Halloween und Kürbis: DAS hat es mit dem Brauch auf sich

Halloween geht auf eine alte keltische Tradition zurück.
Halloween geht auf eine alte keltische Tradition zurück.Foto-Quelle: Pixabay
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Von News Team

Gruselige Verkleidungen, ausgehöhlte Kürbisse, und Kinder, die von Tür zu Tür gehen und Süßigkeiten einsammeln - Halloween hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem kommerziellen Ereignis entwickelt. Doch das Grusel-Fest ist nicht etwa eine Geldmacherei "made in USA". Die Ursprünge gehen auf keltische Traditionen in der Eisenzeit (800 v. Chr. bis ins 5. Jahrhundert n. Chr.) zurück.

Die Kelten lebten in ganz Europa, u. a. in Irland, Schottland und Wales. Sie unterschieden zwei Jahreszeiten: Sommer und Winter. Der Sommer galt als Zeit des Lebens, der Winter als Zeit des Todes. Deshalb wurde in der Nacht zum Winteranfang eine Art Totenfest - genannt Samhain - gefeiert. Die Kelten glaubten, dass es in dieser Nacht zur Begegnung zwischen Lebenden und Toten kam. Brauch war es, den verstorbenen Vorfahren ein Festmahl aufzutischen. Nach Einführung des Gregorianischen Kalenders wurde schließlich ein festes Datum für das Totenfest festgelegt: der 31. Oktober.

Verkleidung aus Angst vor dem Tod

Im Laufe der Zeit veränderte sich der Brauch. Um den Tod in dieser Nacht fernzuhalten, verkleideten sich die Menschen so gruselig wie möglich. Der Tod sollte glauben, sie seien längst gestorben. Um böse Geister zu besänftigen, sollen außerdem kleine Gaben vor die Häuser gelegt worden sein.

Als die Iren im 19. Jahrhundert in die USA auswanderten, führten sie ihre Traditionen fort. Es entstand langsam das Halloween-Fest, wie wir es heute kennen.

Die Sage des Jack-O-Lantern

Auch die ausgehöhlten Kürbisse gehen auf eine irische Sage zurück: die Sage des Jack O. Hufschmied Jack Oldfield lebte in Irland, er galt als Schurke. Am Abend vor Allerheiligen wollte der Teufel ihn holen. Durch eine List gelang es Jack, den Teufel einzusperren. Er befreite ihn erst, nachdem der Teufel versprochen hatte, ihn zehn Jahre in Ruhe zu lassen. Als die zehn Jahre vergangen waren, wollte der Teufel Jack ein zweites Mal holen. Wieder in der Nacht vor Allerheiligen. Und wieder schaffte es der gerissene Hufschmied, den Teufel zu überlisten. Diesmal forderte er von ihm, dass er seine Seele vor dem Höllenfeuer verschone. Der Teufel war einverstanden.

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Viele Jahre später starb Jack O. Im Paradies erhielt er keinen Einlass, er war Zeit seines Lebens ein Schurke gewesen. Doch auch der Teufel wies ihn ab, er hatte ihm ja ein Versprechen gegeben. Aus Mitleid gab der Teufel Jack eine glühende Kohle aus dem Höllenfeuer. Diese legte der Hufschmied in eine ausgehöhlte Rübe und wandelt seitdem an Halloween als Untoter zwischen beiden Welten. Bis heute sollen die in Kürbisse geschnitzten Fratzen - auch bekannt als Jack-O-Lantern - böse Geister fernhalten.

Der Name Halloween hängt im Übrigen mit Allerheiligen zusammen. Der Feiertag am 1. November wird im Englischen "All Hallows" genannt. Der Abend zu vor dementsprechend "All Hallows Evening". Daraus entwickelte sich schließlich HALLOWEEN.

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