Mit dem Ertönen des Widerhorns endet Jom Kippur

Am höchsten jüdischen Feiertag - Anschlag in Halle an Jom Kippur

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Bei einem Anschlag vor einer Synagoge in Halle an der Saale sind am Mittwoch mindestens zwei Menschen getötet worden. Ein Unbekannter soll mit einer Maschinenpistole mehrere Schüsse abgefeuert haben. Eine Handgranate soll auf den Jüdischen Friedhof geworfen worden sein. Das Attentat ereignete sich ausgerechnet an Jom Kippur – dem höchsten jüdischen Feiertag.

Das "Versöhnungsfest" wird traditionell am zehnten Tag des Monats Tischri im jüdischen Kalender begangen. Nach dem Gregorianischen Kalender fällt der Feiertag jedes Jahr auf ein anderes Datum im September oder Oktober.

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In Israel steht an Jom Kippur alles still. Es fahren keine Autos, keine öffentlichen Verkehrsmittel, auch Geschäfte, Büros und Flughäfen sind geschlossen. Die Gläubigen Gedenken an diesem Tag der unzertrennlichen Verbindung des jüdischen Volkes zu Gott. Sie ziehen Bilanz über ihre moralisches und religiöses Verhalten im abgelaufenen Jahr und verpflichten sich zu guten Taten.

Zehn ehrfurchtsvolle Tage

Jom Kippur ist untrennbar mit dem zweiten hohen jüdischen Feiertag, Rosch Haschana, verbunden. Dieser Tag wird zehn Tage früher begangen. Mit Rosch Haschana beginnen die ehrfurchtsvollen Tage der Einkehr und Buße, mit Jom Kippur enden sie.

An diesem Tag begehen ultra-orthodoxe Juden in Jerusalem den Brauch der "Kapparot", des Hühnerschwenkens. Mit einem Huhn befreien sie sich von ihren Sünden.

IM VIDEO|Hühnerschwenken an Jom Kippur

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