30 Jahre nach Tschernobyl: Pilze noch immer stark belastet - Welche besonders betroffen sind

Einige Pilzsorten in Bayern sind noch immer radioaktiv stark belastet, darun ...
Einige Pilzsorten in Bayern sind noch immer radioaktiv stark belastet, darunter MaronenröhrlingeFoto-Quelle: Pixabay
News Team
Von News Team

Mehr als 30 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind einige Wildpilzarten in Bayern noch immer stark mit radioaktivem Cäsium belastet. Nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) sind beispielsweise die bei Pilzsammlern beliebten Maronenröhrlinge oder Schnecklinge betroffen.


Bei im Handel gekauften Wildpilzen müssten Verbraucher jedoch keine Bedenken haben, da Wildpilze den Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm Frischmasse nicht überschreiten dürfen. Die Einhaltung dieses Grenzwerts werde stichprobenartig überwacht.

Bayern zehnmal stärker belastet als Norddeutschland

Nach dem Super-Gau in dem Atomkraftwerk in der Ukraine im Jahr 1986 wurden die genannten Gebiete in Bayern zehnmal heftiger belastet als beispielsweise Norddeutschland, wie „heute.de“ berichtet. Das Cäsium-137 sei wegen seiner Halbwertszeit von rund 30 Jahren bisher etwa nur zur Hälfte zerfallen.

Diese Gegenden sind besonders stark kontaminiert

Die höchsten Radiocäsiumgehalte wurden in außergewöhnlich stark belasteten kleineren Waldgebieten im Bayerischen Wald, im Donaumoos südwestlich von Ingolstadt, im Berchtesgadener Land und in der Region Mittenwald ermittelt.

Cäsium im Niederschlag

Über diesen gingen nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl Anfang Mai 1986 Gewitter nieder. Das radioaktive Cäsium aus dem Niederschlag konnte sich dort in den Waldböden länger halten als beispielsweise auf Ackerböden.

Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren