Funkloch-Drama in Deutschland - Groko plant Milliarden-Investition

Handyempfang - oft Glückssache in Deutschland
Handyempfang - oft Glückssache in DeutschlandFoto-Quelle: Pixabay
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Eine Karte der Bundesnetzagentur zeigt, wo in Deutschland die Funklöcher am größten und der Handyempfang am schlechtesten ist. Die Daten basieren auf der Funkloch-App, bei der Nutzer ihre Erfahrungen angeben können. Über 160 Millionen Messpunkte wurden im ersten Jahr übermittelt. Das Thema beschäftigt auch die Politik. Die Groko plant nun eine Milliarden-Spritze, um die Funklöcher zu stopfen.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), der auch für die digitale Infrastruktur in der Bundesregierung zuständig ist, hat schnellere Genehmigungsverfahren beim Ausbau der Mobilfunk-Infrastruktur angemahnt. Zurzeit hingen rund 1000 Standorte in Genehmigungsverfahren, so Scheuer am Sonntag am Rande einer Kabinettsklausur im brandenburgischen Meseberg, wie "Bild" berichtet. Deutschland müsse hier schneller werden.

Konkrete Zahlen nannte Scheuers Staatssekretär Steffen Bilger (CDU) in der "Stuttgarter Zeitung": "Wir stellen jetzt über das Sondervermögen Digitale Infrastruktur bis 2024 die benötigten 1,1 Milliarden Euro zur Verfügung, um so gut wie alle Funklöcher in Deutschland zu schließen."

Schlechtes Handynetz in Deutschland

Smartphone-Nutzer wissen es aus eigener Erfahrung längst, jetzt zeigt es eine Karte ganz deutlich: Das Handynetz in Deutschland ist teilweise extrem schlecht.

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In einigen Gegenden gibt es sogar gar kein Netz. Bei allen drei großen Mobilfunkern gibt es weiße Flecken auf der Karte. Gerade in ländlichen Regionen gibt es teils deutliche Unterschiede bei der Abdeckung zwischen Telekom, Vodafone und O2.

Das geht aus einer Karte hervor, die die Bundesnetzagentur veröffentlicht hat und online zur Verfügung stellt.

breitbandmessung.de/Screenshot

Die Daten stammen aus der Breitbandmessung-App der Bundesnetzagentur, mit der seit einem Jahr jeder einen Hinweise geben kann, wo in Deutschland kein Mobilfunknetz zur Verfügung steht.

"Es ist erfreulich, dass die App bereits im ersten Jahr rund 187.000-mal von Nutzern installiert wurde. Insgesamt wurden bisher knapp 160 Mio. Messpunkte durch Nutzer ermittelt. Nun besteht die Möglichkeit, die ermittelten Werte einzusehen und diese beispielsweise mit den selbst ermittelten eigenen Ergebnissen zu vergleichen", sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Die Breitbandmessung/Funkloch-App steht für Android und iOS kostenlos im jeweiligen Store zur Verfügung.

3 Kommentare

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Besonders witzig, jetzt will man G4 installieren, warum nicht gleich G5 ? Wenn man schon dabei ist zu investieren, dann doch gleich den neuesten Stand der Technik. Wir hinken ja jetzt schon den Neuerungen hinterher. Während in den USA und China selbstfahrende Autos bereits fahren, wird bei uns lamentiert und nichts entschieden. Viele Nutzer sind schon weiter, im Vergleich zu den Regierenden.
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Wie kommt es dass es zusammen fällt mit der Abschaltung von 3G? Hätte doch alles schon vorher geschehen können! Da können doch jetzt Extra Milliarden Profite eingefahren werden. Und auch noch die "neuesten" Smartphones verkaufen. Und weiter die Natur zerstören. auch für die "seltenen Erden". Alles für die Grosskonzerne!Wenn man wirklich für eine gute Netzabdeckung wäre würde man in gemeinsame Internetcafes für Schüler und die Allgemeinheit investieren. Und 5G ist auch nur für Industrie und Banken wichtig!
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Ich liebe Funklöcher! Ist manchmal ganz schön von Vorteil, wenn man mich nicht gleich erreicht.Da geht die Welt auch nicht gleich unter!
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