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Christian M. soll das Geschwisterpaar 50 Mal missbraucht haben.

Justiz-Skandal! Mutmaßlicher Kinderschänder auf freiem Fuß, weil der Richter überlastet war

News Team
Von News Team

Ein mutmaßlicher Kinderschänder, der in 50 Fällen wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagt ist, ist auf freiem Fuß. Die lapidare Begründung des Berliner Kammergerichts: Der Angeklagte habe seit seiner Verhaftung im August 2018 lange genug auf seinen Prozess gewartet. Die zuständigen Richter seien überlastet gewesen.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet soll Kita-Erzieher Christian M. (38) aus Berlin Schöneweide ein Geschwisterpaar – ein Mädchen (4) und ihren Bruder (6) - rund 50 Mal missbraucht haben. Abwechselnd oder zeitgleich.


Mit der Familie der Opfer war er nach Aussage seines Bruders eng befreundet. Die Eltern ahnten nicht, dass sie ihre Kinder einem Kinderschänder anvertrauten. Schließlich machte Christian M. auf den ersten Blick einen seriösen Eindruck: Er bekleidete ein Ehrenamt in der "Jungen Kirche", war jahrelang Betreuer der Berliner Stadtmission im Erlebnis-Feriencamp am Gussower See.

25.000 Bilddateien und Videos mit kinderpornografischem Inhalt gefunden


Die beiden missbrauchten Kinder blieben oft übers Wochenende bei ihm, so sein Bruder in "Bild". Niemand ahnte, was hinter verschlossenen Türen passierte. Bis eines der Opfer den Mut hatte, zu reden.

Als Christian M. am 29. August 2018 verhaftet wurde, fanden die Ermittler 25.000 Bilddateien mit kinderpornografischem Inhalt und Videos in seinem Besitz.

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Prozess am 2. April


Am 11. März wurde der mutmaßliche Kinderschänder aus der U-Haft entlassen, wartet in Freiheit auf seinen Prozess. Der soll am 2. April endlich starten. Der ursprüngliche Prozessauftakt am vergangenen Mittwoch musste nach zehn Minuten abgebrochen werden, weil sich eine Schöffin für befangen erklärt. Sie kannte Christian M. aus der Kirchengemeinde.

Wie hoch das Strafmaß für M. ausfallen wird, ist unklar. Laut "Bild" wollen die Richter dem Angeklagten ein „Angebot“ machen, um den Opfern die Aussage zu ersparen. Sollte M. geständig sein, kann er wohl mit Strafminderung rechnen.

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