Mobiles Internet: Schnecke oder Turbo?

Mobiles Internet: Schnecke oder Turbo?

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Mit LTE ist die vierte Mobilfunkgeneration frei geschaltet. Der neue Standard, Long Term Evolution, bringt das mobile Internet in eine neue Dimension. LTE erlaubt den Austausch von großen Datenmengen im Internet, wie Musik und Filme in HD-Qualität. In vielen Ländern Europas sowie in den USA und Japan sind bereits kommerzielle Netzwerke verfügbar. In Deutschland ist LTE in einigen Großstädten aber vor allem in vielen ländlichen Regionen aktiv. LTE löst UMTS ab und ist deutlich schneller. Es kann sogar mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde schneller als die Festnetzübertragung DSL sein. Wer sich mit diesen Begriffen noch unsicher ist: In unserem Artikel "Was ist LTE" erklären wir die Bedeutung genauer.

Spezielle Handys notwendig

Für den Empfang sind aber spezielle Handys notwendig. Die großen Hersteller wie etwa Apple mit dem iPhone 5, HTC und One XL, das Samsung Galaxy S3 oder Nokias Lumina 920 und weitere andere Modelle und Marken sind für den Empfang gerüstet.

Landkarten zeigen die Ausbaustufe

Neben den Mobiltelefonen existieren natürlich auch eigene Tarife für den LTE-Empfang. Hier lohnt es sich die Preise mit dem bestehenden Mobilfunkanbieter zu checken oder einen neuen zu finden. So bietet etwa die Telekom für anfangs 85 und später dann für knapp 100 Euro pro Monat mit ihrem teuersten, dem XXl-Tarif, die volle Leistung von LTE samt einiger weiterer Flatrates an. Preisportale im Internet schaffen Durchblick durch den Angebotsdschungel. Hier finden sich auch Karten, die den Grad der Ausbaustufe in den jeweiligen Gebieten zeigen.

Hatten anfangs die Unternehmen vor allem die Großstädte im Visier, um ihren neuen Übertragungsstandard anzubieten, wurden sie später von der Aufsichtsbehörde gedrängt, auch den ländlichen Raum zu versorgen. Mit der Folge, dass hier in einigen Gebieten die Ausbaustufe weiter fortgeschritten ist, als in mancher Stadt.

Zusammengefasst lässt sich sagen, Onlineseiten bauen sich mit LTE deutlich schneller auf als bei UMTS-Verbindungen. Auch das Überspielen von großen Datenmengen, die Downloads, sind sehr schnell. Außerdem werden die Akkus geschont und die Handylaufzeiten verlängert, da spezielle Energiespartechniken von LTE nicht so viel Strom benötigen.

LTE auch für daheim

So empfiehlt sich der LTE-Standard für al diejenigen, die mit Smartphone oder Tabletcomputer (bei integriertem Mobilfunkteil) viel im Internet unterwegs sind und/oder über keine WLAN-Verbindung für ihren Laptop oder Computer verfügen. Natürlich kann LTE auch zuhause genutzt werden. Dazu wird aber ein spezieller Router benötigt. LTE ist deswegen eine Alternative zu DSL, weil manche Fernsehsender ihre Frequenzen aufgegeben haben und diese jetzt von LTE genutzt werden. Auch hier gilt, dass auf dem Land das Aufstellen der neuen Sendemasten schneller geschieht als in der Stat. So ist gerade LTE zum Konkurrenten von DSL geworden, da dieser Ausbau auf dem Land oft nur schleppend vorankommt.

Wer sich detaillierter darüber informieren möchte, wie LTE funktioniert, wird in unsere Artikel "Was ist LTE?" fündig.

Artikel Teaser zu Was ist LTE

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