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Hitzefrei gibt es in Schulen oft bei über 27 Grad

Hitzefrei in Schulen: Welche Regelungen in den Bundesländern gelten

Von News Team -

Die Sommerhitze hat Deutschland voll im Griff. Da fallen Konzentration und Lernen schwer. Doch wann können Schüler mit Hitzefrei rechnen? Eine bundesweite Vorgabe wurde 1999 abgeschafft. Welche Regelungen in den Bundesländern gelten.

In vielen Bundesländern entscheiden die Schulleiter, ob die Schüler hitzefrei bekommen. Dabei geben die Kultusministerien allerdings Entscheidungshilfen, bisweilen legen sie auch Kriterien fest, an denen sich die Direktoren orientieren müssen. In der Oberstufe gibt es häufig keinen Unterrichtsausfall, der in der Sekundarstufe I (bis Klasse 10) auch in Form kürzerer Schulstunden erfolgen kann (verkürzter Unterricht).

Baden-Württemberg: Hitzefrei gibt es frühestens nach der vierten Stunde. Die Außentemperatur beträgt um 11 Uhr mindestens 25 Grad Celsius im Schatten. Unterrichtsausfall an Berufsschulen und gymnasialen Oberstufen ist untersagt. Den Rest entscheiden die Schulleiter.

Bayern: Als unverbindliche Temperaturgrenze für Hitzefrei gilt eine Raumtemperatur von mehr als 27 Grad im Klassenzimmer. Grundschüler dürfen nur bei Elterneinwilligung allein nach Hause.

Berlin: Verkürzter Unterricht soll die Ausnahme bleiben. Die Schulleiter entscheiden.

Brandenburg: Für die Klassenstufen eins bis zehn gilt in Brandenburg gilt: Werden um 10 Uhr 25 Grad Außentemperatur im Schatten oder um 11 Uhr an einem für die Raumlufttemperatur innerhalb des Gebäudes repräsentativen Ort 25 Grad Celsius gemessen, soll nicht länger als bis 12 Uhr unterrichtet werden – außer es kommt zwischenzeitlich zur Abkühlung. Für die übrigen Schüler gibt es in der Regel kein Hitzefrei.

Bremen: Ab mindestens 25 Grad im Schatten im Schulgebäude darf Hitzefrei gegeben werden.

Hamburg: Schulleiter entscheiden.

Hessen: Schulleiter entscheiden.

Niedersachsen: Schulleiter entscheiden. Hitzefrei nur für Sekundarstufe I (bis Klasse 10). Betreuungspflicht bleibt bestehen.

Mecklenburg-Vorpommern: Hitzefrei im absoluten Notfall, wenn Wärme und Luftfeuchtigkeit „nicht mehr zumutbar“.

Nordrhein-Westfalen: Richtwert liegt bei einer Raumtemperatur von mehr als 27 Grad Celsius. Unter 25 Grad muss der Unterricht stattfinden. Kein Hitzefrei in der Oberstufe.
Rheinland-Pfalz: Schulleiter entscheiden. Für die Oberstufe gilt: Möglicher Unterrichtsausfall orientiert sich an Bedingungen für gleichaltrige Azubis – die nur selten bis gar kein Hitzefrei bekommen.

Saarland: Grundsätzlich muss die schulische Betreuung gegeben sein, an besonders heißen Tagen können aber Ausflüge gemacht werden. Bei einer Außentemperatur von 23 Grad im Schatten bis 10 Uhr dürfen in den Klassen eins bis zehn keine Klassenarbeiten geschrieben werden. Dazu gibt es Hausaufgabenfrei.

Sachsen: Schulleiter entscheiden.

Sachsen-Anhalt: Klassen eins bis zehn, manchmal auch in den Klassen darüber: Wenn um 11 Uhr im Unterrichtsraum 26 Grad und mehr gemessen werden, kann der Unterricht beendet werden.

Schleswig-Holstein: Schulleiter entscheiden.

Thüringen: Schulleiter entscheiden.

Übrigens: Bekommen Kinder der Sekundarstufe I Hitzefrei, können Eltern - ähnlich wie bei Kinderkrankentagen - freigestellt werden, wenn sie keine Betreuung für ihren Nachwuchs finden.

Wann es im Büro Hitzefrei geben kann, lest ihr hier.

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