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Was Frauen wirklich denken: Wann bin ich reich?

Was Frauen wirklich denken: Wann bin ich reich?

Von wize.life-Nutzer - Freitag, 11.04.2014 - 10:14 Uhr

Wann beginnt Reichtum? Ab welchem Jahreseinkommen, mit welchem Sach- und Barvermögen? Kann man Reichtum überhaupt objektivieren? Mit der so genannten Reichensteuer unternimmt man einen vordergründigen Versuch. Sie wird gerne auch als Neid- und Millionärssteuer bezeichnet und ist wenig effektiv. Nachweislich nimmt der deutsche Staat weniger Steuern ein - 2010 rund 640 Mio. Euro - als er gerne vorgibt. Absolut sind 640 Mio. Euro natürlich sehr viel, für mich sogar unvorstellbar viel, aber relativ betrachtet im Verhältnis zu unseren aufgeblähten Staatsausgaben und Milliardenrettungsschirmen verschwinden sie wie Eis am Stiel in der Sommersonne.

In der vielfach und auch sehr konfliktiv geführten Debatte um die Besteuerung der Reichen fehlt mir eine wichtige Bedeutung von Reichtum. Prof. Thomas Dryen hat diese in seinem Buch "Goldkinder" beschrieben.

Der wahre Wert des Geldes liegt nicht in dessen Anhäufung. Vermögen ist viel mehr.


Wer nur Geld verdienen und haben will, hat und verdient nur Geld. Vermögen hingegen verpflichtet und bedeutet individuelle wie auch gesellschaftliche Verantwortung. Dabei beziffert sich Vermögen nicht nur in "Geldwert", sondern auch und vor allem in immateriellen Werten und einer sinnvollen Antwort auf die Frage, warum bin ich da.

Sprich: man kann eine Million im Lotto gewinnen und ist (bald wieder) arm. Man kann wenig haben und hat viel zu geben. Man kann viel Geld in riskanten Börsenaktivitäten gewinnen und es sinnlos verprassen. Man kann Familienvermögen sinnvoll und nutzbringend einsetzen.

Viel Geld und Vermögen ist nicht an sich besser oder schlechter als wenig Geld und Vermögen. Es kommt darauf an, was man daraus macht.


Wäre es anders, hätten wir mindestens 1000 superglückliche Menschen mehr auf diesem Planeten. 1000 Milliardäre gibt es weltweit, Tendenz und Zahl steigend. Aber mal ganz ehrlich: sind und leben sie wirklich glücklich? Bringen sie ihr Potenzial, ihre Talente wirklich ein? Hat und kennt ihr Leben einen Sinn, eine Aufgabe, ein Warum? Wer keinen Sinn in seinem Tun erkennt, erlebt maximalen Stress. Dies gilt nicht nur an Arbeitsplätzen, dies gilt für das gesamte Leben.

Ist deshalb jeder glücklich, der wenig hat?


Der Umkehrschluss gilt wohl ebenso wenig. Wann also bin ich reich? Ich glaube und da kann ich letztlich nur für mich sprechen (und die Frage an Sie weitergeben):

  • Ich bin und fühle mich reich, wenn ich zufrieden bin mit dem, was ist und wer ich bin.

  • Wenn ich nicht bin, um zu haben, sondern um zu sein.

  • Wenn ich Glück und (inneren) Reichtum nicht an diesem oder jenem festmache.

  • Und wenn ich bereit bin, anderen neidlos zu lassen, was sie sind und haben, und meinen eigenen Weg zu gehen.

Die reichsten Momente meines Lebens hatten, wenn ich zurückblicke, nichts mit Geld zu tun.


Sie waren verbunden mit Wärme und Freude, Glück und oft ganz kleinen Dingen. Zum Beispiel stand ein kleines Eichhörnchen vor kurzem in meinem Wohnzimmer. Es lebt draußen in einem Baum und traute sich immer weiter in meine Nähe, wenn ich auf der Terrasse war. Und an diesem Sonntag, ich kam gerade aus der Küche, hat es den Schritt über die Schwelle gewagt. Es sah kurz in meine Richtung und erkundete dann in aller Seelenruhe mein Zuhause. Oder war es nun sein Zuhause?

Ein Zeichen für Vertrauen und ein wunderschönes Geschenk für mich, das kein Geld der Welt kaufen kann.

182 Kommentare

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Reich bin ich nicht nur durch Geld und Vermögen. Es ist zwar schön , wenn man es sein eigen nennen kann. Jedoch wirklich reich ist man , wenn man Familie und gute Freunde besitzt. Reichtum das musste ich letztes Jahr feststellen, ist Gesundheit und Zeit. Der Faktor Zeit wird sehr unterschätzt. Hatte nie Zeit!!!!!
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Liebe Frau Sonja, was können wir mit Ostern verbinden? Ich verbinde Johannes 3,16: "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengehe, sondern ewiges Leben habe." - meiner Meinung ist das wahres Reichtum...
Dieser Vers ist das Herzstück der Bibel. Es ethält ihre wichtigste Botschaft. Jedes Wort darin ist großartig.Die Alternative zum Reichtum dieser Welt ist: zur Verdammnis , ist, Schätze in der Ewigkeit Gottes zu sammeln! ...
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Ohne viel zu sagen, Für mich ich Reichtum meine Zufriedenheit mit meinem Leben. Das beste Beispiel dafür ist meine Oma, sie war immer mit dem wenigen zufrieden was sie hatte,obwohl sie viele Schicksalschläge erlebt hat. Und heute ist sie 106 Jahre und das blühende Leben.
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Es wäre für die Diskussion nützlich , zwischen materiellem und nichtmateriellem Reichtum zu unterscheiden. Nichtmaterieller Reichtum, wie er in mehreren Beiträgen in verschiedenen Facetten genannt wurde (Gesundheit, Anerkennung etc.), ist die Basis für das Glücklichsein. Für materiellen Reichtum gilt das nur sehr begrenzt, nämlich bis zu einer bestimmten Höhe des Vermögens. Wird es weiter gesteigert, wird das individuelle Glück kaum noch vergrößert.
Apropos Reichensteuer: man kann das Geld, das zur Finanzierung gesellschaftlicher Aufgaben zusätzlich erforderlich ist (z.B. für Energiewende oder bessere Ausbildung), nur dort holen, wo es im Übermaß vorhanden ist. Das oft vorbrachte Gegenargument, daß Besserverdienende ohnehin genug Steuern bezahlen, kann ich nicht gelten lassen. Entscheidend ist für mich nicht, wieviel jemand bereits für Gemeinschaftsaufgaben aufbringt, sondern wieviel ihm am Ende zum Leben übrig bleibt !!
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Reich ist man, wenn man mehr hat, als man braucht, um sein Leben zu erhalten bzw. seine Grundbedürfnisse zu decken (Nahrung, Wohnung, Kleidung). Übermäßiger Reichtum ist ein Machtfaktor. Mächtige Menschen leben jedoch stets in der (nicht unbegründeten) Angst, ihre Macht zu verlieren, denn es gibt stets noch Menschen, die noch mächtiger sind. Reichtum macht süchtig, aber nicht glücklich.
Glücklich sein, hängt mit der individuellen Lebenseinstellung zusammen. Wenn ich das schöne Frühjahr genießen kann, ohne gleich zu befürchten, dass es einen verregneten Sommer gibt. Wenn ich mich über eine gute Pflege freuen kann, wenn ich krank bin. Wenn ich mich von meinen Mitmenschen angenommen fühle. Wenn ich von meinem Chef oder den KollegInnen gelobt werde. Wenn ich in einer stabilen Beziehung leben darf. Wenn mir meine Frau nach 40 Ehejahren erklärt, dass sie mich liebt.
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Reich ist man, wenn man gesund ist, das ist mein Motto !
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Ich bin reich mit meinen Kindern. Ich bin Glücklich dass kein Geld der Welt kaufen kann.
Hallo Diana,
schade das ich es nicht lesen kann - aber du hast vollkommen recht - kein Geld der Welt kann niemandem die Liebe der und zu unseren Kindern überbieten!!!

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Für mich gibt es keinen grösseren Reichtum als Zufriedenheit!
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ohne viel Worte -Zufriedenheit mit sich in sich und um sich!
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Ich gehe mal davon aus dass das Thema nicht frauenspezifisch ist.
Reichtum ist für mich weder hungern noch frieren zu müssen, meinen Lebensbedarf abzudecken, Gesundheit und keine finanziellen Sorgen zu haben.
Sich an vielem erfreuen.
Kleine Anmerkung: "Was Frauen wirklich denken" ist zwar von einer Frau geschrieben und repräsentiert damit erst einmal meine Meinung. Aber sie ist immer eine Einladung an Frauen und Männer, ihre Meinung zu sagen - gerne auch wenn sie eine ganz andere als meine ist.
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