Nordirland: Journalistin (29) in Londonderry erschossen - Polizei sieht "terroristischem Vorfall"

Wandgemälde in Londonderry
Wandgemälde in LondonderryFoto-Quelle: Pixabay
News Team
Von News Team

Sind das die Verboten eines erneuten Nordirland-Konflikts? In Londonderry ist eine 29-Jährige in der Nacht zu Freitag am Rande von Ausschreitungen erschossen worden. Die Polizei hat eine Mord-Ermittlung eingeleitet. Zudem stufen die Behörden den Vorfall als "terroristisch" ein.

Zuvor war es in der Stadt nahe der Grenze zur Republik Irland zu heftigen Ausschreitungen gekommen. Brandsätze wurden geworfen, Fahrzeuge gingen in Flammen auf, schwer bewaffnete Polizisten bezogen Stellung, Panzerwagen kamen zum Einsatz.

Die Hintergründe zu der tödlichen Attacke im Stadtteil Creggan sind noch unklar. Die britische Polizei spricht jedoch von einem "terroristischen Vorfall."

Wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtet, handelt es sich bei der getöteten Frau um eine Journalistin.

Die Befürchtungen sind groß, dass im Zusammenhang mit dem Brexit, also dem Austritt Großbritanniens aus der EU bei gleichzeitigem Verbleib der Republik Irland, der Nordirland-Konflikt wieder aufflammen könnte. Auch weil die Frage noch ungeklärt ist, ob es in Zukunft wieder Grenzkontrollen geben wird. In Londonderry ist die Mehrheit der 85.000 Einwohner katholisch - im Gegensatz zu weiten Teilen des Landes, das zu Großbritannien gehört.

Schon seit Beginn des Jahres explodieren immer wieder Sprengsätze in Londonderry, das die Einwohner nur "Derry" nennen. Bis zum Karfreitagsabkommen von 1998 ist es in der nordirischen Stadt zu regelmäßiger Gewalt zwischen Katholiken und Protestanten, der IRA auf der einen und der UDF auf der anderen Seite, gekommen.


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