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Netflix, Amazon & Co: Wie ihr beim Serienmarathon das Klima verpestet - ohne ...

Netflix, Amazon & Co: Wie Sie beim Serienmarathon das Klima schädigen - ohne es zu ahnen

News Team
Von News Team

300 Millionen Tonnen CO2: So viel Kohlendioxid hat das Speichern und Streamen von Videos, Filmen und Serien im vergangenen Jahr produziert. Das entspricht dem jährlichen Gesamtausstoß eines Landes wie Chile. Vor diesem kaum bekannten Phänomen warnt der französische Think-Tank „The Shift Project“ nun in einem aktuellen Bericht.

Demnach waren das Streaming von Filmen und Serien etwa von Netflix und Amazon Prime - sogenannte Video-on-Demand-Angebote (VoD) - im Jahr 2018 für ein Drittel der Emissionen verantwortlich, oder 100 Tonnen CO2. Erheblich war mit 80 Tonnen CO2 auch der Anteil von pornographischen Inhalten, etwa von Webseiten wie PornHub, YouPorn und XVideo.

Am größten fiel jedoch der CO2-Ausstoß bei Plattformen wie YouTube und den sozialen Medien aus: Während ersterer (mit rund 95 Prozent Marktanteil) für rund ein fünftel der Treibhausgasemissionen verantwortlich war (60 Tonnen CO2), wurden für das Video-Streaming auf Facebook, Instagram, Twitter und Co. rund 54 Tonnen CO2 ausgestoßen (18 Prozent).

Laut dem Bericht entspricht das aber nur 60 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes, der auf die Nutzung von Video-Streaming-Angeboten zurückzuführen ist. Die restlichen 40 Prozent nehmen andere Anwendungen ein, etwa Dienste wie Skype, WhatsApp und Co., die unter anderem Videogespräche ermöglichen, aber auch sogenannte „Camgirls“ und Telemedizin.

(Fortsetzung des Artikels nach dem Video)

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Server und Netzwerke sind energiehungrig

Grund für den hohen CO2-Ausstoß sind nach Angaben der Forscher verschiedene Faktoren: Einerseits werden für die Bereitstellung der Inhalte Server und Netzwerke gebraucht, die alle viel Strom benötigen. Andererseits spielen auch neue - datenlastige - Technologien, die zum Beispiel die Aufnahme hochauflösender Videos in 4K und 8K ermöglichen, eine wichtige Rolle.

In diesem immer wachsenden Gebrauch von Streaming-Diensten und energiehungrigen Anwendungen sehen die Forscher ein Problem. Deshalb schlagen sie vor, die Nutzung und die Qualität von Online-Video-Angeboten einzuschränken, etwa von Plattformen für Video-on-Demand wie Netflix und Amazon Prime sowie von pornographischem Inhalt.

Dennoch betonen sie, es gehe nicht darum, „für“ oder „gegen“ den einen oder anderen Dienst zu sein. Die Herausforderung liege vielmehr darin, die Nutzung eines wichtigen Angebotes wie etwa Telemedizin nicht durch die übermäßige Nutzung eines anderen zu gefährden. Um einen noch höheren CO2-Ausstoß zu vermeiden, müssten Nutzer entscheiden, was für sie am wichtigsten ist.

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  • (feb)

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