Schadprogramme für Smartphones im Umlauf - So schützt ihr euch

Schadprogramme für Smartphones im Umlauf - So schützt ihr euch

News Team
Von News Team

Für Computer und Notebooks gibt es eine Reihe von zuverlässigen Schutzprogrammen, die Viren und Schadsoftware bekämpfen. Für Smartphones war das bislang nicht notwendig. Doch laut "Bild" sind derzeit auch Schadprogramme für mobile Endgeräte millionenenfach im Umlauf. Sie zerstören Daten, beschädigen den Akku und installieren Spionagesoftware. Dagegen sollte sich JEDER schützen.

"Schadprogramme sind zu vielen bösartigen Tätigkeiten in der Lage. Dazu gehört es, Spam zu versenden, Daten zu klauen oder zu löschen, Fotos zu verschlüsseln, um dann etwa Lösegeld zu erpressen, oder einfach nur den Nutzer auszusperren", warnte Sicherheitsexperte Andreas Marx beim unabhängigen Prüfinstitut AV-Test.

Zwar kann sich die bösartige Software auf Smartphones nicht selbst kopieren und weiterverbreiten, der Schaden kann dennoch groß sein. Die Schadprogramme gelangen auf unterschiedlichen Wegen auf das Smartphone.

So gelangt die Schadsoftware auf das Smartphone

Im vergangenen Jahre waren beispielsweise gefälschte Versionen des Onlinespiels "Fortnite" im Umlauf. Auf einer scheinbar offiziellen Webseite konnte man die App herunterladen, die jedoch Spionagesoftware enthielt. Standort und Anrufe wurden überwacht oder die Kamera eingeschaltet.

Auch ohne aktiv etwas herunterzuladen, kann sich ein Schadprogramm auf den Handy breit machen. So fanden laut "Bild" Google-Sicherheitsexperten heraus, dass bestimmte Internetseiten Spionagesoftware bereits beim Besuch der Seite installieren. Dies soll sogar im Auftrag der chinesischen Regierung geschehen sein.

Anzeichen für Schadsoftware auf dem Smartphone

Auf den ersten Blick sieht man einem Smartphone nicht an, ob es befallen wurde. Es gibt jedoch einige Indizien, die auf eine Schadsoftware hinweisen können.

  • Das Smartphone ist plötzlich sehr langsam.
  • Die Akkulaufzeit hat sich schlagartig extrem verschlechtert.
  • Der Datenvolumenverbrauch steigt schlagartig an.
  • Auf der Rechnung tauchen hohe Beträge auf, die man sich nicht erklären kann.
  • Auf dem Display erscheinen immer wieder Werbebanner und Meldungen, die nicht wegklickbar sind.

Die Schadprogramme können auf Dauer sogar das Smartphone an sich zerstören. "Es gibt bösartige Apps, die heimlich nach Bitcoins und anderen Kryptowährungen schürfen und den Akku durch übermäßige Nutzung schädigen. Der Akku wird also nicht nur schneller leer, sondern die Kapazität nimmt auch ständig ab", so Marx.

Google und Apple kämpfen gegen Schadsoftware

Selbst in die offiziellen App-Stores von Google und Apple schleichen sich die Schadprogramme hin und wieder ein, wobei für das iOS-Betriebssystem von Apple überhaupt nur einige Hundert bösartige Apps existieren. Für Android hingegen gibt es mehrere Millionen bekannte Schadprogramme, weiß der Experte.

Android-Nutzer sind demnach schlechter geschützt. Das liegt zum einen daran, dass das Google-Betriebssystem viel weiter verbreitet ist als iOS. Außerdem müssten Google-Sicherheitsupdates immer erst vom jeweiligen Smartphone-Hersteller angepasst werden, ehe sie beim Verbraucher ankommen. "So ein System wird dann schnell löchrig wie ein Schweizer Käse - ideal als Ziel für Angriffe", sagt Marx.

So schützt ihr euch

Der Sicherheitsexperte empfiehlt daher, immer sofort vorhandene Sicherheitsupdates zu installieren und auch ausschließlich Apps aus vertrauenswürdigen Quellen herunterzuladen.

Sinnvoll sei es bei Android-Smartphones auch, zusätzliche Schutzprogramme zu nutzen. AV-Test hat die besten Schutz-Apps HIER getestet.

Für iOS sind diese Schutzprogramme bislang nicht notwendig.

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