wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
5.300 km quer durch Südafrika

5.300 km quer durch Südafrika

Von wize.life-Nutzer -

Südafrika...unterwegs in einem der schönsten Länder der Erde !

5.300 km, ein Auto, zwei Frauen und die wunderschöne Landschaft Südafrikas ! Mit einer alten Schulfreundin war ich im Sommer knapp vier Wochen on the road. Anfangs haben wir überlegt, uns einer Gruppenreise anzuschließen, auch weil wir die Sicherheitslage nicht ganz einschätzen konnten. Im Nachhinein sind wir sehr froh, dass wir mutig genug waren, uns das auch anders zuzutrauen, wobei uns der Linksverkehr zunächst als die größte Herausforderung erschien, sich dann aber als viel einfacher gestaltete als angenommen. Gut 10 Stunden Flug Frankfurt-Johannesburg, gleich los auf die Autobahn und Richtung Nordosten. Die Unterkünfte, überwiegend kleine Lodges oder B&B´s, waren von einem deutschen Südafrikaspezialisten vorgebucht worden, allesamt waren sehr schön gelegen, persönlich und überaus freundlich. Das erste Frühstück war himmlich ! Und schon am nächsten Tag erleben wir südlich vom Krüger- NP eine umwerfende Berglandschaft und herrliche Wasserfälle. Der Krüger-NP lässt sich mit eigenem Wagen bestens entdecken, sofern man geduldig über die z. T. unbefestigten Pisten zuckelt. Unsere Geduld wurde prompt mit einmaligen Begegnungen mit Elefanten, Zebras und gefühlt Millionen von Gazellen belohnt. Weiter nordwärts in das private Reservat Karongwe, herrliche Unterkunft an einem Fluss...selbst die Dusche hatte ein großes Fenster, so dass man auch beim Haarewaschen der Tierwelt beim Trinken zuschauen konnte...umwerfend ! Morgens um 6 gehts auf die Pirsch, in kleinen Jeeps entdecken wir Löwen, Leoparden, Nashörner und Büffel, Giraffen und Zebras. Zwei unvergessliche Tage mit 4 Pirschfahrten, kleines Picknick in der Wildnis inclusive. Nach einer weiteren Nacht in Swaziland gehts nun an die Küste, St. Lucia, wo nachts die Rhinos durch den Ort wackeln ! Herrliche, kilometerlange Strände ! Und ein Ausflug in den Hluhluwe- und Umfolozi- Nationalpark, wo wir - schwer beeindruckt - Zeugen werden, wie ein Löwe einen frisch erlegten Büffel verspeist. Und immer wieder sehr nette Begegnungen mit freundlichen Menschen, die uns bereitwillig über das Leben in diesem interessanten Land erzählen. Über die Entwicklung in den letzten Jahren, über den Kontrast von Arm und Reich, über das leider immer noch oft zähe Überwinden der Apartheid, über Hoffnung, über Enttäuschung, über Mandela, der einem überall begegnet. Wir nutzen jede Chance, ins Gespräch zu kommen mit Menschen jeder Hautfarbe und freuen uns immer wieder, dass wir uns zu dieser Reise entschliessen konnten. Weiter gehts über Durban mit seinem fantastisch-exotischen Markt in die Drakensberge und in großem Bogen quer durchs Land und um Lesotho herum. Traumhafte Landschaften, endlose, oft völlig einsame, aber sehr gut ausgebaute Strassen, immer wieder nette kleine Ortschaften. Einmal werde ich beim Zuschnellfahren erwischt, als Hilda, die freundliche Polizistin erfährt, dass wir aus Deutschland kommen, grinst sie breit und gratuliert erst mal zum Weltmeistertitel ! Überhaupt gibt es erstaunlich viele Kontrollen auf den Strassen. Weiter nach Bloemfontein, wo Tolkin geboren ist und wir im Hobbit-Hotel die einzigen Gäste sind und es als Betthupferl Sherry und Schokolade gibt. Un wo wir die zweitgrößte Mandela-Statue des Landes bestaunen. Und weiter gehts, in das schöne Graaff-Reinet und weiter durch die Karoo nach Oudtshoorn, wo wir auf einer Straussenfarm übernachten und einiges über diese Tiere lernen können. Weiter zur Garden Route, nach Knysna und in den wunderbaren Tsitsikamma-NP mit einer atemberaubenden Hängebrücke ! Richtung Hermanus Wale...zwei große mit ihren Kälbern, nur wenige Meter von der Küste entfernt, ein Schauspiel, das ich nie vergessen werde. Und nach einem Abstecher zum südlichsten Punkt Afrikas, zum Kap Agulhas mit seinem bildschönen Leuchtturm und nach Stellenbosch, wo wir eine Nacht auf einem kleinen Weingut verbringen und eine köstliche Weinprobe machen, endlich Kapstadt ! Was für eine wunderbare Stadt, in der wir nochmal vier Tage verbringen, das Kap der guten Hoffnung anschauen und einen beeindruckenden Besuch in einem Township machen. Ein Kapstadtbesuch wäre unvollkommen, würde man Robben Island keinen Besuch abstatten. Auf keinen Fall verpassen, ehemalige Häftlinge machen eine sehr berührende Führung, in der man viel über die politische Situation dieses Landes erfährt. Und flugs sind fast vier Wochen um, in denen wir uns rundum sicher gefühlt haben, in der es keine einzige Situation gab, die nicht handhabbar gewesen wäre. Ich bin sicher, dass ich nicht das letzte Mal in diesem in jeder Hinsicht beeindruckenden Land war !! Und für alle, die gern jenseits von all-inclusive reisen, ein hervorragendes Ziel.

Mehr zum Thema

2 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Ganz großes Kompliment.
Für den Mut....zur Reise zu Zweit;auf diese Art.
Die Erzählkunst in wenigen Zeilen viel zu sagen.
Würde gerne mehr lesen,habe schon einiges gehört von ausschließlich begeisterten Menschen.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Ganz herzlichen Dank für diesen hochinteressanten Bericht! Man bekommt Fernweh.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren