischen Bedingungen" in dem angeblichen Pflegeheim.

"Haus des Horrors"

Dieses Pflegeheim habe eher einem "Haus des Horrors" geglichen, so die spanische Polizei Guardia Civil auf Twitter.



Die beiden geretteten Senioren, über deren Alter die spanische Polizei bisher keine Angaben machten konnte, wurden in ein echtes Pflegeheim gebracht, wo sich ihr Zustand "deutlich verbessert" haben soll.

Wie es in dem "Horror-Haus" aussah, in dem mutmaßlich über Jahre ältere Menschen misshandelt wurden, das ist auf diesem Video ("Im Horrorhaus von Chiclana") der spanischen Zeitung "La Voz de Galicia" zu sehen.

Der Film zeigt, wie die spanische Polizei das "Horrorhaus" inspiziert. Das Video ist auf Spanisch - doch wie die Zustände in dem angeblichen Pflegeheim gewesen sein müssen, das lässt sich auch ohne Worte erahnen.

9 Kommentare

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Mein Gott wie schrecklich, die armen Leute. Wie müssen die sich doch so alleine gefühlt haben und hilflos. Es gibt schon wirklich böse Menschen auf der Welt. Was für eine Strafe wäre für diese Untiere angemessen? Tägliche Prügel und Anketten vielleicht? Was meint Ihr dazu? (Nur leider wird's nix damit, 3 Anwälte und dazu noch 3 Psychiater sorgen schon dafür, daß denen nicht allzuviel passiert)
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ACHTUNG-BETRUG-FAKEINFO Hallo Gerd, zuerst einmal volle Zustimmung zu deinem Comment! Bevor ich mich diesbezüglich äußere möchte ich doch ein anderes Thema zur Sprache bringen. Für mich ist diese Webseite mit Ihren Nachrichten immer mehr durch zb. angepriesene Werbeartikel dito Nachrichten zum kostenlosen Empfang von Fernsehsendern (mit der jährlichen Ersparnis von tausenden Euros) sowie zum absolut sicheren "Krypto" Einstieg zur Geldvermehrung
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Die Todesstrafe für solche Leute ist längst überfällig.
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Haben wir hier doch auch. Da kamen schon mehrfach ganze Filmberichte Im TV. Und erst seit 31.12.2018 ist das Pflegeheim zu. Und auch nur weil das Landratsamt dem Heim die Betriebserlaubnis entzogen hat.
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Was soll man sagen alte Menschen sind eben eine melkkuh für viele. Das ähnelt dem Bericht meiner Tochter Komma sie erzählte in dem pflegeheim in dem sie kurzzeitig gearbeitet hat war am Eingang in der eingangsschleuse ein großer Haufen menschliche Exkremente. Sie berichtete dass ein älterer Mann an dem frühstückstisch geschoben wurde und erst am späten Nachmittag oder Abend festgestellt wurde dass dieser Mann am frühstückstisch gestorben ist. Der Verwalter dieses Hauses so sagt sie vorsichtig hätte wohl nicht wirklich viel Arbeit gemacht sondern eben hauptsächlich Videos schlüpfrigen Inhalts gesehen. Der Sohn eines älteren Herrn rief sie einige Tage nachdem sie dort aufgehört hat an ob sie seinen Vater etwas Pflege zukommen lassen könnte. einige Wochen nachdem sie dort schon weg war hat sie von einem Menschen der dort noch arbeitete Betonung auf noch Komma gehört dass fünf Leute innerhalb kürzester Zeit gestorben sind, und wahrscheinlich wurden die schlichtweg vergessen. Es reicht es reicht wirklich in den wenigen Wochen die ich in der Pflege gearbeitet habe habe ich mehr Scheiße gesehen als in den ganzen zehn Jahren Kuhstall.ich höre lieber auf weil ich sonst traurig werde und habe ich keine Lust zu was in Spanien passiert ist auch in Deutschland normaler Alltag.
aber zur Berichtigung, es gibt auch genau das Gegenteil. Und das ist so glaube ich sagen zu können die Mehrzahl. Bei der Caritas und arbeiterwohlfahrt jedenfalls in den Betrieben in denen meine beiden Töchter arbeiten, wird sehr stark auf die Menschen zugegangen. Es gibt Wahl essen und es wird auch nicht. 6 Uhr aus dem Bett geholt sondern nach Bedarf. Natürlich mit den entsprechenden Einschränkungen, denn ein dementer Mensch kann nur sehr schwer die Zeit abschätzen wenn es heißt aufstehen. Es gibt Häuser in denen wirklich hart gearbeitet wird um den älteren Menschen das optimale zu gewährleisten. Und gerade soweit wie ich sagen kann gibt es von der Kirche organisierte Einrichtungen, oder eben Caritas und arbeiterwohlfahrt die einen ausgezeichneten Ruf genießen und in denen auf das Wohl und Wehe der Menschen eingegangen wird.
Bei diesen genannten Betrieben Caritas und arbeiterwohlfahrt wird auch ein entsprechendes Gehalt gezahlt und so weit wie ich weiß gibt es sogar sondergratifikationen. Also falls jemand einen Angehörigen hat,denn der nicht mehr zu Hause betreut werden kann sollte man auf keinen Fall zu diesen sogenannten privaten gehen bzw erst nach ausdrücklicher Erkundigung wie das arbeitsfeld dort ist, sondern wirklich sich bei den genannten vorstellig zeigen. Denn meine beiden Töchter arbeiten in jeweils einen dieser Firmen und zeigen sich im höchsten Maße zufrieden was die Qualität und die Arbeit und so weiter betrifft.
Ich kann in deinem Comment viele Wahrheiten entdecken! Ich kann mich natürlich nicht dem sehr schlechten Ruf der Pflege widersetzen welcher nachweislich vorhanden ist. Bei meiner Mutter welche in Dresden-Kreischa war habe ich übernatürlich positives erlebt! Als erstes wurde uns (2 Erwachsene sowie 1 Kind) in selbiger Einrichtung kostenfrei ein Zimmer zur Verfügung gestellt mit voller Verpflegung für 3 Tage zu "Logieren" da wir aus 600 Kilometer Entfernung kamen obwohl ich auch in Dresden bei der Verwandtschaft hätte schlafen können. Das gesamte Umfeld (Parkanlage) sowie die gewollte Einbindung meiner Familie in den Bereich der Pflege war für mich mehr als positiv. Allerdings muss ich zur Kenntnis geben das es sich bei der "BAVARIA INTENSIV KLINIK" nicht um eine reine Pflegeeinrichtung handelt sondern eben um Rehabilitation!? Wobei diesbezüglich allerdings schon zu 99% ersichtlich war das die verbleibende Lebenszeit beschwänkt sein wird. Auch zu bemerken ist hierbei das es sich nicht um eine "Hospizeinrichtung" handelt. Mir ist auch nicht ersichtlich da es sich ja nach dem Namen nach um eine Rehaklinik handelt, dass meine Mutter dort sehr lange Zeit war und dieser Aufendhalt nur beendet wurde um die letzten tage daheim zu verbringen.(Bei Bedarf hätten wir auch 1 Woche in der bei Verpflegung über 24 Stunden kostenfrei verbringen können). //////////// PS. Anmerkung : Man kann nur hoffen das in Deutschland endlich begriffen wird das die Politik in dieser Sachlage Fehler begangen hat und weiter praktiziert. Auch dem Umstand geschuldet, die"Verwandtschaft" wird schon kostenfrei pflegen,oder absolut polnische Dipl. Fachkräfte dito unterbezahlte deutsche Fachkräfte oder selbige "Pflege" ausüben zu lassen.Natürlich nicht zu vergessen um den Kommerz zu steigern werden dann noch "Drittanbieter" zum Füllen der Lücken zugeschaltet. Vergessen sollte man dann die sogenannten "Selbstständigen" auch nicht, welche diese Dienste anbieten ohne Qualifikation. Die Dunkelziffer und Manipulationen dürften der Regierung bekannt sein. Wize.live schreibt doch mal über "UNSER" Land. Diese Zustände sind nicht nur in Holland !
Hallo Hartmut also ganz ganz deutlich einen großen großen herzlichen Dank für deinen Bericht. Wirklich ganz ganz herzlich denn ein Freund von mir lebt in Dresden und ich glaube dass er für diese Info mehr als nur dankbar ist. Seine Mutter ist wohl schon etwas hinfällig und so weit wie ich weis suchen sie wohl auch ein Platz ich danke Dir ganz besonders wirklich für diesen Bericht Jens wize.life-Nutzer
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