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Wir alle sind Verwalter von Talenten... (Mt 25,14-30)

Glauben Sie an den lieben Gott?
Und wenn ja, glauben Sie, dass er so lieb ist, wie wir ihn uns vorstellen?
Oder ist etwa unser Glaube in den Kinderschuhen stecken geblieben?
Das Evangelium von den Talenten räumt mit dieser Vorstellung von einem lieben Gott, der uns immer wieder aus der Patsche hilft, egal, was wir vermasseln, gründlich auf.
Nein, am Ende gibt es tatsächlich ewiges Heulen und Zähneknirschen in der Finsternis... womöglich auch für uns.

Aber gehen wir doch mal schön langsam vor mit diesem sehr ernsthaften Text.
Talente, das waren für die Zuhörer Jesu von damals ungeheuer große Geldmengen, die sich keiner zu Lebzeiten verdienen kann. Vermutlich entspricht 1 Talent etwa einer Million Euro heute.
Die Diener im Evangelium haben das zu verwaltende Vermögen einfach nur anvertraut bekommen und keiner kam auf die Idee, diesen Reichtum als persönliches Eigentum zu betrachten.
Es musste eben für den Herrn verwaltet werden und es war gewiss eine sehr ehrenvolle Aufgabe, Verwalter eines solchen Vermögens zu sein.

Der Herr des Evangeliums verteilte die Talente nicht nach dem Gießkannen-prinzip, also jedem gleich viel. Nein, er hat jedem nach seinen Fähigkeiten gegeben. Keiner wurde überfordert, keiner unterfordert. Er war also ein sehr menschenfreundlicher Chef.
Die ersten beiden Diener konnten die Talente verdoppeln und wurden dafür vom Herrn gelobt und belohnt. Die eigentliche Be­lohnung bestand aber nicht in Vermögenswerten, sondern in der Teilnahme an der Freude des Herrn; also die Gemeinschaft mit Gott ist die Belohnung, so macht es Jesus im Gleichnis deutlich.
Dem 3. Diener, der ohnehin nur ein Talent zur Verwaltung be­kommen hat, war die Verwaltung auch von dem wenigen zu viel. Er hat es gleich versteckt und nicht damit gearbeitet aus Angst, weil es nicht ihm, sondern dem strengen Herrn gehörte. So hat er es unangetastet wieder zurück gegeben. Und er dachte dabei, er sei wieder quitt mit dem Herrn.
Er hat ja nichts falsch gemacht, nichts riskiert...
Er war bestimmt ein anständiger Zeitgenosse, der niemandem etwas zu Leide getan hat, kein Verbrecher, kein Gauner.
Auf seine Weise war er durchaus vorsichtig, ehrlich und gewissenhaft...
Aber für sein Verhalten, für seine geringe Wertschätzung des Vertrauens seines Herrn und der ihm überlassenen Talente, für seine Angst, etwas Falsches zu machen und sein tatenloses Abwarten auf die Wiederkunft des Herrn, dafür erntet er die Höchststrafe: Rausschmiss in die Finsternis, Heulen und Zähneknirschen.
Eine schockierende Botschaft!
Können wir nun mit einem andächtigen "Amen" zur gewohnten Tagesordnung übergehen?

Je mehr ich über dieses Evangelium von der Endzeit nachdenke, desto weniger kann ich es aus meinem Bewusstsein ausblenden.
Unsere deutsche Sprache hat diesen Begriff der "Talente" sehr schön übertragen, auf eine viel existenziellere Ebene, weg vom Geld. Talente, das sind nach unserem Sprachverständnis alle guten Eigenschaften, Fähigkeiten, Begabungen und Neigungen, die zum guten Teil auch tief in unserer Seele verwurzelt sind. Und genau um diese Gaben und Gnaden, die wir einzig und alleine von Gott unserem Schöpfer zur Entfaltung und Mehrung bekommen haben, um diese geht es. Diese Talente sind es, die einen Menschen in seiner Größe und Einmaligkeit ausmachen. Und Gott-sei-Dank, es gibt keinen Menschen ohne Talente.
Aber, und das ist die Frage, die wir uns nach diesem Evangelium stellen müssen, wie gehen wir mit unseren Talenten um? Für wen setzen wir sie ein? Was tun wir, um unsere Talente im Sinne Gottes für Sein Reich auf Erden wirksam werden zu lassen? Kann ein Mensch behaupten, er sei Künstler, wenn er nie Kunstwerke geschaffen und die nie jemand zu Gesicht bekommen hat?
Talente existieren nur, wenn sie eingesetzt werden, das ist an dieser Stelle jedenfalls sehr deutlich.
Also, ist die erste wichtige Erkenntnis: Die eigenen Talente müssen entfaltet, in das Leben und Zusammenleben mit anderen gebracht werden.
Jetzt mag es vielleicht jemanden geben, der sich keines besonderen Talentes bewusst ist, der von einer Selbstverständ­lichkeit in die andere lebt; ehrlich, gewissenhaft, unauffällig, anständig und höflich nett, führt ein womöglich müheloses Leben. Fällt nie auf, man sieht ihn kaum, man weiß auch nichts über ihn, nichts Gutes und auch nichts Schlechtes. Selbstzufrieden.

Man sieht ihm nicht an, dass er an den Gott der Liebe glaubt. Hauptsache nichts riskieren, nicht schief angeguckt, in nichts verwickelt zu werden, niemandem zu nahe kommen.
Ach so: Ein Talent hat er doch!
Er versteht es, überall irgendwie durch zu kommen... aalglatt!

Wenn das heutige Evangelium recht hat, dann erwischt es mit dem Heulen und Zähneknirschen am Ende genau diesen Menschen, den ich eben versucht habe zu charakterisieren.
Der Vorwurf: Nicht einmal dieses eine Talent hat er eingesetzt für Menschen, die ihn gebraucht hätten, für jene, die sich über ein gutes, aufbauendes Wort gefreut hätten,
für Worte der Anerkennung und Wertschätzung
für Worte des Trostes und der Ermutigung
für Frieden stiftende Worte.
Niemand kann behaupten, er hätte kein Talent.
Jeder hat eines oder mehrere. Setzen Sie es jetzt ein!

Der Herr wird kommen!
Wir wollen IHM nicht mit leeren Händen begegnen.

www.konrad-heil.de

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33 Kommentare

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Manchmal gefallen mir ihre Predigten, manchmal nicht so. Diese gefällt mir ---- ABER: Wer Gutes tut, nur weil er auf Belohnung wartet, kann es lieber gleich ganz lassen.
'Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze.'
1. Korinther 13, 3
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Ein sehr schönes Gleichnis, Konrad.
Der liebe Gott ist der alte Mann mit dem Rauschebart, der auf einem großen Stuhl a la Thron auf einer Wolke sitzt und lächelnd auf die Menschen niederblickt.
Der liebende Gott alledings, ist ein anderer. Dieser Gott ist absolut, allumfassend. Er bedarf nichts. Er bedarf auch nicht einem Gehorsam der Menschen, oder dass sie ihre Talente einsetzen.

Dennoch stimmt dieses Gleichnis, weil Gott tatsächllich Talente verteilt, die es zu nutzen gilt. Nicht, weil er es verlangt, sondern weil sie ein spiritueller Weg zur Erkenntnis darstellen, dass wir Eins sind. Talente sind gleichsam Botschaften, die in ihren göttlichen Ausdruck im Anwenden finden. Talente nicht zu nutzen, so wie Du es beschreibst, endet nicht in der Verdammnis oder in der Hölle durch Gott. Diese 'Hölle' schaffen wir uns selber, wenn wir eben nicht unser Potential nutzen und vor uns hin dümpeln. Da kann nicht viel Freude sein, in einem solchen Leben. Ich nehme auch an, dass genau diese Menschen oft genug mit ihrem ach so schlimmen Schicksal hadern. Dass sie aber selber die Ursache sind, nehmen sie nicht wahr. Nein, Gott greift da nicht ein. Dann aber wohl, wenn der Mensch sich ihm (wieder) zuwendet, ihn bittet und er seine Möglichkeiten erkennt und wahrnimmt.
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Um zu erklären, dass es Sinn macht, Talente zu fördern, zu entfalten und zu nutzen, bedarf es aus meiner Sicht keiner so umständlichen Ausführungen.
Drohungen wie "Höchststrafe: Rausschmiss in die Finsternis, Heulen und Zähneknirschen." sind zudem da eher kontraproduktiv.
Das kommt leider in der Bibel immer wieder vor. Ich denke, man muss auch die Zeit betrachten, als die Bibel geschrieben wurde, Israel war ja von den Römern besetzt, und die Zeit, als die Bibel übersetzt wurde. Eine Zeit, in der unschuldige Frauen als Hexen und Männer als Zauberer gefoltert und verbrannt wurden. Die Menschen konnten sich wohl kaum so etwas wie Freiheit tatsächlich vorstellen.
Wozu muss man diese Zeit heute noch betrachten? Wir leben jetzt und hier.
Im übrigen gabs sicher auch damals schon freiheitsliebende und selbständig denkende Menschen. Speziell diese Art Talent wurde und wird leider bis heute noch unterdrückt vielerorts. Einerseits aus Angst heraus oder aus Machtinteressen.
Doch, die Zeit muss man unbdingt beachten, damit man eben nicht alles wortwörtlich übernimmt.
Mit Sicherheit gab es selbständig denkende Menschen, die auch noch die Freiheit liebten. Viele sind deshalb gestorben. Und oft genug wurde aus Angst eben nichts gesagt oder getan.
Das tun ja andere mit dem wörtlich nehmen.
Ich für mich hab (teils ja nich ganz freiwillig) genug auf diese Zeit geschaut.
Aber wenn Du mal guckst, wie viel Erziehungsbücher und Zeitschriften es gibt und viele immer noch nicht begriffen haben, wie man andere motiviert, dann muss man trotzdem die Zeit der Schreiberlinge mit in Betracht ziehen. WEnn man die Anfänge der Erziehungsbücher Ende des 18. Jahrhunderts hernimmt, wird einem Angst und Bange, was da den Eltern geraten wurde! Und slebst unsere Eltern sind ja immer noch per Rohrstock erzogen worden. Was liegt da also näher, als Bibelschreiber auch mit Strafe zu drohen. Vielleicht noch nicht einmal aus Machtgehabe heraus, sondern aus falscher Besorgnis. Wobei Machtausübung sicher auch eine nicht zu verachtende Rolle spielt. S. z.B. Koran.
Meine Frage war ja eher, ob es heutzutage noch lohnt, sich damit zu beschäftigen, statt eben z.B. über neue Methoden des Lernens und der Motivation zur Entfaltung von Talenten und Individualität nachzudenken - nach vorn schauen und nich zurück, ohne die Wurzeln zu vergessen.
Ah, das war nicht so erkennbar, jedenfalls nicht für mich

Sowohl, als auch, würde ich sagen. Ich erkläre selber auch sehr gerne in bildern und Beispielen, kommt immer gut an. Die Gleichnisse der Bibel sind nicht die schlechtesten, nur eben dieses Abstrafen würde ich gerne in 'Konsequenz' umwandeln. Denn diese hat man immer, egal wie.
Ich hatte mich halt an Kindheit erinnert, wo mir da so einiges präsentiert wurde, was ich glauben sollte und hinterfragen war unerwünscht. Du hattest wohl vorhin auch beachten statt betrachten gelesen.
Du musst den Glauben sogar hinterfragen, sonst wirst Du keinen mündigen Glauben entwickeln.

Zu den Übersetzungen der Bibel: Auch wenn die Bibel heute übersetzt wird, z.B. in Form der Volxbibel, die ich persönlich sehr klasse finde (http://wiki.volxbibel.com/Hauptseite). kommt man zum gleichen Punkt. Die Volxbibel ist extrem sinnorientiert, d.h. de Wortwahl dient dazu, den Sinn des Textes zu verdeutlichen. Hier der oben genannte Text aus der Volxbibel:
Macht das Beste aus eurem Leben
„Noch ’ne Story: Da war so ein Typ von einer Vermögensverwaltungsfirma, der sich mal ’ne Auszeit nehmen wollte. Er organisierte ein Treffen mit allen Angestellten und gab jedem die Order, mit seinem Geld das Bestmögliche anzufangen.
Dem besten der drei Mitarbeiter gab er 500 000 Euro, der zweite bekam 200 000 und der dritte 100 000 Euro. Dann nahm er den nächsten Flieger und verschwand.
Der mit den 500 000 Euro arbeitete viel mit dem Geld, machte eine Menge Aktiengeschäfte und konnte den Betrag verdoppeln.
Auch der Zweite war recht erfolgreich, er legte seine 200 000 Euro in Immobilien an und konnte ebenfalls alles verdoppeln.
Der Dritte aber wollte auf Nummer sicher gehen. Er packte die Kohle noch nicht mal auf sein Sparbuch, er stopfte es in eine Socke in der untersten Schublade vom Klamottenschrank.
Nach ein paar Jahren kam der Chef zurück und traf sich mit seinen Angestellten im Büro, um abzurechnen.
Der Typ, der 500 000 Euro bekommen hatte, brachte eine Million zurück. Er sagte: ‚Chef, Sie haben mir damals 500 000 Euro gegeben, ich hab noch mal 500 000 draufgelegt.‘
Da war der Chef natürlich total begeistert und lobte ihn sehr: ‚Sie haben es echt gebracht! Sie sind mit dem Geld sehr gut umgegangen, ich werde Sie befördern. Wenn Sie wollen, kommen Sie heute Abend zu meiner Gartenparty, Sie sind herzlich eingeladen!‘
Dann kam der mit den 200 000 Euro und legte seinen Bericht vor. Er hatte seine Kohle auch verdoppelt.
Da war der Chef echt happy und meinte auch zu ihm: ‚Sie haben es voll gebracht! Sie sind mit dem wenigen Geld gut umgegangen, ich werde Sie auch befördern. Wenn Sie wollen, können Sie heute Abend auch zu meiner Gartenparty kommen, Sie sind herzlich eingeladen!‘
Dann kam der Dritte mit den 100 000 Euro an die Reihe. ‚Sie sind doch immer so streng und hart drauf‘, meinte er, ‚und wenn ich mich auch noch so abrackere, am Ende bekommen ja eh Sie den Gewinn.
Und ich hatte irgendwie Angst, dass ich das ganze Geld an der Börse in den Sand setzen könnte. Darum hab ich es in meine Socken gesteckt, da war es ganz sicher. Hier haben Sie es zurück!‘
Da rastete der Chef voll aus: ‚Sie alter Vollidiot! Wenn Sie schon denken, ich will eh nur so viel Geld wie möglich,
dann hätten Sie es doch wenigstens aufs Sparbuch legen können! Da hätte es immerhin ein paar Zinsen gebracht.
Nehmt ihm sofort das Geld ab und gebt es dem, der eine Million Euro hat.
Die nämlich, die das Beste aus ihrem Leben machen und aus den Sachen, die man ihnen gegeben hat, denen kann man auch noch mehr anvertrauen. Die aber mit dem bisschen, was sie haben, auch noch schluderig umgehen, die werden sogar das noch verlieren.
Und diesen Assi, der es zu nichts gebracht hat, den könnt ihr sofort rausschmeißen! Er soll bleiben, wo der Pfeffer wächst, und es wird ihm dort total dreckig gehen in der Dunkelheit ohne Licht.'“
Hallo Uwe, ich finde die Sprache dieser Volx-Bibel arg schnoddrig und das Beispiel mit Börse-Immobilien gfällt mir auch überhaupt nicht, weil hier nicht ein, wie ich meine verdientes Vermögen verwaltet werden soll, sondern es wird gezockt. Das Unterbewusstsein ist ein sensibler Geselle. Die Suggestion heißt hier: zocken ist völlig ok. Für mich recht zweifelhaft.
Hallo Edeltraut, kein Mensch wird je sein Leben verwirken.
@Uwe Spieß, da die Münzen aus dem dunklen Bergwerk kamen, kam ein paar Wochen später der Monsun, Windstärke 9, für die keine Versicherung zahlt. Pipimann Wolke 7-9 überschwemmte Hab und Gut, den sicheren Chef, samt Sklaven, Mägde, Die Börse brachte es auch nicht mehr. Jetzt liegt er auf dem Acker, med. Hirntod, hofft, glaubt, liebt, weiß nichts mehr und ist erlöst vom Wahn.
@ Margarete: ???
@ Renate: Die Volxbibel ist eine Übertragung der Bibel in die heutige Jugendsprache, entsprechend der Text. Gerade jüngere Menschen (oder jung gebliebene wie ich) erfassen den Sinn der Texte durch die ihnen bekannte Sprache extrem schnell.

Du findest in der Bibel recht viele Beispiele von Menschen, die ihr Leben verwirkt haben. Meistens (ich glaube eigentlich immer, bin mir aber gerade nicht ganz sicher) durch bewußte Sünde. Sogar im Neuen Testament: Apg. 5 (aus Rücksicht auf Renate nicht VOL, NLB):

Hananias und Saphira
Auch ein Mann mit Namen Hananias verkaufte mit seiner Frau Saphira etwas von seinem Besitz. Er brachte mit Wissen seiner Frau den Aposteln einen Teil des Geldes, behauptete aber, es sei der gesamte Erlös. Da sagte Petrus: »Hananias, warum hat Satan Besitz von deinem Herzen ergriffen? Du hast den Heiligen Geist belogen und einen Teil des Geldes für dich behalten. Es war dein Besitz, den du nach Belieben verkaufen oder behalten konntest. Und auch nachdem du ihn verkauft hattest, durftest du mit dem Geld machen, was du wolltest. Warum hast du das getan? Du hast nicht uns belogen, sondern Gott.« Als Hananias diese Worte hörte, fiel er um und war tot. Jeder, der von der Geschichte erfuhr, war entsetzt. Schließlich kamen einige junge Männer, wickelten Hananias in ein Tuch, trugen ihn hinaus und begruben ihn. Etwa drei Stunden später kam seine Frau. Sie wusste noch nicht, was geschehen war. Petrus fragte sie: »War das der Preis, den dein Mann und du bei dem Verkauf erzielt habt?« »Ja«, erwiderte sie, »das war der Preis.« Da sagte Petrus: »Wie konntet ihr beide nur auf einen solchen Gedanken kommen, den Geist des Herrn auf die Probe zu stellen? Gleich vor der Tür stehen die jungen Männer, die gerade deinen Mann begraben haben; sie werden auch dich hinaustragen.« Augenblicklich stürzte auch sie zu Boden und starb. Als die jungen Männer hereinkamen und sahen, dass sie tot war, trugen sie sie hinaus und begruben sie neben ihrem Mann. Furcht überkam die gesamte Gemeinde und auch alle anderen, die davon erfuhren.

"Jeder, der von dieser Geschichte erfuhr, war entsetzt." Ich übrigens auch! Das war im 2. Teil der Bibel! Und sogar bei Angehörigen einer Gemeinde, die ganz offensichtlich etwas Gutes tun wollten! Aber in diesem Moment (ich weiß noch nicht, warum) war diese Lüge ein NoGo mit den "natürlichen" Konsequenzen: Der Sünde Sold ist der Tod!
Die positive Folge in der Gemeinde: Die Ehrfurcht vor Gott stieg gewaltig. Und meine gerade auch wieder....
Danke Uwe
Mal ganz im Ernst, Du glaubst doch wohl selber nicht, dass Gott derart handeln würde. Wenn dem so wäre, gäbe es keine Menschen mehr, so sehr, wie sie allesamt lügen.
Nach Dieser Geschichte tötet Gott also sündige Menschen.

Welche Veranlassung hätte er dazu? So wird doch schon allein Jesus Opfer (welches auch falsch verstanden wurde) ad absurdum geführt.
Die eigentliche Bedeutung von Jesus Tod war die Auferstehung, die Inkarnation, das Aufzeigen, dass es keinen wirklichen Tod (nur phys.Tod) gibt.

Also, nochmals: Wir sind Gottes Schöpfung, Teil von Gott. Wir, unsere Seelen haben vergessen, dass wir von Gott kommen und in aller Wahrheit eins mit ihm sind. Jesus wusste das, er lebte in einer sehr hohen Bewussteheit als Mensch. Er annte uns im übrigen 'seine Brüder', warum wohl?
Unsere Seele soll sich lediglich an das Eins-Sein erinnern. Wenn dem so ist, werden wir ein au Gott gerichetes Leben führen, ohne wenn und aber.
Was in der Bibel als Sünde bezeichnet wird, ist Handeln ohne Gott, bzw. Handeln ohne Bewusstheit. Deshalb werden wir auch immer wieder inkarnieren und irgendwann ganz bei Gott ankommen.
Gott ist absolut, allumfassend liebend! Gott bedarf nichts, weil er alles hat. Einen Widersacher zu Gott gibt es nicht. Wozu auch? Das ist rein menschliches Verständnis, um Gut und Böse zu verdeutlichen. Mehr nicht.
Mich erstaunt schon auch, mit welcher Selbstverständlichkeit von immer noch vielen Menschen die Bibel als das Mass aller Dinge angesehen wird, obwohl es doch genügend Indizien gibt, die dagegen sprechen.
Werner, ich spreche nicht von Religion, sondern von Gott. Gott ist keine Person, max. ein Wesen. Wir können nicht immer alles tatsächliche erfassen, was ist. Es ist vermutlich auch besser so, sonst würden wir irre. Gestern sah ich auf N24? eine Doku 'Gott und das Universum'. Auf Youtube zu finden. Den Link stelle ich nicht ein, sonst läd es hier immer alles so lange.

Edeltraut,nich MEINE pers. Meinung, ich ahbe mir das nciht ausgedacht. Ich bin ldiglich zur Überzeugung gelangt, dass das, was Neale Donal Walsch in 'Gespräche mit Gott' niedergelgt hat, sehr viel Sinn macht. Das ist, was hier weitergebe, damit diese Elende Angst vor einem imaginären Teufel, Satan, Hölle und Bestrafung ein Ende finden kann. Angst macht unbeweglich, unfrei und krank.
Gottes Anliegen ist, dass wir uns zum Eins-sein hinwenden, dass wir glücklich und zufrieden und in Frieden miteinander leben.


Knight Mover, gar nicht so sehr gegen die Bibel (sie beinhaltet die Wahrheit) an sich, sondern es sind die Verzerrungen, die durch Schreiber/Übersetzer verursacht wurden.

Was mich noch in Bezug auf das 'tot umfallen' des lügnerischen Ehepaares interessieren würde, ist der hebräische oder griechische -mgl.- Urtext. Vielleicht kann uns da Konrad weiterhelfen?
@renate: wie kommst du darauf, dass die Bibel "die Wahrheit" beinhaltet?
Ich hab sie ja gelesen, natürlich nur in einer deutschen Übersetzung und auch einiges darin gefunden. Mehr aber nicht.
Du verkündest also nicht deine Gedanken sondern die eines Herrn Walsch - Was ist denn deine persönliche Meinung?
Nochmal: Die Angst vor Hölle, Satan, Bestrafung ist vollkommen substanzlos, da Gott das Problem der Sünde vor 2000 Jahren gelöst hat. Er hat das ja alles auf sich genommen, die Folgen der Sünde selbst getragen. Allerdings kann man als Mensch zwischen Segen und Fluch wählen, dazu hat man den freien Willen. Wenn, einfach ausgedrückt, man zu ihm sagt "Dein Wille geschehe in meinem Leben", wird auch genau das passieren. Man wählt den Segen. Wenn man, und das gilt auch für Teilbereiche wie Finanzen, Beziehungen, Ehrlichkeit usw. sagt, dass man das definitiv nicht so will, wie Gott es sieht, dann sagt Gott zu einem: "Dein Wille geschehe!" Und in dem Moment trägt nicht mehr Gott die Folgen, sondern man selbst. Keine gute Idee! Wir nennen das dann auch Bestrafung.....
Abgesehen davon, dass Gott auch wirklich eingreift. Und manchmal auch drastisch wie bei Ananias und Saphira.
@ Renate: Ich weiß, dass Gott so handelt! Weil die gesamte Bibel das so aussagt! Und Du versuchst alles, was Du nicht begreifst oder was nicht in Dein persönliches Bild von Gott passt, auszustreichen. Dann bleibt aber von der Bibel nicht mehr so viel übrige, wie wir ja schon festgestellt haben.
Wie gesagt: Wenn mir was nicht passt, was ich in der Bibel finde, kotz ich mich beim Author aus und frage nach, was der Scheiß soll. Manchmal kriege ich eine Antwort, manchmal merke ich, wie sich meine Herzenseinstellung zu verschiedenen Themen ändert, manches weiß ich immer noch nicht.
Die Autoren der Bibeltexte sind vor langer Zeit verstorben.
Stimmt, ich schrieb 'nicht meine pers. Meinung'. Ist ein wenig missverständlich. natürlich bin ich dieser Meinung, sonst würde ich sie nicht kund tun. Aber es ist nichts, was ich mir allein ausgedacht habe. Allerdings finde ich eben vieles, was ich längst in meinem Leben dachte, bestätigt. Vor allem die Unlogik, dass Gott bedingunslos liebt und dann aber, wehe, man schenkt ihm keine Aufmerksamkeit, unerbittlich zuschlägt. Das macht einfach keinen Sinn. Es gibt keinen Grund für Gott, so zu handeln.

Nein Uwe, ich streiche einfach nur die Verzerrungen heraus. Und ich weiß, dass das richtig ist, weil es sich stimmig anfühlt. Wenn Gott selber tötet, dann braucht es erst recht keinen Teufel mehr. Und Gott tut es nicht!
Die Essenz des Glaubens ist auch nicht besonders voluminös. Was wurde schon alles in die Bibel hineingenommen und wieder verworfen. Guck Dir allein die Apogryphen an. Wer weiß was da sonst noch so ist. Wer hat das festgelegt? Die Menschen.

Natürlich klingt das, was ich schreibe blasphemisch. Vor allem für Bibeltreue. Damit kann ich aber gut leben. Ich weiß um die vielen Möglichkeiten, die sich mir nun wirklich erschließen, ich weiß nun darum, dass ich im Grunde nichts mehr falsch machen kann. Ich weiß um die Verbindung zu anderen Menschen, dass wir eigentlich nicht getrennt sind. Es macht einen riesen Unterschied, ob ich nun Gott um etwas bitte und ich kann mir nicht 100% sicher sein, ob ich es auch verdient habe, ob ich mir 100% sicher sein kann, dass ich immer und zu jeder Zeit alles haben kann, was ich brauche, in dem ich 100%es Vertrauen zu Gott habe. Ich traue ihm einfach zu, dass er sich für mich interessiert, schon immer. Ich bin nicht mehr auf eine evtl. Gnade angewiesen, weil er keine Gnade in dem Sinne ergehen lässt, da er erst gar nicht verurteilt. Das ist ein Unterschied. Es lebt sich deutlich leichter mit diesem erweiterten Bewusstsein.
@ Night Mover: Der "Ghost Writer" dahinter nicht. Den kann man immer fragen.
Ghost Writer wären ja dann die Verfasser der Bibeltexte unter Anleitung oder wie soll ich dein Bild verstehen?
An eine Gott-Person, die einigen Altvorderen Menschen ein Buch diktierte mit all seinen Gedanken glaub ich eh nicht. Das scheint mir unlogisch.
Ach Werner, ich vestehe Deinen Missmut. Du hättest gerne, dass Gott mal mit der Faust draufhaut und ein Donnerwetter loslässt, damit hier endlich Frieden herrscht. Wäre vielleicht nicht übel, aber nicht hilfreich.
Es liegt ganz einfach an der mangelnden Bewusstheit der Menschen die diese Sch... hier einrühren. Ich nenne das ganz einfach primitiv. Primitive Denkweise, sonst nichst.

Ich vergleiche es mal mit dem Autofahren. Da gibt es haufenweise Geschwindigkeitsbegrenungen. Nehmen wir mal an, sie sind zu recht, wegen der Sicherheit ausgewiesen. Einen echten Raser, der kein Bewusstsein dafür entwickelt, wird immer rasen, auch wenn der Lappen schon oft weg war deswegen.
Und so ist es mit den unbewusst lebenden, die ihre dämliche vermeintliche Macht ausüben wollen, genau so.
@Werner: Was macht glauben an einen Gott sinnvoller, wenn man die Bibel berücksichtigt, als wenn nicht?
Nein, WErner, Gott ist nicht religös, er ist nicht katholisch oder buddhistisch oder freikirchlich. Es bedingt einesfalls einander. Im Gegenteil. Ohne Religion ist es viel einfacher an Gott zu glauben. Und Gott ist für mich kein Vaterersatz. Er ist mir tatsächlich Freund geworden. Und es ist auch keine Angst vor dem Leben. Auch das Gegenteil ist der Fall. Ich hatte bis vor kurzem noch Furcht vor evtl. Verdammnis (was mir aber schon immer unloisch schien). Nun weiß ich, dass es sie nicht gibt.
Für mich ist Gott existent, weil er das leben bedeutet. Einzelne Sbstanzen haben nicht mal eben zufällig sich herzlich begrüßt und gesagt, ach schön, Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, kommt mal her, wir machen jetzt 'ne Aminosäure aus uns und dann basteln wir uns noch 'ne DNA. Das ist der größte Humbug aller Zeiten. Zufällig ist hier gar nichts. Ich sehe Gott ständig, sogar, wenn ich in den Spiegel schaue
Wissen sie es mit??? - Ich habe da Zweifel
Zumindest könnten sie es wissen...
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