Bei einer Razzia entdeckte die Polizei ein riesiges Waffenarsenal im Haus de ...

Duisburg: Vater (43) missbraucht seine Kinder als Arbeitssklaven für Drogen-Zucht

News Team
Von News Team

Die Anklageschrift liest sich wie die Chronik einer Schreckensherrschaft - mitten in Duisburg-Rheinhausen soll ein Familienvater jahrelang seine Frau und seine sechs Kinder schwer misshandelt, tyrannisiert und wie Arbeitssklaven behandelt haben.

Seit Dienstag (16. April 2019) muss sich der 43-jährige Enis C. vor dem Duisburger Landgericht verantworten.

Die Vorwürfe gegen ihn lauten auf: Drogenhandel, Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, Misshandlung von Minderjährigen sowie sexuellen Missbrauch.

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So soll der Türke seine Töchter und Söhne mit vorgehaltener Waffe dazu gezwungen haben, seine illeglaen Marihuana-Plantagen zu pflegen, berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger".

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Damit sie sich seiner Cannabiszucht widmen konnten, habe er den älteren Kindern verboten, die Schule zu besuchen. Arbeiteten sie nicht zu seiner Zufriedenheit, soll er gedroht haben, sie zu erschießen - um die Lebensversicherung des Kindes zu kassieren.

Cannabiszucht in der alten Wohnung

Von der Cannabiszucht versprach sich der 43-Jährige offenbar das große Geld. Dafür zog er mit der Familie aus einer geräumigen Wohnung im Dachgeschoss in eine kleinere im Erdgeschoss - dort musste die achtköpfige Familie auf 48 Quadratmeter hausen, weil Enis C. in der großen Wohnung die Marihuanazucht betrieb.

Die Kinder soll er verprügelt, mit Billiard- und Baseballschlägern geschlagen oder mit Dart-Pfeilen malträtiert haben, schreibt die Zeitung. Außerdem soll er sie gezwungen haben, ihren Urin zu trinken.

Vorwurf des sexuellen Missbrauchs

Daneben steht der Verdacht des sexuellen Missbrauchs im Raum. Er soll mehrfach seinen älteren Töchtern an die Brust gefasst und die kleineren Kinder unsittlich berührt haben.

Als seine Frau ihm daraufhin vorwarf, dass er pädophil sei, soll der gelernte Schweißer ihr laut Anklageschrift mit dem Hammer einen Finger zertrümmert haben, berichtet der Focus.

Polizei stößt auf Waffenarsenal

Das Martyrium der Familie ging über Jahre - und wäre vermutlich so weitergegangen, hätten sich Frau und Kinder nicht im vergangenen Juli der Polizei anvertraut.

Die Ermittler stürmten daraufhin die Wohnung. Dabei entdeckten die Fahnder ein riesiges Waffenarsenal mit bis zu 40 Schusswaffen, neben Pistolen und Revolvern auch ein Sturmfeuergewehr, ein Maschinengewehr, Wurfsterne und Butterflymesser. Mit den Waffen soll Enis C. seine Familie eingeschüchtert haben.

Dies sei ein "schwieriges Verfahren für alle Beteiligten", sagte Christian O'Day, einer der beiden Verteidiger, dem Kölner Stadt-Anzeiger. "Es muss sich erweisen, wie der Prozess am Ende ausgeht."

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