Auf Spielplatz: Kind (5) verletzt sich mit Drogenspritze - Eltern appellieren an die Stadt München

Ein 5-Jähriger verletzte sich auf einen Kinderspielplatz an Spritzbesteck.
Ein 5-Jähriger verletzte sich auf einen Kinderspielplatz an Spritzbesteck.Foto-Quelle: Pixabay
News Team
Von News Team

In München hat sich ein fünfjähriger Junge beim Spielen auf dem "Affenspielplatz" im Stadtteil Schwanthalerhöhe mit einer gefundenen Drogenspritze verletzt. Das Kind musste umgehend zum HIV-Test. Die Eltern fordern von der Stadt, dass öffentliche Spielplätze häufiger gesäubert werden müssen.

Wie "Hallo München" berichtet, ereignete sich der Vorfall bereits im März. Der Junge war mit seiner Kindergarten-Gruppe auf dem Spielplatz am Georg-Freundorfer Platz. Er verletzte sich an der Spritze, die Kindergärtnerinnen informierten sofort seine Mutter, die wiederum den Giftnotruf alarmierte. Die 36-Jährige erzählt:

Mein Sohn hatte die gebrauchte Spritze in einem Unterstand gefunden und wollte sie der Erzieherin bringen - da war es schon passiert.

Der 5-Jährige musste sich beim Arzt einem HIV-Test unterziehen und ein Blutbild machen.

Bis jetzt sieht alles gut aus. Aber wir werden nochmals zur Nachuntersuchung müssen, denn ein endgültiges Ergebnis eines HIV-Tests gibt es erst nach sechs Wochen.

Eltern-Appell an die Stadt München


Es war nicht der erste Fund von Spritzbesteck auf dem "Affenspielplatz". Dementsprechend empört sind auch die Eltern und fordern die Stadt zum Handeln auf. Der Spielplatz müsse häufiger gereinigt werden.

Laut Christian Müller vom Baureferat werden öffentliche Spielplätze "bedarfsgerecht", zweimal wöchentlich, gereinigt. Einmal pro Woche gebe es eine weiter Kontrolle. Und:


Der Georg-Freundorfer-Platz wird zwischen März und November fünf mal pro Woche gereinigt, sonst zweimal wöchentlich.

Infektionsrisiko durch Drogenbesteck "sehr gering"


Im Fall des verletzten Jungen ruft Olaf Ostermann von der Suchtberatung Condrobs dazu auf, nicht in Panik zu verfallen.

Die Wahrscheinlichkeit, sich durch eine gebrauchte Spritze, in der das Blut bereits geronnen ist, mit dem HI-Virus anzustecken, ist als sehr gering einzustufen.

Ihm selbst sei kein solcher Fall bekannt. Ostermann rät Eltern und Erziehern dazu, gefundene Spritzen einzusammeln und umgehend "mit dem Kind zu einer Infektionsambulanz gehen".

Dort kann die Spritze auf eventuelle Verunreinigungen getestet und schnellstmöglich Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Wichtig sei zudem, den Impfstatus der Kinder und Erwachsenen auf Hepatitis B und Tetanus regelmäßig zu überprüfen.

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