Jenke von Wilmsdorff: Selbst-Test mit Plastik und Mikroplastik

RTL: Jenke von Wilmsdorff stopft sich Mikroplastik rein - Biochemiker warnt für Gesundheitsgefahr

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Von News Team

Überall Plastik: in unserer Kleidung, in unseren Shampoos, ja sogar in unseren Lebensmitteln. So nehmen wir jede Woche etwa 5 Gramm Mikroplastik durch Nahrung auf - völlig unbemerkt. Alle Welt würde gern auf Plastik verzichten, doch RTL-Reporter Jenke von Wilmsdorff geht für sein neues Experiment den umgekehrten Weg.

Er isst und nutzt, begleitet von einem Speziallabor, möglichst viele Produkte, die in Plastik verpackt sind. Wie wird sich das auf seinen Körper und seine Gesundheit auswirken?

Schätzungen zufolge verbraucht jeder Deutsche 37 Kilo Verpackungsmüll pro Jahr in Deutschland an. Darüber hinaus gelangt übers Essen, aber auch Zahnpasta und Shampoos Mikroplastik in unseren Körper. Wissenschaftler sehen darin bislang keine ernstzunehmende Gefahr für die Gesundheit.

Hans Moshammer, Fachgebietsleiter Umwelthygiene und Umweltmedizin am Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien, erklärte etwa "RP-Online": "Für den Menschen ist der wichtigste Aufnahmepfad für Mikroplastik derzeit sicher nicht das Wasser, sondern Kosmetika und Zahnpasten, wobei ich unmittelbare Gesundheitsrisiken hier eher ausschließen würde."

RTL-Reporter Jenke von Wilmsdorff macht den Selbst-Test: "Was den meisten Menschen jedoch nicht bewusst ist, wir nehmen damit auch regelmäßig Mikroplastik und Weichmacher in unseren Körper auf, was Folgen für unsere Gesundheit haben kann."

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Biochemiker Stefan Georgius Moellhausen, Leiter des IGL-Labors in Wittbeck warnte bereits vorab vor den Risiken eines solchen Selbst-Experiments: „Wir wissen auch nicht, was das in Ihrem Körper jetzt anstellt. Ob es hormonelle Veränderungen oder entzündliche Prozesse auslösen kann. All diese Risiken sind bekannt. Sie gehen das Risiko jetzt ein, dass Sie unter Umständen gesundheitliche Probleme bekommen können.“

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Jenke von Wilmsdorff wagt das Experiment trotzdem. Gerade auch wegen der potenziellen Gefahr von Mikroplastik für Kleinkinder. "Wir haben daher zehn Kindergartenkinder zwischen 3 und 5 Jahren von einem Speziallabor auf Weichmacher im Körper untersuchen lassen. Erschreckend war dabei, dass alle Kinder bereits nachweislich damit belastet waren", so von Wilmsdorff.

Jenke von Wilmsdorff - umgeben von Plastikmüll
TVNOW / Elena EzhovaJenke von Wilmsdorff - umgeben von Plastikmüll

Doch machen die Weichmacher tatsächlich krank? "Auf Dauer und mit steigender Dosis ist es, nach Einschätzung unseres untersuchenden Biochemikers Dr. Stefan Georgius Moelhausen, insbesondere für Kinder gesundheitsgefährdend", erklärt von Wilmsdorff. "Die Mengen, die wir nachweisen konnten, waren bereits kritisch." Und weiter: "Kommen dann noch weitere umweltbedingte Toxine hinzu, kann das sehr wohl schon die Jüngsten krank machen."

Das Jenke-Experiment "Das Plastik in mir: Wie der Müll uns krank macht" läuft am 23. September um 20.15 Uhr auf RTL

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1 Kommentar

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Ich habe mich mal ein wenig mit dem Thema beschäftigt. Interessant finde ich, dass viele Plastikteilchen einfach in der Luft sind und sich z. B. während des Essens auf den Essen absetzen.

https://utopia.de/plastik-mikroplast...udie-85770/
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