26 Stunden nach dem SOS vor Norwegen: Kreuzfahrtschiff "Viking Sky" erreicht den Hafen

Gerettet: Die am Samstag havarierte "Viking Sky" erreichte am Sonntagnachmit ...
Gerettet: Die am Samstag havarierte "Viking Sky" erreichte am Sonntagnachmittag den Hafen von MoldeFoto-Quelle: Youtube/Webcam
News Team
Aktualisiert:
Von News Team

26 Stunden nachdem die "Viking Sky" vor Norwegen in Seenot geraten war, hat das Kreuzfahrtschiff am Sonntagnachmittag den rettenden Hafen von Molde erreicht. 17 Menschen wurden bei dem Unglück verletzt.

Als das Schiff am Hafen anlegte, waren noch rund 900 Menschen an Bord. Etwa 500 Passagiere waren per Helikopter an Land gebracht worden.

IM VIDEO | Kreuzfahrtdrama vor Norwegen: 1300 Passagiere in Seenot


17 der geretteten Personen wurden bei dem Unglück verletzt, drei davon schwer.

Zu den Schwerverletzten sollen laut dem norwegischen Nachrichtensender NRK zwei Senioren gehören - eine Frau um die 90 und ein Mann um die 70. Die meisten Passagiere stammen demnach aus Amerika und England. Laut Passagierliste sollen auch zwei Deutsche an Bord sein.

Das Rettungsteam will versuchen, die "Viking Sky" nun bis zum Kai in Molde zu schleppen.
Google MapsDas Rettungsteam will versuchen, die "Viking Sky" nun bis zum Kai in Molde zu schleppen.

Wegen eines Motorschadens hatte das Kreuzfahrtschiff mit 1373 Menschen an Bord am Samstag gegen 14 Uhr einen SOS-Notruf abgesetzt. Zu der Zeit herrschten schwierige Wetterbedingungen bei Sturm und hohem Wellengang.

Mehrere Passagiere hatten Fotos von der Situation an Bord auf Twitter veröffentlicht. Auf den Bildern sieht man, wie sich das Mobiliar in dem stark schwankenden Schiff gelöst hat und erschöpfte Passagiere in Rettungswesten auf dem Boden liegen.


Kurz nachdem der Notruf eingegangen war, hatte die norwegische Polizei mit der Rettungsaktion per Hubschrauber begonnen. In der Folge wurden bis Sonntagvormittag rund 500 der insgesamt 915 Passagiere an Land gebracht.

Ein von einem Helikopter geretteter Passagier filmte in dem Heli:

Starker Sturm, acht Meter hohe Wellen

Während der Rettungsaktion herrschte zeitweise Sturm der Windstärke 8, die Wellen waren bis zu 8 Meter hoch.

Der norwegische Sender NRK zitierte eine Augenzeugen mit den Worten: „Das ist eine große Herausforderung, weil die Passagiere unter dem Helikopter in der Luft hängen und dort sehr, sehr starker Wind herrscht.“

Am späten Sonntagvormittag wurde die Bergung per Helikopter unterbrochen, weil das Schiff mithilfe von Schleppern in den Hafen von Molde gebracht wurde. In der Nacht war es den Technikern an Bord gelungen, drei der vier Motoren zu reparieren.

Nach der erfolgreichen Rettung des Schiffs dankte Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg den Helfern für ihren Einsatz.

"Das war ein dramatischer Tag für Passagiere und Rettungskräfte an Bord der Viking Sky", schrieb sie am Sonntagnachmittag auf Twitter. "Die tüchtigen Rettungskräfte, Freiwilligen und anderen Beteiligten haben einen unschätzbar wichtigen Einsatz unter herausfordernden Bedingungen geleistet."

Ursprüngliche Meldung

Ein Kreuzfahrtschiff mit 1300 Passagieren an Bord ist am Samstagnachmittag wegen eines Motorproblems vor Norwegen in Seenot geraten und hat einen Notruf abgesetzt. Die "Viking Sky" des Kreuzfahrtanbieters "Viking Cruises" muss evakuiert werden, so die norwegische Polizei. Die ersten Passagiere wurden bereits an Land gebracht.

Demnach hat das Schiff wegen Antriebsproblemen bei widrigen Wetterbedingungen einen Notruf abgesetzt.

Ein Passagier an Bord der "Viking Sky" schrieb auf Twitter, es gebe Verletzte an Bord.

Gefährliches Seegebiet

Das Schiff treibt bei starkem Wind und Wellengang in Hustadvika an der Westküste Norwegens. Das Gewässer dort gilt als gefährliches Seegebiet. Gegen 14 Uhr hat das Schiff nach Polizeiangaben einen Notruf abgesetzt. Der Fernsehsender hat auf seiner Webseite ein Video veröffentlicht, auf dem schaukelnde Schiff bei hohem Wellengang und schlechten Wetterverhältnissen zu sehen ist.

Die Polizei habe mehrere Hubschrauber und Schiffe zum Unglücksort geschickt, twitterte die Polizei von Møre og Romsdal am Samstagnachmittag. Alle 1300 Passagiere müssen demnach von der Polizei auf offenem Meer evakuiert werden. Gegen 16.30 Uhr waren die ersten 100 Passagiere an Land gebracht und in dem Küstenort Brynhallen versorgt worden.

4 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Diese Pötte gehören abgeschafft!
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Hoffe ein gutes Ende und was der Strömung anbelangt mutig von allen die mitgemacht haben es durchzuhalten was für ein Schreck und Todesängste wie bei den Tieren
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Gottseidank wurden alle gerettet....
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Das ist ein Erlebnis das nicht im Preis enthalten war. Hoffentlich geht alles gut.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren