Um Nessie ranken viele Legenden

Rätsel um "Monster" von Loch Ness - Ist es doch nur ein Aal?

News Team
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Von News Team

Loch Ness ist legendär. Über Hunderte von Jahren gab es immer wieder Berichte über Sichtungen eines Monsters in dem See in Schottland. Jetzt wollen Wissenschaftler herausgefunden haben, was Nessie wirklich war – mit modernster Technik.


So viel ist dem internationalen Forscherteam zufolge sicher: Nessie war weder ein Monster, noch ein Urzeittier, noch ein überdimensionaler Wels. Die Wissenschaftler um den neuseeländischen Biomediziner Neil Gemmell glauben vielmehr, dass hinter Nessie - wenn es sie überhaupt gab - ein oder mehrere Aale in Übergröße stecken.

Umfangreiche Gen-Analyse

In den vergangenen Monaten sammelten sie in Loch Ness jede Menge DNA-Spuren, um möglichst alle im See lebenden Tierarten zu erfassen, wie „Spiegel Online“ berichtet. Wenngleich ihnen das nicht gelungen ist, analysierten sie doch mehr als 500 Millionen Erbgut-Sequenzen und verglichen diese mit bestehenden Datenbanken.

"Sehr großes Aal-DNA-Vorkommen"

Gemmel begründe die Annahme bei einer Pressekonferenz am Mittwochabend damit, dass es ein „sehr großes Vorkommen“ an Aal-DNA in dem See gibt. Das ein oder andere Exemplar sei möglicherweise riesig ausgefallen - auch wenn die DNA keinen Aufschluss gibt über die Größe der einstigen Tiere im See, wie Gemmell einräumt.

Ihm zufolge gab es die Theorie bereits 1933. Taucher hätten damals von „Aalen dick wie Beine“ und mutmaßlich bis zu vier Meter Länge berichtet.

Nach Ausschlussprinzip

Hinweise auf ein saurierartiges Tier fanden die Forscher nicht. Auch Riesenwelse, Störe oder Grönlandhaie schließen die Forscher aus. Somit blieben Aale die einzig plausible Erklärung.
Bei dem analysierten Material handelt es sich um eDNA: kleinste Spuren von Erbgut, die Lebewesen in der Umwelt hinterlassen. Diese lösen sich jedoch meist nach kurzer Zeit wieder auf.

Das erste Mal tauchte Nessie angeblich im Jahr 565 auf – so ist es zumindest überliefert. Damals soll das Ungeheuer sogar einen Mann attackiert haben, wie der Geistliche Abdomnan von Iona. Seitdem gibt es zahlreiche angebliche Sichtungen. Die jüngste erfolgte erst Anfang der Woche.

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