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Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble

"Kein Unterschied zwischen Kandel und Köthen" - Klartext-Schäuble über Rechtsextreme in Ost und West

Von News Team - Sonntag, 23.09.2018 - 10:26 Uhr

Mit Blick auf die rechtsextremen Vorfälle in Chemnitz und Köthen hat sich Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble dagegen verwahrt, den Radikalismus auf die Prägungen der ehemaligen DDR-Bevölkerung zurückzuführen.

Im Interview mit WELT AM SONNTAG sagte Schäuble: „Ich akzeptiere nicht, dass daraus ein Ost-West-Problem gemacht wird. Ein erheblicher Teil der Drahtzieher dieses Gedankenguts kommt aus dem Westen.“ Schäuble verwies auf ähnliche Vorfälle in der Pfalz. „Die Einwohner von Kandel erleben in letzter Zeit ständig Demonstrationen von rechtsgerichteten Personen – oft gegen den Willen der Kandeler. Kein Mensch kommt auf die Idee zu fragen: Was hat die Pfalz falsch gemacht, dass es zu derartigen Kundgebungen kommt? Ich sehe keinen Unterschied zwischen Kandel und Köthen.“

Mehr Feinfühligkeit im Umgang mit Osteuropa

Schäuble plädiert dafür, nicht nur mit den Bürgern der ehemaligen DDR, sondern auch mit allen Osteuropäern sensibler umzugehen. „Vielleicht haben wir die Schwierigkeiten der wirtschaftlichen, politischen und psychologischen Transformation insgesamt unterschätzt.“

Die Probleme aber hätten alle Staaten des ehemaligen Ostblocks gehabt. „Und auch mit diesen sollten wir feinfühliger umgehen. Wenn wir allein unsere Vorstellungen für allgemeingültig erklären, dann besteht die Gefahr, dass wir eine der größten Errungenschaften nach 1989 rückgängig machen: die Überwindung der Ost-West-Teilung“, sagte Schäuble der WELT AM SONNTAG.

Massenabschiebungen nicht möglich

Schäuble sprach sich zudem in der WELT AM SONNTAG dafür aus, die Integrationsanstrengungen zu verstärken. Im Interview er: „Wir sollten uns klar machen, wie schwer es ist, im Einzelfall abzuschieben. Deswegen sollten wir auch nicht allzu stark die Hoffnung schüren, dass wir die Großzahl dieser Menschen zurückführen können. Eher sollten wir alle Kraft dafür aufbringen, sie in unsere Gesellschaft zu integrieren.“

11 Kommentare

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Oftmals stelle ich mir die Frage: Wer ist Schuld an der Entzweiung der Bevölkerung? Zuerst dachte ich es war der Vorgänger des Bundespräsidenten mit seiner Äußerung der Islam gehört zu Deutschland? Oder war es etwa Frau Merkel mit der unkontrollierten Zuwanderung von Flüchlingen, Migranten und Wirtschaftsflüchtlingen? Erst durch die unkontrollierte Einwanderung ohne Ausweise , gewann die AfD die hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Hätte sie nicht so viele ewig gestrige in ihren Reihen wäre ihr Erfolg wesentlich höher. Das was einige liberal eingestellte Abgeordnete gut machen, reißen einige wenige Deppen wieder ein. Aber das muß die AfD in ihren eigenen Reihen einmal diskutieren. Nur auch für die AfD käme eine Neuwahl nicht gerade zum jetzigen Zeitpunkt gelegen. Die Zeit für sie ist noch nicht reif. Die längst fälligen Diskussionen über den Islam türkischer Prägung und das Thema Völkerwanderung muß endlich einmal ausdiskutiert werden, sonst gibt es keine Befriedung. Aus Diskusionen können vernünftige Lösungsansätze kommen.
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"Wir sollten aber klar machen, wie schwer es ist, im Einzelfall abzuschieben..."
Die Konsequenz daraus kann doch nur sein, genau zu prüfen, was für Menschen in Land kommen.
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Eine Stimme der Vernunft in einer aufgeregten Zeit. Was sagt die Statistik dazu?

Vom Statistik-Portal gibt es für 2016 folgende Zahlen zu verurteilten Straftätern:
Westdeutschland: 65,72 % Deutsche, 34,28 % Ausländer
Ostdeutschland: 85,24 % Deutsche, 14,76 % Ausländer
Danach müssten sich die Westdeutschen wesentlich mehr über kriminelle Ausländer aufregen, als die Ostdeutschen.
Wir "Ossis" wollen nicht die gleichen Verhältnisse wie im "Westen" , daher protestieren wir vorher.
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hmmm klingt mal ganz vernünftig dieses Statement.
Was die Abschiebungen betriftt, könnte man sich allerdings schon noch mehr einfallen lassen.
Islamisten und kriminelle Banden haben hier nix zu suchen und die sind auch nicht integrierbar.
blöd nur, wenn diese "Sonnenscheinchen" einen deutschen Paß haben ...
Besser wäre es, wenn sie ihren eigenen Pass hätten!
die haben eigene deutsche Pässe ...
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