Dieser Besitzer folgt seinem Besitzer auf Schritt und Tritt: Der "Smartcase" ...

Nie mehr Kofferschleppen - Diese Erfindung erleichtert nicht nur Senioren das Reisen

News Team
Von News Team

Reisen kann ganz schön anstrengend sein. Einen prall gefüllten Koffer hinter sich herzuziehen, erfordert Kraft, selbst wenn es sich um einen Rollkoffer handelt. Das gilt umso mehr für Menschen, die körperlich eingeschränkt oder älter sind.

Doch damit könnte es schon bald vorbei sein. Wenn sich die Idee von vier Studenten der Universität des Saarlandes durchsetzt. Die nämlich entwickeln gerade einen smarten Koffer und haben bereits einen Prototypen des "Smartcase" gebaut.

Rollstuhlfahrer als Zielgruppe

Der Clou: Der Koffer heftet sich an die Fersen seines Besitzers, und fährt ihm ganz selbstständig auf Schritt und Tritt hinterher, wie ein treuer Hund. Lästiges Kofferschleppen hat damit ein Ende, der Besitzer des Koffers hat die Hände frei.

Auch Rollstuhlfahrer haben die Studenten als Zielgruppe für ihre Erfindung im Auge.

„Wir denken dabei gerade auch an Menschen mit Einschränkungen wie Gehbehinderungen. Ihnen könnte solch ein intelligenter Koffer unabhängigeres Reisen möglich machen“, sagt Joshua Summa, der Systems Engineering an der Universität des Saarlandes studiert.

So funktioniert der "Smartcase"

Zusammen mit seinen Studienkollegen Till Mertin, Nick Kempel und dem Informatikstudenten Joshua Arens baut der angehende Ingenieurwissenschaftler derzeit an dem intelligenten Koffer, der das Reisen künftig stressfreier machen soll.

Die Studenten Nick Kempel, Joshua Arens, Joshua Summa und Till Mertin (v.l.) von der Universität des Saarlandes bauen einen intelligenten Koffer, der das Reisen künftig stressfreier machen soll.
Oliver Dietze/Universität des SaarlandesDie Studenten Nick Kempel, Joshua Arens, Joshua Summa und Till Mertin (v.l.) von der Universität des Saarlandes bauen einen intelligenten Koffer, der das Reisen künftig stressfreier machen soll.

„Unser System beruht auf einer Kombination mehrerer Sensoren“, erklärt Joshua Summa. Kernstück ist eine Kamera, die denjenigen erkennt, dem sie folgen soll, und jede seiner Bewegungen erfasst.

Im Video:

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Ultraschallsensoren messen permanent Entfernungen. Auf diese Weise kann der smarte Koffer Hindernisse erkennen und ihnen ausweichen.

Die Messdaten der Sensoren verarbeitet ein Mikro-Prozessor, der Befehle an die Elektromotoren der Räder des Koffers weitergibt.

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Auch ganz andere Einsatzmöglichkeiten nach diesem Prinzip seien möglich, sagen die Studenten - und denken dabei an den Transportbereich und die Lagerlogistik.

Doch zunächst gehen die Studenten aus dem Saarland mit ihrem "Smartcase" in ein ganz anderes Rennen: Sie nehmen in der kommenden Woche mit ihrer Erfindung an dem Cosima-Studentenwettberwerb in Berlin teil, der vom Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) ausgeschrieben wird.

7 Kommentare

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An sich eine gute Idee, wenn das gut konstruiert ist. Ob das dann auch praxistauglich ist? Wie viel Platz braucht der Antrieb einschließlich Akkus? Wie schwer wird der Antrieb sein? Wie wird die Kraft auf die Räder gebracht? Meist doch recht kleine und glatte Rollen bei diesen Rollkoffern.
Und wie steigt der Koffer in einen Zug ein?Den Koffer zu ziehen ist ja nicht das Hauptproblem,Das Heben ist das zentrale Problem.
Genau, das wäre das nächste Problem, vielleicht kann man dem Koffer das Hüpfen beibringen.
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Eine neue und anspruchsvolle Herausforderung für Kofferdiebe. Bestimmt arbeitet schon jemand an der Entwicklung eines kleinen Senders, mit dem man den Koffer auf anderen Kurs lenken kann. Das Gute daran, der Kofferbesitzer merkt es vielleicht erst nach 10 Minuten, dass ihm sein Hündchen nicht mehr folgt.
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Wow, tolle Idee, zumindest auf glatten/ebenen Untergründen. Was aber ist mit Kopfsteinpflaster, Kies, Baumwurzeln usw., mit denen die Rollen der Trollies im Allgemeinen zu kämpfen haben? Bin mal gespannt, ob das umgesetzt werden kann.
Abwarten! -- Vielleicht wird die nächste Generation der Koffer schon schweben?
👍🏻 Noch besser! 😂
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