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Monika Frischholz: Knochen bei Arbeiten im Wald entdeckt - Polizei sucht wei ...

Fall Monika Frischholz: Polizei jetzt wieder im Einsatz - Grabungen im Wald

News Team
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Von News Team

Seit 1976 ist der Fall der damals 12-jährigen Monika Frischholz aus dem bayerischen Flossenbürg nicht aufgeklärt. Jetzt, nach 43 Jahren, kommt Bewegung in die Ermittlungen. Nachdem die Polizei vor einer Woche bei Grabungen im Waldboden unweit des Heimatortes der Schülerin das Wrack eines grünen VW Käfers gefunden hat, werden an diesem Montag die Arbeiten durch die Polizei an einer nahegelegenen Stelle fortgeführt.

+++ Update vom 15. April +++

Die Ermittler sehen dort einen weiteren möglichen Ablageort von Monika Frischholz. Die Kriminalpolizei Weiden wird wieder von anderen Polizeikräften bei ihren Grabungen unterstützt.

Seit etwa 9.00 Uhr sind sie an einem Waldrand südlich der kleinen Ortschaft Waldkirch bei Flossenbürg im Einsatz. Die Grabungsstelle liegt nur wenige Meter von der ersten Grabungsstelle entfernt.

Die Kriminalbeamten der EG Froschau werden erneut von verschiedenen Polizeikräften unterstützt. So sind unter anderem Kräfte des Fachkommissariats für Spurensicherung bei der Kriminalpolizeiinspektion Weiden in der Oberpfalz, der Tatortgruppe des Bundeskriminalamtes und einer technischen Einsatzeinheit der Bayerischen Bereitschaftspolizei aus Nürnberg vor Ort. Auch ein Bagger eines zivilen Unternehmens hilft wieder bei den Grabungen.

Ob und inwieweit die forensischen Grabungen zu einer Auffindung von menschlichen Überresten oder Beweismitteln führen werden, ist weiterhin vollkommen offen. Nähere Erläuterungen der Erkenntnisse, welche zur Grabung an diesem Ort geführt haben können, mit Blick auf das laufende Verfahren, nicht gegeben werden.

+++ Update vom 10. April +++

Nach Abschluss der Arbeiten am Dienstag hat die Polizei bekannt gegeben, dass ein Kennzeichen aus Nordbayern und Knochen entdeckt wurden. Ob das Kennzeichen in Verbindung mit dem Fall steht, ist aber laut einem Sprecher unklar. Es sei damals nicht unüblich gewesen, dass Müll im Wald entsorgt wird. Bei den Knochen handele es sich vermutlich um Tierknochen.

+++ Grüner Käfer unter der Erde

Die Polizei geht seit Ende der 70er Jahre davon aus, dass Frischholz ermordet wurde. In dem Wald könnte, so die Vermutung der Ermittler, ihre Leiche vergraben worden sein. Dass ein grüner VW Käfer eine Rolle beim Verschwinden des Mädchens spielen könnte, war schon damals vorgeschlagen worden, der Hinweis wurde aber nicht weiter verfolgt.

Die Polizei vermutet, dass "noch viel Wissen in der Bevölkerung schlummert", so ein Polizeisprecher, der an Zeugen appelliert, sich mit Hinweisen an die Kripo in Weiden in der Oberpfalz zu wenden: "Jeder noch so kleine Hinweis kann für uns wichtig sein." Die Ermittlungen zum Verschwinden des Mädchens seien nie ganz aufgegeben worden.

Dieses Autowrack, bei dem es sich vermutlich um einen VW Käfer handelt, wurde am Montag ausgegraben
News5/FrickeDieses Autowrack, bei dem es sich vermutlich um einen VW Käfer handelt, wurde am Montag ausgegraben

IM VIDEO | Fall Monika Frischholz - Spuren im vergrabenen Auto?

Wollte sich das Mädchen mit einem älteren Jungen treffen?

Monika Frischholz war zuletzt gesehen worden, als sie am 25. Mai 1976 nachmittags ihr Elternhaus in Flossenbürg verließ - angeblich, um spazieren zu gehen. Die Ermittler hingegen glauben, dass dies nur ein Vorwand war - und dass die 12-Jährige eigentlich vorhatte, sich mit einem älteren Jungen zu treffen.

Mit diesem Foto sucht die Polizei seit 1976 nach der damals 12-jährigen Monika Frischholz
Polizeipräsidium OberpfalzMit diesem Foto sucht die Polizei seit 1976 nach der damals 12-jährigen Monika Frischholz

Durch Zeugenhinweise konnten die Polizei den Weg des Mädchens damals rekonstruieren. An einer Abzweigung nach Waldkirch - dem Ort, in dem am Montag die Grabungen aufgenommen wurden - verliert sich jedoch ihre Spur.

Erst vor zwei Monaten starb mit ihrem Bruder der letzte lebende Angehörige von Monika Frischholz. "Die Ermittlungen waren für ihn und die Familie stets belastend", zitiert die "Bild" die Polizei, "dennoch war der Wunsch nach Aufklärung bis zuletzt ungebrochen“.

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