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Heimliche Aufnahmen aus Horror-Stall: Kranke Schweine gequält, dann zu Tode geprügelt

News Team
Von News Team

Knüppelschläge, quälerische Tötungsversuche, zappelnde Schweine in minutenlangem Todeskampf: Die Tierschutzorganisation „Animal Rights Watch“ (ARIWA) hat in zwei deutschen Schweinemastanlagen erhebliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz aufgedeckt. Mit einer Petition wollen die Aktivsten Bundeswirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) zum Handeln zwingen.

Die Aufnahmen von versteckten Kameras in zwei Schweinemastanlagen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zeigen, dass in beiden Betrieben schwer kranke, verletzte und verwundete Tiere über einen längeren Zeitraum nicht behandelt und dann brutal getötet wurden. „Sowohl die Tötungen und Tötungsarten als auch die Nichtbehandlung der Tiere stellen klare Verstöße gegen das Tierschutzgesetz dar“, so ARIWA-Sprecherin Sandra Franz.

In einigen Aufnahmen, die die Tierschutzorganisation in Mecklenburg-Vorpommern gemacht haben will, ist etwa zu sehen, wie drei kranke Schweine zwar in einer Krankenbucht separiert sind, ihre schweren Wunden und Entzündungen aber nicht behandelt werden. Eines der Tiere hat eine handtellergroße Wunde am Bein, die durch den Schmutz entzündet ist, ein anderes kann sich wegen seiner geschwollenen Gelenke kaum noch bewegen.

Auch die grausame Tötung eines Schweines wurde dokumentiert: Mit Knüppelschlägen versucht ein Arbeiter, das Tier zu töten. Nach zehn Schlägen ist es aber immer noch am Leben und bei Bewusstsein - das Schwein bewegt sich und hebt den Kopf. Erst mehr als eine halbe Stunde später betäubt der Arbeiter das Tier mit einem Bolzenschuss. Der vorgeschriebene Kehlschnitt unterbleibt, das Schwein stirbt erst nach minutenlangem Todeskampf.

Dass in diesem Betrieb in Mecklenburg-Vorpommern regelmäßig Schweine getötet werden, zeigen Aufnahmen aus einem anderen Bereich der Anlage. In einem Video ist beispielsweise zu sehen, wie ein Arbeiter junge Schweine, sogenannte Läufer, in Kadavertonnen wirft. Dass die Tiere möglicherweise nicht gesetzeskoform, sondern auf brutale Weise getötet worden sein könnten, lässt sich beim Anblick ihrer blutüberströmten Körper vermuten.

In der Schweinemast in Brandenburg mit etwa 20.000 Tieren werden laut ARIWA ebenfalls regelmäßig Tiere getötet. „Das ist den Betriebslisten zu entnehmen“, sagt Franz. Dort hätten die Aktivisten die brutale Tötung von sechs Schweinen dokumentieren können. Nach der Betäubung mit einem Bolzenschuss würden die Tiere im Todeskampf sich selbst überlassen, andere seien tot oder noch zappelnd auf dem Boden hin- und hergeschleift worden.

Tierschützer warnen vor brutaler Praxis

Bei den von ARIWA festgestellten Verstößen handele es sich aber nicht um Einzelfälle, so Franz. „2017 zeigte eine Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover erstmals, dass in deutschen Zucht- und Mastanlagen jährlich 13,6 Millionen Schweine sterben.“ Viele würden an unversorgten Wunden, Entzündungen und Krankheiten leiden, jedes fünfte Tier erreichte aufgrund dessen gar nicht erst das vorgesehene Schlachtalter.

„Entzündete Gelenke und offene Wunden, Nabelbrüche, Klauenerkrankungen sowie blutig gebissene Schwänze und Ohren sind direkte Folgen der üblichen Mastbedingungen“, erklärt Franz. „Da eine angemessene tierärztliche Behandlung nicht rentabel wäre, werden die Schweine einem langsamen und leidvollen Tod überlassen.“ Die betroffenen Tiere seien von vornherein als „Verluste“ einkalkuliert, so die Expertin.

Am Dienstag (22. Oktober) hat ARIWA eine Online-Petition an Bundeswirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) gestartet. Darin fordern die Aktivisten die Regierung dazu auf, die deutschen Tierkörperbeseitugungsanlagen zur systematischen Dokumentation aller angelieferten Tiere zu verpflichten. Unter anderem sollen die Anlagen tierschutzrelevante Befunde regelmäßig erheben und die Ergebnisse veröffentlichen.

6 Kommentare

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Ob er mal das Schwein sein möchte? wobei ,ist er ja.. Der Tierquäler!
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Unfassbar, dass es im Jahr 2019 noch Menschen gibt, die sowas am Ende noch essen.
... jaa unglaublich !! könnte es sein das mittlerweile immer mehr menschen einfach irre sind ?
Klar. Für viele Menschen ist es kein gequältes und krankes Tier, sondern ein lecker gewürztes undefinierbares Irgendetwas in einer Plastikverpackung für wenig Geld.
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