wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
100 Dinge – was muss man besitzen, um glücklich zu sein?

100 Dinge – was muss man besitzen, um glücklich zu sein?

Von Christine Kammerer - Freitag, 11.07.2014 - 08:29 Uhr

Rund 10.000 Dinge besitzt Otto Normalverbraucher. Nur etwa 1.000 nennen die meisten Menschen in Afrika ihr Eigen. Und einige Menschen versuchen sogar, mit noch viel weniger klar zu kommen: Sie reduzieren ihren Besitz auf die 100 notwendigsten Gegenstände. Was braucht man wirklich zum Leben?

Allein in unserem Urlaubsgepäck befinden sich für gewöhnlich schon weit mehr als 100 Dinge. Die übrigen Habseligkeiten in unserer Wohnung umfassen meist ein Vielfaches davon. Das glauben Sie nicht? Zählen Sie einfach mal nach: Bücher, Bekleidung, CDs, Küchenutensilien, Lebensmittel, Einrichtungsgegenstände und eben all die Kleinigkeiten, die sich über die Zeit so ansammeln. Vermutlich bräuchten Sie mehrere Tage, um nur ein Inventar der vielen Dinge zu erstellen.

100 Dinge – wie realistisch ist das?

Wir konsumieren und horten Dinge, als ob es morgen nichts mehr zu kaufen gäbe. Vieles erwerben wir eben mal so im Vorübergehen – mal ein Kleidungsstück hier, mal ein hübscher Deko-Gegenstand da. Die Dinge sollen uns Freude bereiten, doch tun sie das wirklich? Meistens befriedigen die Schnäppchen unseren Jagdinstinkt nur für einen kurzen Augenblick. Aber ist es überhaupt möglich, sich in unserer Welt auf nur 100 Dinge zu reduzieren? Oder ist das nur etwas für wirklichkeitsfremde Freaks?

Ein Gedanken-Experiment
Sie sollten das Experiment zumindest einmal in Gedanken durchspielen: Wählen Sie genau jene 100 Dinge aus Ihren Besitztümern aus, die Ihnen wirklich wichtig sind. Die Auswahl fällt schwer. Welche Dinge würden Sie über kurz oder lang vermissen? Worauf können Sie gut verzichten? Wenn Sie heute noch beginnen müssten, die überzähligen 1.000 Dinge auszumisten – wo würden Sie beginnen? Und wovon könnten Sie sich auf gar keinen Fall trennen?

Was brauchen wir wirklich?
Braucht man unbedingt eine Knoblauchpresse oder tut es auch ein einfaches Messer? Und wie viele Dinge lagern Sie in Ihrer Wohnung, ohne Sie je zu benutzen? Aber das Loslassen fällt schwer. Wir hängen an unseren Besitztümern, obwohl wir vieles davon gar nicht benötigen.

Glücklicher durch Verzicht
Dabei wissen wir im Grunde: Wir wären glücklicher, wenn wir weniger besäßen und wenn es uns gelingen würde, mehr im Sein und weniger im Haben zu leben. Philosophen lehren es jedenfalls schon seit Jahrtausenden und die moderne Psychologie bestätigt es: Verzicht macht uns glücklicher!

74 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Was man besitzen muss: Eine Wohnung, wo man sich wohlfühlt, Essen, Wasser und Gesundheit. Das ist aber das Minimum. Richtig schön wird's erst mit Seelenverwandten und zumindest soviel Geld, dass man auch leben kann.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
man kommt nackt auf diese welt und geht wieder ohne alles...glück hängt nicht von dingen ab.geld bedeutet sicherheit aber ohne ist die angst grösser.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Dann frage ich mich warum die Menschen, die mit einem Existenzminimum leben müssen, nicht unheimlich glücklich sind? Die moderne Psychologie predigt beileibe nicht ,dass der Verzicht uns glücklich macht, sondern bestädigt ehr das Gefühl der Sicherheit wenn man ausreichend Besitztümer hat. Auch die Scheidungsquote ist geringer wo keine Geldsorgen und Existenzängste vorrangig sind.
Es hat allerdings auch noch niemand beweisen können, dass Reichtum glücklich macht, im Gegenteil: Lottogewinner sind erwiesenermaßen ca. 1/2 Jahr nach dem Gewinn unglücklicher denn je oder zumindest doch genauso unglücklich wie vorher...

Das Gefühl der Sicherheit stellt sich ja auch nicht mit dem Besitz vieler Dinge ein, sondern dann, wenn man über ausreichend Geldmittel verfügt um die Existenz zu sichern und gut zu leben, ab einer bestimmten Größenordnung wird Besitz (von Geld oder Wertgegenständen) dann aber wieder als Belastung empfunden...
Das Wort "Verzicht" hat ja etwas Aktives. Es ist mit einer bewussten, gewollten Handlung verbunden. Dabei liegt die Entscheidung bei jedem selbst, was wichtig oder verzichtbar wird. Während jemand, der mit dem Existenzminimum leben muss, wie Andrea schreibt, keine Wahlfreiheit besitzt. Da geht es meist um die Befriedigung der Grundbedürfnisse. Deren Sicherung ist überlebenswichtig und niemals irgendwie verzichtbar. In einer Gesellschaft des Überflusses sollte man eventuell mit dem Gedanken des Verzichtes oder des Verzichtbaren eine Orientierung des Gebens verbinden. Wer braucht bzw. hat nötig, worauf ich locker verzichten kann? Konsumieren hat oft auch viel mit Spaß zu tun. Bewussteres Konsumieren, sich nicht jeden Luxus "gönnen" zu wollen, kann sogar das eigene Lebensgefühl bereichern.
Das mit dem "Auslegen" von verzichtbaren Dingen finde ich eine tolle, nachahmenswerte Idee! Und ja, es ist auch ein "Luxus" eine Wahl zu haben - dafür sollte man dankbar sein! Viele herzliche Wochenendgrüße aus Halle
Aber ist z.B. eine 5 Euro Deco-Katze schon wirklich ein Luxusgut?
Jeder wertet doch für sich selbst, was einem wichtig ist. Was gibt diese Deco-Katze, unabhängig vom Preis? Sie erfreut offensichtlich das Auge, evtl. tut ihr Anblick auch der Seele gut... oder stellt sie nur ein weiteres Stück in einer Sammlung dar? Erweitert sie nur den "Besitz"? Wende ich mich nach "Befriedigung" meines Kauf- und Besitzwunsches schnell anderen Wünschen zu? Alle diese Fragen beantwortet jeder für sich anders... ebenso wie die Frage, was Luxus bedeutet. Übrigens: Sich Zeit für ein gutes, in Ruhe genossenes Frühstück zu nehmen, ist für manchen ein "Luxus". Alles relativ.
Das freut mich! Danke.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Reduzierung: 1 Paar Sommersocken, 1 Paar Wintersocken - zählen 2 Socken als 2 Artikel oder als 1 Artikel, weil zusammengehörig ... Unterhosen und T-Shirts lassen sich wenden, sind also mehrfach tragbar, Innenseite nach außen kehren und umgekehrt, so lässt sich einiges an unnötigen Klamotten einsparen, kaputte Kleidungsstücke nicht nähen, stopfen, usw. sondern wegschmeißen, erspart Zwirn, Nadel, Schere und den ganzen Kram ... Fressalien samt Gesöff an der Döner-Pizza-Mac-Burger-Bude kaufen, erspart Messer, Gabel, Kühlschrank, Toaster, Fritteuse, kurz die gesamte Kücheneinrichtung ... abends auf dem Fußboden schlafen ist gesünder als in jedem Federbett, Badezimmer brauche ich keines, Wohnzimmer ebenso wenig, als Toilettenpapier reicht mir die tägliche Werbung, die meinen Briefkasten verstopft. Was bleibt dann noch übrig?

Ja genau, mein Smartphone! Das geliebte Hai-Tec-Spielzeug. Zugepflastert mit hunderten von Apps. - Muss ich die jetzt mitzählen???
Ok, das ist absolut maximaler Minimalismus!
So eine Art moderner Diogenes...
Öhm... allerdings bleiben einem da auch garantiert weniger als 10 Freunde, schon angesichts der ca. 100 verschiedenen Ausdünstungen...
Das ist ja das minimalistische Paradoxon laut Professor Doktor Ösi, das einen abnehmenden Freundeskreis bei zunehmenden Körperausdünstungen prognostiziert, während bei abnehmenden Geruchsausstößen nicht automatisch auf einen sich vergrößernden Freundeskreis geschlossen werden kann ...
Du meinst wohl das Bentley Cabrio. Den tiefer gelegten Porsche habe ich eingetauscht, nachdem mir immer diese Jagd erprobten Dackel frech durchs Seitenfenster geschaut haben.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
meine platten und cd´s erffüllen schon den tatbestand des maximalismus )
Vielleicht darf man ja eine Sammlung als nur 1 Ding zählen...
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
100 Dinge, die ich unbedingt brauche ?, ich habe die Liste aufgeschrieben und bin als Einzelstücke nicht auf 100 gekommen, doch schon bei der Kleidung sind es fast 50 Teile (für alle Tages-und Jahreszeiten ), Möbelstücke, Geschirr ( ohne die unnötigen, sogenannten Küchenhelfer,) Badutensilien, Bücher und....Wohngegenstände-Teppiche, Vorhänge......und....nee, all das werde ich nicht aufzählen, liebe Christine. Doch ohne Brille, ( oder die Dritten ), oder meinen Lippenstift, gehe ich nicht aus dem Haus. Ob ich dann glücklich bin, hängt von meinem seelischen Zustand ab.
aber ich kann gar nicht glauben, dass es keine 100 Dinge sind - alleine in meiner Handtasche sind ja schon fast 20 Sachen! Wäre natürlich schon schrecklich neugierig auf deine Liste...
natürlich komme ich auch auf dreimal so viele Sachen, aber ich habe nur 2 Taschen gerechnet, ohne Inhalt, oder in der Brieftasche-nur die Visitenkarten oder einzelnen Rabattkarten......... Ich habe die Liste, doch immer nur was man unbedingt braucht.
Kleidung-40 Teile, Schuhe 8 P. Medikamente (Bedarf), Telefon, Radio, Fernseher, Laptop(Drucker, Uhr (Schmuck ) Geschirr 20 Teile, Ofen, Kühlschrank, Küchenmöbel,Waschbecken-Wasser!!!!!), Kaffeemaschine, Mikrowelle, Lebensmittel-bestimmt 50 Sachen !), Bett, Sofa, Bettwäsche, Möbel( Wohnzimmer), Lampen , Glühbirnen,Schreibutensilien, verswchiedene Papiersorten, von Schreibpapier bis zum WC Papier, Bücher........... Badzubehör, Wäsche, Zahnpaste, Seife, ...Spiegel, Kamm, ,,,,,Putz,- Waschmittel, Waschmaschine,Fotos, Vorhänge, Teppiche, Blumen, Heizungen, Garderobe, Nähzeug, Schere, DVD, CD,Besen Staubsauger, Schirm, Ventilator(Klimawandel ) Tischtücher, Taschentücher und.., Notizbuch und GELD, Schlüssel nicht vergessen.
WOW! Also nur ungefähr 1000 Dinge...
naja, auf ein paar mehr oder weniger kommt es nicht drauf an
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Hallo Christine,
ich denke, die "innere Zufriedenheit" ist das Maß aller Dinge, egal ob wir wenig oder viel besitzen..
Undbedingt!
Ich glaube, das ist ein Widerspruch in sich
zumindest schön paradox...
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
jetzt ist zu spät, aber morgen versuche ich die 100 wichtigsten Dinge aufzuschreiben
es geht doch um DINGE , oder ?
Ja, ich bin echt schon gespannt!!!
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Wie viele von meinen über Hundert Büchern muss ich abgeben? Um "nur das Nötigste" zu besitzen??? Verzichten will ich auf keins - und nu??? Und auf meine Kleidungsstücke auch nicht Die sind ALLE "nötig" - und wenns nur einmal im Jahr ist - zu einem bestimmten Anlass Wenn man halt nicht als urig jagender Analphabet im Busch lebt - sondern mitten in unserer Gesellschaft - dann braucht man halt ein bisschen mehr zm Leben - als jemand, der morgens mit der Sonne aufsteht - und dann mal den Kopf aus der Tür steckt - um zu sehen, was er mit dem Tag anfangen kann.. Was ich besitze, belastet mich nicht - sondern gehört zu mir - und ist Teil meines Lebens. Hundert Paar Schuhe wären dagegen definitiv zu viel - für mich.. 8-)
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Ich denke, angemessene Besitztümer sind nicht zu verachten, aber sie alleine machen nicht aus, dass man glücklich ist. Ich lebe, darf immer noch jeden Morgen gesund aufstehen, gehe immer noch gerne arbeiten (muss aber nicht, das ist der feine Unterschied), kann mir einiges erlauben; was will ich mehr. Alles gut.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren