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Wahre Religion - eine Fiktion

Von wize.life-Nutzer - Dienstag, 03.11.2015 - 19:45 Uhr

Wahre Religion existiert nur in den Köpfen ihrer Anhänger.

Religion entstand wohl mit Beginn des menschlichen Denkens. Zunächst ging es um die Einordnung von Naturerscheinungen und Umweltveränderungen, deren Gesetzmässiglkeiten zunächst nicht erfassbar waren. Nach und nach erkannte man schrittweise die Naturgesetze dieser Welt. Es blieben und bleiben bis heute aber immer noch genügend offene Fragen und somit Raum für Spekulationen.

Nach und nach differenzierten sich die persönlichen Wahrnehmungen und Erkenntnisse je nach Lebensumständen und Zugang zu wissenschaftlicher Bildung.

Es gab und gibt seitdem Streit, was denn die wahre Religion sein soll und aus meiner Sicht hat da keiner Recht, wenn er seine persönliche Religion für absolut wahr erklärt. Die Begründungen mit irgendwelchen "heiligen" Schriften wie Bibel, Koran oder so liefern keine stichhaltigen Argumente, weil sie nur aus Sicht und speziellen Interpretation der jeweiligen Betrachter für diese als wahr erscheinen, einer objektiven Überprüfung aber nicht standhalten.

Es gibt nicht den geringsten Beweis für die Existenz eines Gottes.

Speziell wenn hier einige von Endzeit reden und sich als elitäre Minderheit betrachten, wie es sogenannte "Zeugen" derzeit vertärkt hier tun, kann doch jeder logisch denkende Mensch nur mit dem Kopf schütteln.

Die aktuellen Probleme können nur wir Menschen selbst lösen. Ein eingebildeter Gott wird da nicht helfen, wie immer - und schon gar nicht solche möchtegern Propheten, die sich als dessen exklusive Vertreter aufschwingen.

Es gibt viel zutun - packen wirs an.

13 Kommentare

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Es gibt nicht den geringsten Beweis für die Existenz eines Gottes, sagst Du (und viele andere). Sah ich doch neulich eine Doku über die Entstehung des Universums. Es gibt, wenn ich das richtig verstanden habe fünf Entstehungstheorien. Den Urknall, die Ursuppe, Strings, Raum-Zeit-Krümmung und noch was mit Parallelen? (habe ich vergessen). Jede Theorie wurde erläutert und klang in sich recht logisch. Doch bei jeder Theorie tut sich die immerwährende Frage auf: 'Und wo kommt nun DAS her?' Der Urgrund für den Urgrund kann nicht ausgemacht werden, dennoch muss er vorhanden sein. Dieses Etwas ist unerklärlich.

Nehmen wir an, dass Gott-Alles-ist-was-ist (also wirklich alles über im Universum/Universen), dann ist außerhalb des Allen nichts. Das heißt, es gibt kein Außerhalb.

Knight, Du musst doch nicht an Gott glauben. Er braucht Dich nicht und Du brauchst ihn nicht. Der einzige Unterschied ist, dass Du die Fülle des Lebens (Gott = Leben) nicht nutzen kannst.

PS: Die aktuellen Probleme MÜSSEN wir Menschen selbst lösen! Wir haben sie uns selbst eingebrockt. Ein erster Lösungsansatz ist die Verabschiedung von der Illusion, dass wir das Brauchen brauchen.
Man kann natürlich weiterhin alles unerklärbare Gott nennen, um so zu einem vollständigen Weltbild zu kommen, nur löst das letztlich keine der offenen Fragen wirklich.
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"Hilf Dir selbst, so hilft Dir Gott !" - Diese Weisheit ist sicher auch schon sehr alt. Man hört sie auch aus dem Mund von Glaubenden, und sie drückt ja die Erkenntnis aus, dass "Gottvertrauen" allein oft nicht genügt, um ein Problem zu lösen. Auch ein inbrünstiges Gebet mit der Bitte um Hilfe in scheinbar aussichtsloser Notlage wird kaum je wircklich von Nutzen gewesen sein. selbst wenn es am Ende so ausgesehen hat. Der Glaube and einen "gütigen" und helfenden Gott wird - statistisch gesehen - ebenso oft enttäuscht werden wie er sich als wahr erweist. Zweifellos kann es aber hilfreich sein, mit schweren Schicksalsschlägen besser fertig zu werden, wenn man davon überzeugt ist, eine stützende übermächtige Kraft hinter sich zu spüren.
"eine stützende übermächtige Kraft hinter sich zu spüren" ist sicher ein gutes Gefühl. Ich denke allerdings, dass diese Kraft - die Kraft der Natur - bestimmt durch deren Gesetze, allem und jedem innewohnt und überall wirkt.
Religionen waren und sind für mich nur Hilfskonstrukte aus Unwissenheit, die letztlich nur Menschen in ihrer freien Entfaltung behindern.
Knight
Ich sprach von dem subjektiven Gefühl, oft von Gläubigen als ein Gefühl der "Geborgenheit" bezeichnet, was natürlich auch die eigenen Kräfte stärken und zur Bewältigung eines Problems beitragen kann. Und wenn dann die Probleme wirklich gelöst werden, stärkt das wiederum den Glauben. Das läuft dann wie ein sich selbst verstärkendes Regelwerk.
Dies hab ich schon so verstanden und ja bestätigt mit meiner Antwort.
Religiöse Wahrheit ist also auch für dich gefühlte Wahrheit und keine objektive.
Selbsterfüllende Prophezeiung ist ja ein bekanntes Phänomen.
Religiöse Wahrheiten mit Absolutheitsanspruch kann es schon deshalb nicht geben, weil es davon zu viele gibt, die sich - zumindest in Teilen - widersprechen. Befreite man sie von allem dogmatischen Klimbim - was natürlich nicht geht, denn Religionen leben von und beruhen auf Dogmen - , dann könnte man einen "Wahrheitskern" ausmachen: das Gebot der Nächstenliebe, welches uns befähigt, in Frieden miteinander zu leben.
Genau dies ist das Problem aller Religionen, speziell mit Gottesbezug und eben Dogmen.
Der aus meiner Sicht völlig hilflose Versuch hier mit einer ellenlangen wortreichen Beitragsserie eine angeblich neue wahre Religion auf biblischer Grundlage herauszuarbeiten, bestätigt dies erneut eindrucksvoll.
Dogmen sind per definitionem Glaubenssätze mit dem absoluten Anspruch auf Gültigkeit. Da Religionen ohne solche Glaubenssätze nicht auskommen bzw. bedeutungslos werden, wenn man ihnen die Dogmen nimmt, fällt jedes noch so ausgeklügelte Glaubensgebäude in sich zusammen.
Daraus resultiert der Widerstand, der jedem Versuch entgegengebracht wird, mit bisher geglaubtem Aberglauben - denn darum handelt es sich in der Regel bei Dogmen - aufzuräumen. Wenn sich dann auch noch religiöser Fanatismus mit weltlicher Macht verbinden kann, entsteht ein gefährliches und hochexplosives Gemisch, dessen Auswirkungen wir zur Zeit an vielen Stellen der Welt erleben können.
Da stellt sich die Frage, wie man dem wirkungsvoll begegnen kann. Die logische Widerlegung von Gültigkeit und Sinn solcher Dogmen hilft nicht wirklich, zumindest nicht kurzfristig.
Eine Überstülpung sogenannter "Werte" mit Waffengewalt von aussen ist ganz offensichtlich der falsche Weg. Generell die Lieferung von Waffen an scheinbar genehme Gruppierungen und Staaten ist verwerflich und dem Frieden nicht dienlich.
Der Prozess, der mit der Aufklärung in Gang kam, ist noch lange nicht zuende. Es wäre ja schon viel damit erreicht, wenn z.B. die Kirchen das, was sie Sonntag für Sonntag von der Kanzel propagieren, in die Tat umsetzen würden - wenn sie die Lehrsätze ihres "Herrn" Jesus ernst nehmen und sich um die Armen und Notleidenden weltweit mehr kümmern würden anstatt weiterhin Reichtümer anzuhäufen; - wenn sie - dem Appell ihres Oberhauptes Franziskus gemäß - ein offeneres Ohr hätten für die wahren Bedürfnisse ihrer "Schäfchen".
Ich weiß, dass ich damit vom Thema ahweiche, aber mir scheint, dass es doch einen Bezug gibt zwischen der offensichtlichen Verkrustung der Institutionen und der Überlebtheit jahrtausende alter Glaubensgrundsätze.
Das Thema sehe ich nicht so eng und jeder Gedanke, der zu einer zukunftsträchtigen Lösung beitragen könnte, ist willkommen.
Die Menschen werden sich zu allererst befreien müssen von der Bevormundung durch diejenigen, die von sich behaupten, im Stande der "Wissenden" zu sein: von den Gurus, den Kirchenoberen, von allen, die ihnen vorschreiben, was sie zu glauben haben. Wenn diesen Typen die Macht genommen wird, die sie noch heute besitzen, ist schon viel gewonnen. Das kann aber nur geschehen durch Bildung und Aufklärung, was die Menschen befähigen würde, das Lügengebäude zu durchschauen, welches nur der Machterhaltung einiger Auserwählter dient. Wäre das erreicht, würden es auch weltliche Herrscher schwerer haben, das Volk zu manipulieren und für ihre Zwecke zu missbrauchen.
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