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Im Magen der Kuh wird experimentiert

Kühe mit Löchern im Bauch - Firma wehrt sich gegen Vorwürfe von Tierschützern

News Team
Von News Team

In einem privaten Forschungsbetrieb in Frankreich werden Kühe mit Löchern im Bauch gehalten, die durch einen Stöpsel verschlossen werden können. Nachdem eine Tierschutzorganisation Bilder davon veröffentlicht und Tierquälerei mit dem Ziel von Ertragssteigerungen angeprangert hatte, erläuterte die Avril-Gruppe inzwischen die Hintergründe der Haltung.

Die Tierschutz-Organisatioon L214 hatte die Tiere mit versteckter Kamera in dem Stall in Saint-Symphorien im Nordwesten Frankreichs gefilmt. Hier betreibt die Avril-Tochtergesellschaft Sanders ein privates Forschungszentrum für Tierernährung.

Forschungsställe in Saint-Symphorien
L214Forschungsställe in Saint-Symphorien

Ausgehend von den Vorwürfen der Tierschützer hatte auch wize.life berichtet, die Tiere würden malträtiert, um den Ertrag der Milchkühe weiter zu steigern.

Mit Hilfe einer Zange wird der Stöpsel entfernt
L214Mit Hilfe einer Zange wird der Stöpsel entfernt

Über die Löcher würden Mitarbeiter Futter direkt im größten Magen der Kühe platziert. Die aus den künstlichen Ausgängen austretenden Fäkalien würden danach einfach weggekärchert.

Ein Mitarbeiter reinigt die Kuh mit dem Wasser-Strahler
L214Ein Mitarbeiter reinigt die Kuh mit dem Wasser-Strahler

Eigentümer wirft Tierschützern Manipulation vor

Avril weist die Anschuldigungen zurück und beschuldigt nun seinerseits die Tierschützer, die Aufnahmen manipuliert zu haben. Der Firma zufolge werden an insgesamt sechs Kühen über sogenannte Fisteln – die Öffnungen zum Magen – „alternative Praktiken“ erforscht.

Die Fistulierung, eine international gängige Praxis, erfolge unter strenger tierärztlicher Überwachung und sei derzeit die einzige Möglichkeit, um die Verdauung von pflanzlichen Proteinen zu untersuchen. Ziel sei, die Verdauung der Tiere zu verbessern sowie der Einsatz von Antibiotika und der Ausstoß von Nitraten und Methan zu reduzieren, heißt es in einer Pressmitteilung.

Kühe mit künstlichen Magenausgängen
L214Kühe mit künstlichen Magenausgängen

Die Tierschutzorganisation L214 hält ungeachtet davon daran fest, dass die Fistulierung – egal ob öffentlich oder privat betrieben – verboten werden müsse. Sie wolle die Regierung über diese Praktiken befragen, außerdem startete sie eine Petition.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP wird die Technik insgesamt bei etwa 30 Kühen in Frankreich zu Forschungszwecken angewendet.

Im Video: Tierquälerei zum Abendessen: Heimliche Aufnahmen von Tiertransport

(Der Artikel wurde am 25.06.2019 aktualisiert, Anm. d. Red.)

3 Kommentare

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Da ist kaum etwas richtig in dem Bericht.
Das einzige richtige ist, dass es Forschungsstätten sind. Es wird geforscht und nicht produziert!
Der künstliche Zugang zum Pansen erlaubt es den Wissenschaftlern Proben zu entnehmen auf eine Art und Weise die das Wohl des Tieres nicht beeinträchtigt. Sofern der Zugang sauber gehalten wird, hat die Kuh keine Probleme damit und Schmerzen auch nicht.
Dort versucht man durch verbesserte Futtermischungen z. B. Den Methanausstoß zu verringernden natürlich auch die Verdauung zu optimieren.
Das wird nur in Forschungsstätten betrieben und nicht in einem normalen landwirtschaftlichen Betrieb.
EKELHAFT!!!
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