Qualvoller Tod: China testet Sicherheitsgurte an lebenden Schweinen

Schweine wurden in China als Crashtest-Dummys verwendet
Schweine wurden in China als Crashtest-Dummys verwendetFoto-Quelle: International Journal of Crashworthiness
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Von News Team

Um zu prüfen, wie sicher Gurtsysteme oder Kindersitze sind, werden hierzulande seit rund 25 Jahren speziell entwickelte Puppen verwendet. Anders in China: Dort verwenden Wissenschaftler Schweine als Crashtest-Dummys, die in Angst und mit elenden Schmerzen zugrunde gehen.

Die Bilder sind entsetzlich, die Qualen müssen noch größer gewesen sein. Chinesische Forscher setzten 15 kleine junge Schweine ein, um Sicherheitsgurte für Kinder zu testen. Die Schweine hätten eine ähnliche Anatomie wie sechsjährige Kinder, hieß es zur Begründung, wie unter anderem "The Independent" berichtet. Demnach deuteten die Forscher an, auch in künftigen Tests Schweine einzusetzen.

Mit Tempo 50 gegen die Wand

Die Jungtiere wurden in die Testvorrichtung geschnallt, die mit bis zu 50 km/h gegen eine Wand krachte. Über das Ergebnis berichteten die Durchführenden im Januar 2019 im Fachmagazin "International Journal of Crashworthiness".

Schweine werden aus Sitzen gerissen

Sieben Jungtiere, die teils aus den Sitzen gerissen wurden, starben, acht weitere erlitten Verletzungen wie Blutungen, Knochenbrüche und innere Prellungen. Die Forscher, die die Körper anschließend untersuchten, fanden heraus, dass am häufigsten die Lungen verletzt wurden, gefolgt von Milz und Leber.

Jungtiere mussten zuvor hungern

Die jungen Schweine mussten vor den Tests vorher 24 Stunden lang hungern und erhielten sechs Stunden lang kein Wasser mehr. Laut dem "Independent" bekamen sie immerhin vor den Test Beruhigungsmittel.

Die Zeitung kontaktierte die beteiligten Wissenschaftler, die beteuerten, die US-Richtlinien für die Verwendung von Versuchstieren eingehalten zu haben. Eine Ethikkommission habe die Tests genehmigt.

Zweifel am Sinn der Tests

Ein ebenfalls kontaktierter Forscher von "Understandig Animal Research" aus Großbritannien, Chris Magee, bezweifelte dagegen nicht nur, dass eine britische Kommission derartiges erlaubt hätte, sondern generell den Sinn der Tests.

Tierschützer protestieren

Peta kontaktierte das nationale Institut für Verkehrsmedizin und das Daping Hospital, das die Tests zusammen mit der Army Medical University durchführte, und forderte sie auf, lebende Tiere nicht mehr als Crashtest-Dummys einzusetzen. Allerdings gebe keine Vorschriften, die entsprechende Tests verbieten.

Weitere Versuche mit Hunden und Schweinen

Der Tierschutzorganisation führte das nationale Forschungsinstitut weitere grausame Experimente mit Schweinen und Hunden durch. Demnach seien Hunde mit Stofffesseln in eine menschliche Sitzposition gezwungen worden, man habe eine Scheibe mit einem Stahldrahtseil an ihren Köpfen befestigt und Sensoren in die Köpfe implantiert. Die Köpfe der Tiere seien an den Ohren hochgezogen worden, dann hätten Tester einen Hammer auf die Scheibe fallen lassen, wodurch die Köpfe heftig nach hinten gezogen worden seien, die Tiere wahrscheinlich ein Schleudertrauma erlitten und hinkten. Im Anschluss wurden sie getötet und seziert.

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