Seminar "Bäume umarmen" in Neuseeland

Seminar "Bäume umarmen" in Neuseeland
Seminar "Bäume umarmen" in Neuseeland
Thomas Bily
Aktualisiert:

Was macht man mit einem halb angebrochenen, nicht ganz regenfreien Tag in Neuseeland? Wie wäre es mit einem Seminar für "Bäume umarmen". Das Prinzip ist einfach: jeder sucht sich den Baum, der zu ihm passt, umarmt ihn und nimmt seine Energie auf. Diese ergreifende Lebenserfahrung ist mit 80 NZL Dollar richtig günstig im Vergleich zu einem Bungy Sprung (200 NZL Dollar).

Jeder Mensch findet seinen Baum

Bäume gibt es genug in Neuseeland und spirituell scheint das Land prädestiniert für esoterische Erfahrungen wie das Umarmen eines Baumes. Wir haben uns auf jeden Fall eingebucht bei unserem Führer Albero, der vor dreizehn Jahren von Bari nach Neuseeland ruderte. Treffpunkt zum Nachmittagskurs war um 14.00 Uhr am Fuße des Mount Taranaki. Neben uns waren noch 12 Schweizerinnen aus St. Gallen angemeldet. Sie machen auf ihrer Weltumrundung gerade Station auf Neuseeland. Das Baumumarmen ist für sie eine willkommene Abwechslung zu ihrem Maori Malkurs.
Wir pilgerten den leidlich steilen Weg Richtung Mount Taranaki hoch und hielten im Urwald Ausschau nach zu uns passenden Bäumen. Meine Frau hatte sich erst einen stark bemoosten Stamm ausgesucht. Unter Verweis auf meine magere Körperbehaarung und unsere gleichzeitig dauerhaft stabile Beziehung hat sie sich noch mal umstimmen lassen - auf einen Urwaldriesen, der sich dann als doppelter Stamm herausstelle. Das schafft Raum für Interpretationen in der Gruppe.
Die Schweizerinnen gaben sich spirituell vollkommen hin. Aber im Endeffekt war das Fleisch zu schwach. Ihre Hände waren durch die spitzen Pinsel aus dem Malkurs so zerschunden, dass sich selbst stämmige St. Gallenerinnen an schlanke Eukalyptostannen schmiegten, die wie Balsam auf ihre Finger wirkten. Fotografieren lassen wollten sie sich dabei nicht, weil sonst die eben vom Baum gewonnene Energie verloren ginge. Nur Albero, unser Führer, durfte Handzeichnungen auf Holz anfertigen.
Ich selber endete schließlich an einem ausgetrockneten, halb zernagten Stamm einer Hochlandfichte. Die war wenigstens schön warm, als ich sie umarmte. Energiefluss konnte ich nicht spüren, obwohl der dringend notwendig gewesen wäre nach der 5-stündigen Wanderung. Notgedrungen habe ich in mein Snickers gebissen. Albero hat nichts gemerkt. Der Tag war rund.

7 Kommentare

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Kraftvolle Bäume gibts auch hier genug und die erkenne ich auch ohne Seminar.
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Einen Laternenpfahl umarmen bringt noch mehr Energie
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Der Wald, seien Bäume vermitteln eine starke Energie und sind Stärkung für Körper und Geist. Aber dazu geh`einfach hier in den Wald....
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Na ja, die Neuseeländer sind halt etwas verrückt, aber liebenswert.
Übrigens, war Euer Führer von Bari (Italien) oder von Bali nach Neuseeland gerudert?
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Es ist was wahres dran - auch Sugeston hilft !
Ich liebe Bäume und umarme viele davon.........
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News Team
Vielleicht buchst Du das nächste Mal eine Baum-Tour mit Michael Palin.

Alles Liebe
Frieder
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Dann kannst du ja als Multiplikator fungieren
wir haben hier ja auch viele große Wälder und Bäume
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