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Neue ABGs: Noch mehr Datensammlerei bei Facebook – na und?

Von News Team -

Facebook-Mitglieder haben in diesen Tagen eine Benachrichtigung bekommen, dass das Netzwerk mal wieder die Allgemeinen Geschäftsbedingungen anpasst. Die Nutzer müssen bestätigen, dass sie den Hinweis zur Kenntnis genommen haben. Ablehnen? Geht nicht. Natürlich können sie das umfangreiche Dokument auch studieren. Aber mal Hand aufs Herz: Wer liest sich sowas wirklich durch? Eigentlich interessiert es doch auch niemanden.

Facebook will mehr Daten seiner Nutzer erheben und verknüpfen? „Schlimm, schlimm“, denkt wohl so mancher. Die anderen teilen ein Bild auf der Plattform mit ein paar Sätzen. Inhalt: Die neuen ABGs gelten für sie nicht und das teilen sie Facebook hiermit mit (siehe Foto). Die Botschaft steckt übrigens voller Rechtschreibfehler.

Auch Prominente fallen rein


Ein solcher Reflex erfolgt jedes Mal, wenn das Netzwerk Änderungen ankündigt. Aber wer ist eigentlich so naiv zu glauben, dass das Posten einer solchen Statusmeldung tatsächlich etwas bewirkt? Als würde Facebook unter den Millionen Nachrichten, die jeden Tag geteilt werden, genau diese herausfischen und lesen. Und als hätte diese Mitteilung eine rechtliche Auswirkung. Da könnte man ja genauso dem Finanzamt mitteilen, dass man „hiermit von der Abgabe der Steuererklärung befreit ist“.

Aber auch prominenten Mitgliedern fehlt da der Durchblick. Zum Beispiel Ex-Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel, der genau dieses Bild ebenfalls teilte – und den Spott anderer Nutzer auf sich zog.

Facebook-Mitglieder akzeptieren AGBs


Dabei ist es doch ganz einfach: Wer sich bei Facebook anmeldet, akzeptiert die ABGs. Wer damit nicht einverstanden ist, muss das Netzwerk verlassen. Das Gleiche gilt für alle Neuerungen und Änderungen. Aber letztlich ist es den meisten doch völlig egal, was Facebook tut. Sie bleiben einfach weiter dabei - und ändern nichts. Ansonsten würden die Mitgliederzahlen schrumpfen, nicht steigen. Deshalb protestiert auch niemand ernsthaft, sondern alle nehmen lieber alles hin. Wird schon nicht so schlimm sein, wenn Facebook noch mehr weiß.

Denn genau das räumt sich die Plattform ein. Ab 1. Januar gelten neue Richtlinien, und die besagen unter anderem folgendes:

  • Facebook schneidet Werbung mehr auf das einzelne Mitglied zu. Bis jetzt hängen Anzeigen unter anderem davon ab, wo jemand „Gefällt mir“ geklickt hat. Ab 2015 wertet Facebook auch die Webseiten aus, die jemand aufruft, oder die Apps, die er auf dem Smartphone nutzt. Das Portal bedient sich bei Infos, die Mitglieder auf anderen Webseiten hinterlassen – dort, wo sie sich mit ihrem Facebook-Account einloggen oder auf "Gefällt mir" klicken. Damit kann das Netzwerk besser nachverfolgen, was jemand im Internet tut – solange dieser bei Facebook eingeloggt ist. Wer zum Beispiel googlet, wo es die billigsten Unterkünfte in London gibt, sieht bei Facebook passende Werbung.
  • Wer via Facebook mitteilt, wo er sich gerade befindet, bekommt in Zukunft Infos über Cafes, Geschäfte oder Restaurants in der Umgebung angezeigt – oder Statusmeldungen von Freunden in der Nähe.

Mehr Datenschutz - aber warum?


Facebook will sich offenbar aber auch um mehr Datenschutz bemühen. Nutzer sollen leichter entscheiden können, wer welche Inhalte sehen kann. Dazu gibt es unter anderem interaktive Anleitungen. Aber schaut sich das künftig jemand an?

Wahrscheinlich nicht. Facebook macht es seinen Nutzern zwar möglichst schwer, die eigene Privatsphäre zu schützen, und sammelt fleißig weiter Daten. Aber es liegt ja in der Hand der Mitglieder, was sie mit wem teilen und wie viel sie von sich preisgeben. Nur interessiert das offensichtlich kaum jemanden. Dann lieber mal kurz aufregen, ein unsinniges Bild teilen – und am nächsten Tag alles wieder vergessen haben.

Was sagt Ihr zu Facebooks Neuerungen?

6 Kommentare

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So offen, wie mittlerweile viele Menschen ihre privaten ( privatesten) Telefongespräche in aller Öffentlichkeit führen, dürfte diese das Thema Datenschutz wohl kaum interessieren.
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Da ich nicht in Facebook bin, kann ich nur sagen: Viel Spaß beim sammeln Herr Zuckerberg
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Facebook ist so wichtig wie ein Kropf
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Ich bin seit vielen Jahren bei FB, habe immer wieder Änderungen mitgemacht, ich akzeptiere die AGB´s.
Habe im Profil sehr wenige persönliche Daten/Fotos, etc.
nütze es in erster Linie bei längeren Auslandsaufenthalten von mir selbst bzw. meiner Kinder. Poste da nicht ständig.
Dank eines Werbeblockers, erhalte ich so gut wie nichts an Werbung, auch nicht auf dem handy.
Servus Eva,

Hmmm, war etz gerade auf Fb, ehrlich gesagt ich weiß nicht was Du meinst.....???
Meinst Du die Seiten Neuigkeiten?????
Ich habe überhaupt keine Werbung auf der Seite.....
hab bei Status lediglich das was meine Freunde posten, oder wenn jmd. in einer meiner Gruppen postet bzw. die Seiten Neuigkeiten die ich mit gefällt mir markiert habe, wie z, B. Süddeusche online oder netzfrauen....
Nein, sowas hatte ich bisher nicht, keine Ahnung warum.... bräuchte ich auch nicht zwingend.... das wird sich wohl nicht umgehen lassen.....normalerweise schreibe ich vom PC aus, allerdings von verschiedenen IP Adressen, da verschiedene Werbeblocker instaliert sind verhält es sich auch unterschiedlich.
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