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Wenn alles wegfällt (eine Geschichte)

Von wize.life-Nutzer - Donnerstag, 08.10.2015 - 14:32 Uhr

Wenn alles wegfällt (eine Geschichte)

((Vorweg: im August 2015 gab es in einem Flüchtlingsheim in Suhl Unruhen. Ca. 50 Personen waren beteiligt.))

SUHL
Plätze: 1200
Belegte Plätze: 1800
Beteiligte: 50
Unbeteiligte: 1750.

Wenn alles wegfällt
- eine Geschichte -

... wenn alles, alles wegfällt. Die gewohnte Umgebung. Die gewohnten Mitmenschen. Um mich herum werden hauptsächlich fremde Sprachen gesprochen, insbesondere, wenn es um wichtige Dinge geht.

Was bleibt mir? Eine alte Smartphone - Kopie, ja und meine Bibel, die sie hier Koran nennen.
Mir bleiben noch die Erinnerungen. Aber die tun weh. Weil sie von Leid, Flucht, Schmerz handeln. Oder eben von Glück - das aber nun tausende Kilometer weit weg ist.
Mir bleiben noch meine Sitten und Gebräuche. Meine Essensgewohnheiten. Und die Reste meines Glaubens - an die ich mich aber umso verzweifelter klammere.

Heute war es sehr heiß. Ich musste zum Arzt. Mein Zustand ist nicht gut. Als ich zurück kam, gab es keine Wasserflaschen mehr. Jemand sagte, ich solle aufs Klo gehen, da sei ein Wasserhahn. Aufs Klo? Und Wasserhahn: Wasser aus Hähnen ist sehr gefährlich, dass weiß jeder aus meinem Dorf! Sehr oft wird man noch mehr krank davon!

Heute Abend gab es dann seltsames Fleisch in so silbernem Papier. Es sah aus wie Schweinefleisch. Ich hatte großen Hunger, aber ich wollte es nicht. Was der Mann gesagt hat dazu, habe ich nicht verstanden. Aber er schien wütend, als ich zwei mal ablehnte.

Ich bin nicht gesund, ich bin durstig und hungrig.
Überall sind Leute. Viele verstehe ich nicht. Ich sehe den Mann aus Erithrea. Ich glaube, er ist ein wenig verrückt. Das wäre ich ja vielleicht auch, wenn ich er wäre - aber er scheint nicht mehr an Allah zu glauben. Auf der Flucht wurde seine Frau vergewaltigt und seine kleine Tochter umgebracht.

Aber er muss an Allah glauben! Er MUSS. Wer sonst soll uns denn noch helfen! Er kreischt herum und reißt Seiten aus seinem Koran. Er zeigt in Richtung Klo, will dahin rennen.
Das geht nicht. NEIN! Ich stürze auf ihn zu, er will mich wegschleudern. Ich schlage zu. Mit aller Macht, mit aller Wut. Mit aller Verzweifelung!!

BTB

28 Kommentare

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In diese Form gebracht könnte man fast jedes Fehlverhalten entschuldigen!
Entschuldigen? Lesen Sie das so hinein? Drin steht es nämlich nicht.
Ja, es wirbt um Verständnis. MancheR scheint ja nur in einfachen Begrifflichkeiten und mit kurzem Horizont denken zu können, mit Verlaub. Daher ist das wohl leider nötig.
"DIE" sind Gast. "DIE" haben gefälligst dankbar zu sein! "DIE" haben alle Regeln und Gesetze wesentlich besser zu befolgen, als jeder Biodeutsche!!
Flüchtlinge sind keine Gäste. Sie nehmen ein Recht wahr, dass ihnen unser Grundgesetz garantiert.
Dieses garantiert - eigentlich - auch die Würde jedes Menschen in seinem Gültigkeitsbereich.
In Massenunterkünften ohne Privatsphäre, mit davor marodierenden Neonazis, die auf den nächsten Brandanschlag lauern, etc. pp. - ist diese nicht immer gegeben.
Leider.
Wem das Grundgesetz nichts gilt - die PEGIDESEN sprechen doch immer vom "Christlichen Abendland" ...
Was sagt die BIBEL? Dieses:

DIE BIBEL:

2. Moses 23:
"6 Du sollst das Recht eines Armen nicht beugen in seiner Sache. 9 Die Fremdlinge sollt ihr nicht unterdrücken; denn ihr wisset um der Fremdlinge Herz,"

Matthäus, 25, 40:
"Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“

Sacharja 7:
"9 So spricht der Herr der Heerscharen: Übt getreulich Recht, und jeder erweise seinem Bruder Gnade und Erbarmen; 10 bedrückt nicht die Witwen und Waisen, auch nicht den Fremdling und den Armen, und keiner sinne Böses in seinem Herzen gegen seinen Bruder!"

Jesaja 58, 6-7:
"... Laß los, welche du mit Unrecht gebunden hast; laß ledig, welche du beschwerst; gib frei, welche du drängst; reiß weg allerlei Last; 7 brich dem Hungrigen dein Brot, und die, so im Elend sind, führe ins Haus; so du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht von deinem Fleisch."

Sprüche 31,8-9:
„Du aber tritt für die Leute ein, die sich selbst nicht verteidigen können! Schütze das Recht der Hilflosen. Sprich für sie und regiere gerecht! Hilf den Armen und Unterdrückten!“

Maleachi 3:
"5 Und ich will zu euch kommen und euch strafen und will ein schneller Zeuge sein wider die ... so Gewalt und Unrecht tun den Tagelöhnern, Witwen und Waisen und den Fremdling drücken und mich nicht fürchten, spricht der HERR Zebaoth."

MfG
BTB
Nun - in einfachen Begrifflichkeiten und mit meinem kurzen Horizont - und ohne Pegidaanhänger zu sein -- sehe ich in solchen Erklärungen den Grund dafür, daß offensichtlich unsere Gesetze mit Fug und Recht ausgehebelt und unsere Polizei und Gerichtsbarkeit nicht ernst genommen wird!
... aha. Nun zu etwas völlig anderem. Den Fakten.

GEWALT? - Nur was für Biodeutsche!!

Soeben las ich es mal wieder in Reinform:

"Wer von den Flüchtlingen Gewalt gegenüber anderen (Flüchtlingen) ausübt, sollte jegliches Recht auf Asyl verlieren und sofort abgeschoben werden."


Meine Antwort:

Dass damit in etlichen Fällen eine extreme Prügelstrafe und nicht selten auch eine Todesstrafe ausgesprochen wird: das wissen Sie aber, Frau X?
Denn auch die "Gewaltausüber" kommen ja sehr häufig aus (Bürger-)Kriegsgebieten.

Sie plädieren also für das Aussetzen des Grundgesetzes und des Strafgesetzbuches für bestimmte Personenkreise.
Ah ja.
Wenn das Schule macht ... steht auch den Biodeutschen demnächst so einiges bevor!

Im Strafrecht gilt die Unschuldsvermutung. Ein ordentliches Verfahren erweist, ob der Beschuldigte die Tat begangen hat, ob er evtl. in Notwehr oder Putativnotwehr gehandelt hat. Oder in Notwehr für eine dritte Person.
All` dies soll hier wegfallen.

Übrigens. Es gibt im Strafrecht auch die so genannten "mildernden Umstände". Nein - nicht speziell für Flüchtlinge. Für alle und immer.
Flüchtlinge werden nach häufiger Traumatisierung im Heimatland und einer langen, anstrengenden Flucht in Massenunterkünften ohne Privatsphäre untergebracht. Wochenlang. Monatelang.
Sie haben Sprachprobleme, kennen die hiesige Kultur noch nicht ausreichend.
Egal, alles egal?

Das Urteil wird hart und schnell gesprochen, von...
Ja - von wem eigentlich? Vom jeweiligen Flüchtlingslager-Kommandanten?
Von hinzu gerufenen Streifenpolizisten unbekannter privater politischer Orientierung? Von den so genannten "Sicherheitsdiensten" vor Ort?
Wer übt diese Schnelljustiz aus?

Gleiches Recht für Alle!
Keine Sonderrechtszonen in Flüchtlingslagern!

Gruß
Burkhard Tomm-Bub
- deinen Ausführungen kann und will ich eigentlich nicht folgen, davon abgesehen drehst du einem das Wort im Mund um.....und dein Stil kommt mir im übrigen bekannt vor
... ja, Frau "St.". Richtig. Sie WOLLEN nicht. Sie pflegen lieber weiter Vorurteile und vertreten Ihre "zackig - knallharte Linie".
Wie war der Spruch?
"Meine Meinung steht fest - belästigen Sie mich nicht mit Tatsachen!"
Eine düstere Andeutung zum Schluß darf bei Ihnen nicht fehlen, mutige Frau "St." (seltsam kurzer Nachname übrigens).
Was ist denn mit meinem "Stil"? Sie wollen andeuten, meine Identität stimme nicht, oder ich habe noch eine andere?
Oder unterstellen Sie sogleich "Blockwart - Mentalität" bei mir? Ich frage ja bloß - erlebe ich sehr oft in bestimmten Kreisen. Also das man die Welt grad mal auf den Kopf stellt.
Jedenfalls: ich bin pazifistischer Antifaschist seit frühester Jugend.
Und ich lebe seit 2007 post privacy im Netz. Davon kann man sich jederzeit überzeugen. Mein Nachname "Tomm-Bub" ist einmalig im Netz.
Gruß
B. Tomm-Bub
.... Die "bestimmten Kreise" verbitte ich mir und die "knallhart zackige Linie" soll wohl ein Witz sein - vielleicht bin ich einfach ein geradliniger Mensch, dem es zum Hals raushängt, daß jede Unart und jedes Fehlverhalten und das bezieht auf Straftäter, egal wo sie herkommen, zerpflückt und erklärt wird! Wie wäre es mal mit ein bißchen Mitleid und Verständnis für deren Opfer?
Gruß zurück
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Gut geschildert. In der Verzweiflung des Nichtverstehns , der Veraengstigung und Hilflosigkeit. Angst der Seele?
Danke. Ja, genau. Viele Faktoren kommen zusammen.
Nicht Bösartigkeit, Islamismus, Undankbarkeit und "überzogenes Anspruchsdenken" sind die Triebfedern.
Sondern ganz andere Dinge.
Und ja - ich weiß. Auch unter Flüchtlingen gibt es "solche und solche". Das sagt allein schon die Statistik.
Einzelne für das Ganze zu nehmen - ist aber fatal, falsch, ungerecht und inhuman!
MfG
BTB
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Burkhard, ich habe dir ein lesenswert gegeben, weil es lesenswert für einen Anstoß zu einem Dialog über das Thema ist.
Doch ganz schnell kommt es zu Frontkämpfen. Das finde ich sehr schade.
Allerdings weiß ich nicht einmal ob es möglich ist sachlich darüber zu schreiben.
Plötzlich wird von allen ein offenes Herz verlangt und das lauthals überall: Verständnis für die Ankommenden.

Dabei ist dieses Land schon vordem emotional erkaltet. Als Sozialarbeiter weißt du es, wie mit den Schwachen, Armen, weniger Gebildeten, Alten, Kranken und Behinderten umgegangen wird.
Außer Trude Unruh und ihre Grauen Panther ist mir keiner so schnell in Erinnerung die auf die Straße gingen. (mein Feld ist nun mal das Thema Älterwerden)

Alles was du von diesem Menschen schreibst kannst du auch durch einen Menschen ersetzen, der in ein Altenheim abgeschoben wurde. Sie hungern sich weg, weil von ihrem Leben nichts geblieben ist, außer einem kleinen Raum wie in einer Zelle. Menschen, die übrigens zuvor auch einmal alles verloren haben und neu beginnen mussten. Doch sie waren jung und gesund und haben die Chance eines neuen Lebens wahrgenommen.

Heute wird überall vom Trauma des Krieges geschrieben und damit fast alles entschuldigt.
Die Generation unserer Eltern und Großeltern aber wird für dement erklärt und landet in der Gerontopsychiatrie – niemand interessiert sich dafür. Sie sind doch alle gut versorgt.
Danke für deinen Beitrag
Guten Tag.
Und Dank für das "lesenswert".
An dem was Du schreibst, ist in sich nichts falsches.
Dennoch geht es m.E. fehl.
Mehr noch: es ist gefährlich.
Wenn man es zulässt, dass benachteiligte Bevölkerungsgruppen gegeneinander ausgespielt werden: habe die wahrhaft Verantwortlichen gewonnen.
Und wir erhalten eine noch größere, gewalttätigere Spaltung der Gesellschaft.
Es ist genug Geld für ALLE da. Absolut.
Mein Schwerpunkt waren nicht immer die Flüchtlinge. Andererseits ist das auch keine "Mode" für mich - interkulturell interessiert war ich immer.
Mein Thema war, als Ex - Fallmanager im jobcenter, die unwürdige und unlogische Behandlung erwerbsloser Menschen.
Auch bin ich ehrenamtlicher Suchtkrankenhelfer.
Ältere Menschen waren bei mir nicht so im Focus - aber natürlich werden auch sie sträflich vernachlässigt und ungerecht behandelt. Immerhin habe ich schon die Aktion "Pflege am Boden" unterstützt.
...
Ich kann nicht in jeden Sachartikel, in jede literarische Arbeit, alle benachteiligten Bevölkerungsgruppen "hineinpacken", das würde keinem vernünftigen Anspruch gerecht.
Gruß
BTB
BTB
deine Antwort hat mich leider nicht berührt, geschweige denn, dass ich meinen Kommentar als gefährlich einstufe.
Ab und zu im Berufsleben in die Tiefe gehen öffnet auch die Augen für das Wesentliche.

Mein Kerngedanke ist an dir vorbeigegangen. Darum hast du ein typisches SB Klischee benutzt:
Zitat: "Mehr noch: es ist gefährlich."

Ich weise das mit Entschiedenheit zurück!
Guten Tag Frau Noah.
Ich habe nur meinen Eindruck als feedback gegeben. Das darf ich.
Und ja - ich halte es für gefährlich, wenn sozial benachteiligte Gruppen (darunter eben auch Flüchtlinge und Alte) gegeneinander ausgespielt werden.
Das ist ein alter Bauernfängertrick der Rechten und Neonazis.
Denen lasse ich keinen Fußbreit. Alles was ich als Pazifist gegen sie tun kann, tue ich.
Keinen Fußbreit auf der Strasse, nicht in den Köpfen, nicht in "Argumentationen".
Man muss mich nicht mögen, das tun die meisten nicht.
Aber zuhören und - ggf. später - nachdenken über die Sache.
Wenn ich das erreiche, ist meine Aufgabe erfüllt.
Gruß
B. Tomm-Bub
GTB - guten Morgen
Schönes Bekennerschreiben
Ich schenke dir eine Geschichte. Sie ist nicht von mir, darum vielleicht besser verständlich - wenn man sie liest - und nachdenkt:

Ein Vögelchen lag auf dem Rücken mit ausgestreckten Füßchen zur Sonne. Das sah ziemlich angestrengt aus. So wunderte sich auch ein anderer Vogel und wollte wissen:
"Was machst du denn da? Du siehst so angestrengt aus!"
Das kleine Vögelchen rief gequält: Ich halte die Sonne fest, damit sie nicht auf uns fällt und wir sterben!“

In diesem Moment fiel ein Blatt vom Baum. Das kleine Vögelchen erschrak sich so sehr, dass es davon flog.
Und die Sonne scheint noch immer – Gott sei es gedankt

Tomm, ich mag kleine Vögelchen, die angestrengt die Welt retten wollen.

Wir gehören beide zur unmittelbaren Nachkriegsgeneration. Vielleicht musstest du als kleiner Junge auch immer das Partisanenlied vortragen oder den kleinen Trompeter besingen. Das kann Einohrig machen.

Ich hatte eine Tante, sie war sozial, hatte ein gutes Herz. Lange wollte sie Nonne werden bis sie einen Kommunisten traf und er sie heiratete.
Ein eitles Arschloch, der sich an kleine Mädchen vergriff.

Sie wurde so was von fanatisch, dass sie die ganze Familie zerstörte. Ihre Genossen brachten sie im Alter ins Pflegeheim wo sie elendich unter Psychopharmaka endete.

Ich wünsche dir einen humanistischen Sonntag und beende hiermit den öffentlichen Dialog.
Ich muss niemanden etwas bekennen, denn ich weiß was ich denke und wo mein Platz ist.
Wir können den Dialog über pn gerne weiterführen…oder es lassen
Gruß aus Berlin
Sei gut beschützt
Guten Tag Margarethe Noah,

wenn einseitig der Dialog beendet wird - kann ich nichts machen.
Einmal entgegnen kann ich aber noch.

Ich sehe das so, dass ich also ein kleiner, eigentlich feiger Vogel bin, der sinnlose und nicht sachgerechte Anstrengungen unternimmt, im Ernstfall aber kneift.

Reichlich massiv.

Nun ja. Ich dokumentiere unter meinem (seltenen) Klarnamen Anti - NPD - Demos u.ä. in meinem youtube Kanal. Bis vor einigen Tagen gab es auf facebook von einer rechtsradikalen "Anti-Antifa-Gruppe" einen Steckbrief gegen mich (und eine handvoll andere Menschen).
Bei Blockupy habe ich mit leeren, erhobenen Händen schon vor Wasserwerfern gekniet (objektiv dokumentiert), auch bei der Paulskirchendemo und der ersten Räumung des occupy-Camps in Frankfurt war ich friedlich dabei. Mittendrin, wohl gemerkt.
Dies obwohl ich anhand meiner Krebsoperationen (Narben am und im Hals) doch recht zerbrechlich bin.
Anhand meiner Hartz IV - Kritik, wurde ich als Fallmanager aus dem jobcenter gebosst (mobbing durch Vorgesetzte, dokumentiert).
Etc.
Das alles bringt mich NICHT zum Schweigen.
Ob das dann alles so furchtbar feige ist? Ich weiß es nicht.

Von daher ärgert mich Ihre metaphorisch verbrämte Bezichtigung natürlich schon sehr.

Aber richtig: ich bin kein Mahatma Gandhi, ich bin absolut nichts besonderes, ich bin keinen Cent mehr wert, als jeder andere Mensch.
Und vielleicht würde die "Sonne auch ohne mich scheinen". Das ist sehr wahrscheinlich. Nur: wenn ALLE so dächten und nichts täten: schiene sie irgendwann garantiert nicht mehr!
Wer etwas tut - kann irren. In der Wahl seines Zieles, in der Wahl seiner Mittel, in der Wahl seiner Form.
Hier hilft nur ehrliche Selbstbefragung und Selbstprüfung.
Was ich tue ist richtig und sinnvoll. Ich tue es von Herzen.

Den zweiten Teil Ihrer Ausführung verstehe ich nicht.
Ich bin Jahrgang 1957 und aus Westdeutschland.
Geboren in Recklinghausen, jetzt in Ludwigshafen (RLP).
Ich bin kein Kommunist, bin Mitglied keiner Sekte, Kirche noch Partei.

An kleinen Mädchen vergreife ich mich nicht und hege auch nicht den Wunsch danach.

Ob ich ein "eitles Arschloch" bin, wie Sie andeuten - müssen andere entscheiden.
Ja, ich mache gern Vorträge, Lesungen, Performances. Das kann ich, das macht mir Freude.
Ist Widerstand gegen Unrecht und eintreten für Positives immer nur dann wertvolles Engagement, wenn es ausschließlich Arbeit und Quälerei ist?
Ich denke nein.

Gruß
Burkhard Tomm-Bub
Bonni, darf ich einen Kaffee bekommen
Ich finde das toll, dass du dazwischen gehst.
Der kleine Vogel war kein Feigling, sondrn einfach erschrocken weil er sich so sehr auf nur das Eine konzentriert hat.
Ich wollte mit pn nicht das Gespräch beenden, sondern nicht unbedingt weiter öffentlich schreiben.
Ja ich habe viel erlebt in meinem Beruf und erlebe es noch heute bei anderen Menschen.
Die Alten menschen haben keine Lobby.
Und ich habe in meinem ersten beitrag nur versucht klar zu machen, dass die Kälte schon vorhanden war bevor jetzt plötzlich Menschlichkeit abgerufen wird.

Bonni, wo auch immer du bist - danke für deine besonnende Art. Es wäre schön wenn es wie dich viele gäbe.
... btw. "Alten - Lobby". Ich darf etwas unbescheiden behaupten, in den Netzen nicht allzu schlecht aufgestellt zu sein.
https://buktom.wordpress.com/vernetzung-btb/
Falls es nützliche Links (insbesondere zu konkreten Aktionen, aktiven, Vereinen, u.ä.) gibt: ich multipliziere sie gern!
MfG
BTB
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Danke für diesen Beitrag
Ich hoffe er bringt ein Stück weit zum Nachdenken, was eine scheinbare Undankbarkeit in Wirklichkeit sein könnte
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BTB, Du beschreibst hier eine Situation, die in diesen Tagen wohl hundertfach in Flüchtlingsunterkünften zutreffen könnten. Konflikte erwachsen immer aus dem Zusammenleben von vielen Menschen auf engstem Raum, auch ohne Religionen. Nur eine schnelle Lösung dafür gibt es nicht. Das braucht Zeit, Personal , Geld und bestimmte materielle Voraussetzungen.
Das werden die Menschen aus anderen Kulturen nicht verstehen! Verstehen sollten sie, das wir das Möglichste tun, um ihnen ein einigermaßen kriegsfreies, sicheres Leben zu ermöglichen!
Da hast Du Recht, Gudrun! Man sollte ihnen auch klar sagen, dass D. nicht alles leisten kann und auch unsere Möglichkeiten begrenzt sind. Vielfach haben sie völlig falsche Vorstellungen und kommen mit Erwartungen hierher, die nicht zeitnah oder sogar gar nicht umgesetzt werden können. Schon 2014 hatten in D. lt. Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) 335 000 Menschen keine Wohnung. Diese Zahl enthält auch die Anzahl der Asylbewerber, die in den Auffangstellen schon 2014 lebten. Wenn ich im TV Berichte sehe, in denen diese Menschen über ihre Pläne in D. sprechen, dann wollen sie: für ihre Kinder eine gute Schulbildung, selber eine Ausbildung machen, bz.studieren oder arbeiten und vor allem eine eigene Wohnung. Das alles ist zu verstehen. Können wir das leisten? Ich glaube nicht oder es dauert viele Jahre, bis wir so weit sind. Ich mache mir große Sorgen, dass dabei unsere eigenen Bevölkerung nicht genug beachtet wird mit all ihren Problemen.
Guten Tag,

hundertfach spielt sich die Geschichte nicht ab. Aber immer wieder einmal. Manche durchaus auch aus anderen Gründen - auch bei Flüchtlingen gibt es "solche und solche", das ist schon rein statistisch so.
Wir tun alles? Nun ...
Ehrenamtliche (dazu zähle auch ich mich) tun eine Menge.
Die Politik, unsere gewählten Vertreter - tun viel zu wenig.
Überrascht tun sie - wider besseres Wissen und obwohl sie es nicht sein dürften, als Fachleute.
Deutschland ist auf der Liste der reichsten Länder auf Platz 6 von ca. 200 auf der Welt.
Es ist WEITAUS genug Geld da für alle. Für Rentner, für Obdachlose, für Arbeitslose UND für die Flüchtlinge.
Werden jetzt - gespeisst von Rechtsradikalen, die sich als "besorgte Bürger" tarnen, benachteiligte Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufgehetzt - können wir leicht wieder in die Zustände des Dritten Reiches abrutschen.
Das aber: ist NICHT den Flüchtlingen anzulasten, sondern ganz Anderen.
Die eigene Bevölkerung wird nicht genug beachtet? Mag sein. Doch: wer hat Schuld daran?
Die Menschen, die vor (Bürger-)Krieg, Folter, Verfolgung, Hunger geflohen sind?
Oder nicht doch eher die Politiker, die nur die Reichen noch reicher machen?
Oder nicht doch auch die einheimische Bevölkerung, die gegen eine falsche und unzureichende Sozialpolitik nicht genügend aufbegehrt? (Dies ganz ohne völkischen oder "biodeutschen" Hintergrund, sondern schlicht an der Sache orientiert.)
Kritisch wird oben angemerkt, dass etliche Flüchtlinge sich hier sogar qualifizieren und arbeiten wollen ... oweh. Welch` Anspruchsdenken! Allerdings: das wollen Sie zumeist AUCH, weil sie hier niemandem auf der Tasche liegen wollen.
Deutschland hat einen deutlichen Sterbeüberschuß - wir BRAUCHEN motivierte und qualifizierte Menschen auf dem Arbeitsmarkt.
Viele Spekulationsobjekte und viel verlassener Wohnraum in Ostdeutschland stehen zur Verfügung.
In besonderen Situationen kann beschlagnahmt und enteignet werden (gegen Entschädigung).
Und nein: das steht nicht im "Kommunistischen Manifest" - sondern von Anfang an (!) im Grundgesetz.
So wie das Grundrecht auf Asyl.
Nach dem von Deutschland angezettelten Weltkrieg gab es Millionen Flüchtlinge / Vertriebene. Nach dem Mauerfall ebenso.
Keine Sorge - all` das ist also zu schaffen - aber nur, wenn man auch will!
Wer sich ernsthaft für das Thema interessiert: Fakten und sachliche Informationen gibt es hier:
http://kopfmahlen.blogspot.de/2015/0...-blick.html

MfG
Burkhard Tomm-Bub, M.A.
67063 Ludwigshafen
Bravo Burkhard für diesen Kommentar

Renate, warum sollen diese Leute denn NICHT diese Träume haben. Es sind doch genau die richtigen, Bildung und Arbeit um sich selbst zu finanzieren.
Von mir auch ein Bravo
Nicht nur für den Kommentar, sondern auch für das, was du tust .
BTB und Edelgard,
ich habe den Wunsch der Flüchtlinge nach Schulbildung, Qualifizierung, Arbeit etc. überhaupt nicht kritisch angemerkt. Ich verstehe es durchaus und begrüße das sogar. Wir brauchen sie auf dem Arbeitsmarkt, das ist auch mir völlig klar. Meine Frage, ob wir zeitnah die nötigen Bedingungen und Voraussetzungen dafür schaffen können, steht trotzdem im Raum. Schon jetzt gibt es zu wenig bezahlbaren Wohnraum und in den Schulen fallen sehr viele Unterrichtsstunden aus, weil die Stundenzahl der Lehrer und Erzieher bis zum Limit geplant werden und keine Reservestunden vorhanden sind. Und ja, bei uns in den neuen Bundesländern gibt es Leerstand an Wohnungen. Sie werden schon mit Flüchtlingen belegt, auch bei uns in der Stadt. Erst gestern sind wieder 80 dazu gekommen. Viel, sehr viel wird durch Ehrenamtliche getan und ja, die Politik und gewählten Vertreter müssen endlich pragmatisch handeln , statt zu reden. Das dauert viel zu lange. Die Flüchtlinge sind jetzt hier und nicht irgendwann. Ich bezweifle auch nicht, dass genug Geld vorhanden ist.
Guten Tag Herr Lake,

Ihre ausführliche Darlegung Ihrer Meinungen krankt durchgehend an einem: an Belegen, an Quellenangaben, an Beweisen.

Akribisch listen Sie auf, wo es im Sozialen überall im Argen liegt in Deutschland. Vielleicht wundert es Sie: aber da stimme ich Ihnen zu.
Jedoch können dafür die Flüchtlinge nichts.
Und durchaus wäre es an der Zeit für die "besorgten Bürger", UNGEACHTET der Herkunft und Hautfarbe deutliche Verbesserungen einzuführen.

Auch folgen Sie, Herr Lake, nicht immer den Regeln der Logik, bzw. sagen durch Weglassen die Unwahrheit.

Beispiel:
Sicherlich wird Wohnraum neu erbaut, sicher braucht man mehr LehrerInnen, etc. pp.
Und das hat Vorteile: es entstehen Arbeitsplätze. Und durch diese steigt die Binnen-Nachfrage, ebenso wie durch die Flüchtlinge selbst.

Die Flüchtlinge generell als bildungsfern zu bezeichnen, zeigt welch` Geistes Kind Sie sind.
Etliche müssen die deutsche Sprache (besser) erlernen. Etliche müssen Ihre Qualifikationen übersetzen und anerkennen lassen, richtig.
Das ist aber nicht "bildungsfern".

Viele Hartz IV - EmpfängerInnen sind schon älter, sind gesundheitlich eingeschränkt, haben durch die Sanktionsdrohungen und Schikanen vom jobcenter den Mut verloren. Und einige von diesen sind tatsächlich auch nicht wirklich gut qualifiziert, leben in sehr strukturschwachen Gebieten, etc. pp.

Da sind der Wirtschaft jüngere, mehrfach motivierte und nach einer Erholungs- und Qualifizierungsphase auch "fitte" Menschen grad mal absolut recht.

Und, btw., - ja das mag sein, dass manche "nur" vor dem Verhungern fliehen, so genannte "Wirtschaftsflüchtlinge".
Dass Ihresgleichen das NICHT als Grund ansehen, Mitmenschen davor zu retten - das eben ist der Grund, warum offenere Grenzen gefordert werden.
Diese Kaltschnäuzigkeit und Inhumanität - bringt nun mal nicht JedeR auf.

Aber, ich will es besser machen als Sie.
Mal einige Belege zu Aussagen von mir.

Umfassendes zu den Zahlen der Flüchtlinge:

https://www.uno-fluechtlingshilfe.de...fakten.html

Zum Thema "genug Geld ist da" (und einigen anderen Fragen):

http://kopfmahlen.blogspot.de/2015/0...-blick.html

Human Development Index:
https://de.wikipedia.org/wiki/Human_...pment_Index

BIP:

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsc...#Wirtschaft



Sie können ja behaupten, dass Sie früher "linksliberal" waren. Glauben muss ich das deshalb aber nicht.

Und richtig - ich bin zwar Mitglied keiner Sekte, Kirche noch Partei.
Aber "liberal" war ich tatsächlich nie.
"Wenn Jeder an sich denkt - ist an Alle gedacht!"
"Der freie Markt wird`s schon richten!"
... derlei war niemals meine Attitüde.
Dazu bin ich zu sehr Humanist.

Gruß
Burkhard Tomm-Bub, M.A.
Danke , Burkhard....ein feines Statement, dem ich mich zu erheblichen Teilen anschließe.
Guten Tag Herr "Lake".

Vielen Dank. Ein neuer Eintrag in meiner Liste der Ehrentitel.
"Humanfaschistischer Illusionist"! Made my day!

Sie bleiben weiterhin Quellenangaben, Links u.ä. schuldig.
Anders als ich (siehe oben).

Weiterhin reagieren Sie auf einige Argumente überhaupt nicht, ignorieren sie.
Dann treffen Sie falsche Unterstellungen.
Ich habe besorgte BürgerInnen nie und nirgends "braune Sülze" genannt.
Diese "Besorgten" sind brandgefährlich, ihr Mitläufertum ist die eigentliche Gefahr, sie erst geben den Neonazis und Rassisten die Macht, ermutigen sie zu Brandanschlägen, usw.
So sehe ich das. Aber "braune Sülze", o.ä. - das ist nicht mein Niveau.

So, so sie sehen nur "Wohlgenährte". Fein. Auch hier bleiben Sie jeden Beweis schuldig.
Und ja, auch in den von Ihnen aufgezählten Ländern gibt es die. Wenn es nicht grad Sinti oder Roma sind ...

Hungrige in Afrika. In der Tat. Unser Kolonialismus, später die Stellvertreterkriege, dann das Auswandern der internationalen Konzerne in Billiglohnländer dort, deutsche und europäische Waffenexporte dorthin: das hat schon einiges an Chaos hinterlassen!
Und ja, sparen Sie die Nachlieferung: dass es auch dort Korruption und nicht ausschließlich gute Menschen gibt, weiß ich selbst.
Ich versuche auch dort etwas gut zu machen.
Ich habe seit Jahren ein Patenkind dort, zunächst ein schwarzes Mädchen aus Mauretanien (will jetzt nach der Oberschule studieren), jetzt ein schwarzes Mädchen aus Mali.
Siehe hier:
http://www.omniavincitamor.de/42715.html

Dass D verschuldet ist, weiß ich. Sind im Prinzip alle Länder, das ist normal. Hätten Sie unter meinen Links nachgelesen, wüssten Sie, wo das vorhandene Geld ist. Nein. Ich denke, Sie wissen es auch so. Sie leugnen es nur. Da Ihre Interessen andere sind.

Und richtig: ich differenziere nicht. Nicht weil ich es nicht kann - sondern weil ich es nicht will.

In einem anderen Bereich sagt man:
"Der Hehler ist nicht besser als der Stehler!"

Exakt so halte ich es analog bei Faschisten - und ihren Mitläufern und verbalen und "argumentativen" Wegbereitern, a la CSU, AfD, u.ä.

Gruß
B. Tomm-Bub, M.A.
67063 Ludwigshafen
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