Kochen ohne Strom - Bundesamt für Katastrophenhilfe sammelt Rezepte

Das Nötigste für den Notfall: Doch wie zaubert man daraus ein leckeres Essen ...
Das Nötigste für den Notfall: Doch wie zaubert man daraus ein leckeres Essen? Dafür bittet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz jetzt Bürger um MithilfeFoto-Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
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Der Notfall klingt nach einem Schreckens-Szenario: Seit Tagen gibt es keinen Strom und kein Wasser. Einige Vorräte sind noch im Haus - doch was kann man damit kochen? Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe will ein "Notfallkochbuch" herausgeben - und sucht jetzt in einem Wettbewerb nach Rezeptideen.

Gesucht werden Rezepte für Speisen, die ohne Strom und ohne Leitungswasser zubereitet werden können. Dafür hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) am Mittwoch (19. Februar 2020) einen Wettbewerb gestartet.

Die Behörde rate der Bevölkerung seit vielen Jahren zur "Bevorratung von Lebensmitteln", sagte BBK-Vizepräsident Thomas Herzog. Ziel des Projekts sei es, den Bürgern "auch praktische Hilfe anzubieten" - in Form eines "Notfallkochbuchs".

Daran beteiligt ist nicht nur das Bundesamt für Katastrophenhilfe, sondern auch zahlreiche andere Hilfsorganisationen wie etwa Technisches Hilfswerk, Rotes Kreuz und DLRG.

"Das Kochbuch soll zur Stärkung der Resilienz der Bevölkerung bundesweit beitragen, um für alle Fälle vorbereitet zu sein", heißt es vonseiten des Bundesamts.

Doch bis es soweit ist, das Kochbuch also unter die Leute gebracht werden kann, benötigen die Katastrophenschützer und -helfer noch rund 50 Rezepte.

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Die können Bürger bis zum 15. Mai 2020 per Post oder Email beim BBK einreichen. Aus allen Einsendungen wählt eine Jury die besten Rezepte aus, die dann in einem "Notfallkochbuch" veröffentlicht werden sollen. Zu gewinnen gibt es unter anderem Gasherde und einen Backofen für den Gasherd.

Der Wettbewerb klingt kurios. Hat aber einen ernsten Hintergrund. So warnt Christoph Unger, Chef des BBK, immer wieder vor einem wachsenden Blackout-Risiko in Deutschland.

Warnung vor Blackout-Risiko

"Nach 24 Stunden ohne Strom hätten wir katastrophale Verhältnisse", sagte Unger etwa im vorigen Jahr der "Welt". "Auf ein solches Szenario müssen wir uns einstellen und vorbereiten."

Das spiegeln die Teilnahmebedingungen des aktuellen Wettbewerbs wider:

Kochen ohne Strom und Leitungswasser

"Das Rezept soll unter der Annahme eines vollständigen Stromausfalls zubereitet werden können, d.h. ohne Zuhilfenahme jeglicher elektrischer Kocheinrichtungen", heißt es in der Beschreibung des Wettbewerbs.

Die Rezepte sollen so konzipiert sein, dass sie ohne Leitungswasser auskommen - denn das ist in dem fiktiven Szenario ebenfalls nicht mehr vorhanden. Auch frische Lebensmittel gibt es nicht, die Geschäfte sind seit Tagen geschlossen.

Im Notfall kann ausschließlich auf die haltbaren Lebensmittel zurückgegriffen werden, die das BBK in seinem "Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notfallsituationen" als Notvorrat empfiehlt.

Genug Lebensmittel und Getränke für 10 Tage sollte jeder auf Vorrat haben, heißt es darin. Brot, Kartoffeln, Reis, Hülsenfrüchte und Obst aus Dosen etwa. Oder Eipulver und Salzstangen.

Immerhin: Handelsübliche Gewürze sind erlaubt. Schließlich sollen 50 Rezepte veröffentlicht werden, die nicht nur die Herausforderung der Notfallsituation kreativ meistern. Sondern auch: schmecken.

Im Video: Wer beim Notruf nicht mehr sprechen kann, muss DAS wissen"

autoren wize.life

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