Das fliegende Auge: Was Ihr mit Drohnen anstellen könnt

Parrot Bebop Drone
Parrot Bebop DroneFoto-Quelle: Parrot
News Team
Von News Team

Drohnen werden wohl schon bald aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sein: Firmen experimentieren mit der Zustellung von Paketen, die Berliner Polizei verwendet eine zur Überwachung, und auch das Militär nutzt die Fluggeräte, die sich aus der Ferne steuern lassen. Aber auch immer mehr Privatleute legen sich eine Drohne zu, als Spielzeug. Einsteigermodelle gibt es mittlerweile in jedem Elektronikmarkt sogar schon für um die 30 Euro. Wer ein bisschen mehr Geld ausgibt, bekommt bessere Geräte mit hochauflösenden Kameras und GPS.

Der Clou: Die Minihubschrauber können viel mehr als Modellflugzeuge - nämlich Fotos aufnehmen und filmen. Sie haben Kameras an Bord. Das ermöglicht es dem Piloten, zu sehen, was die Drohne "sieht". So macht Ihr tolle Aufnahmen aus der Luft machen, von Landschaften, Flüssen, Wäldern, Parks, Tieren und Häusern. Eine Genehmigung braucht Ihr dafür nicht, wenn das Gerät weniger als fünf Kilo wiegt und Ihr es für Sport und Freizeitgestaltung nutzt.

Die Möglichkeiten sind vielfältig: Manche Nutzer filmen damit den Freund beim Snowboarden, andere machen schöne Landschaftsaufnahmen im Urlaub oder nehmen die Kirche in der Heimatstadt von oben auf.

Looping per Smartphone-Steuerung


Geräte wie die Quadrokopter AR.Drone 2.0 (ca. 340 Euro) oder der Bebop Drone (ca. 500 Euro), beide von Parrot, werden mit dem Smartphone gesteuert. Auf Knopfdruck vollführen sie Loopings oder sonstige Kunststücke. Die Aufnahmen können auch als Bild oder Video gespeichert werden.

Aber das ist das Problem an den Spielzeugen: Die Möglichkeit zu Film- und Fotoaufnahmen macht sie zu potenziellen Spionageobjekten. Ihr gelangt damit an Orte, die sonst nur mühsam oder gar nicht erreichbar wären. Mit ihnen könnt Ihr theoretisch filmen, was der Nachbar in seinem schwer einsehbaren Garten macht. Jeder kann damit zum Voyeur werden.

Was man beachten muss


So gibt es ein paar Vorschriften, die Ihr beachten müsst, wenn Ihr eine Drohne fliegen lasst: Viele Städte haben Sonderregeln erlassen, in Berlin etwa dürfen die Geräte nicht innerhalb des S-Bahn-Rings aufsteigen. Generell dürft Ihr folgendes nicht überfliegen und schon gar nicht filmen: Menschen und Menschengruppen, außer, sie befinden sich bei einer öffentlichen Veranstaltung, Unfälle und Unglücksorte, Polizeieinsätze, Gefängnisse und Kasernen. Privatgrundstücke wie Nachbars Garten sind ebenso tabu wie die Umgebung von Flughäfen. Unbedenklich sind dagegen Landschaften, Tiere und Gebäude wie Kirchen. Die Drohnen dürfen bis 100 Meter aufsteigen, der Besitzer muss sie aber immer im Blick haben.

Bei der "Lily Camera" ist das umgekehrt: Die Drohne hat Euch im Blick. Sie könnte einen neuen Trend auslösen, denn es handelt sich um eine Selfie-Drohne. "Lily" folgt Euch automatisch und fotografiert oder filmt Euch, denn sie kann Euer Gesicht wiedererkennen.

Nie wieder einen guten Moment verpassen: Mit der "Lily Camera" könnt Ihr Euer Smartphone getrost in der Tasche lassen – die Selfie-Drohne folgt Euch von GPS geleitet und nimmt Bilder von Euch auf, da sie Euer Gesicht wiedererkennen kann. Ihr werft das Gerät einfach in die Luft, Lily bleibt auch dank GPS-Modul auf den Fersen. Bis jetzt ist die Kamera noch nicht auf dem Markt, sie wird allerdings auch nicht ganz billig sein: knapp 900 Euro peilt der Hersteller an.

5 Kommentare

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..ich liebe die Dinger!!Finde es wunderbar,diese Erfindung!!Besseres Schießtraining finde ich kaum,damit klappt es wunderbar!!
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Ich halte nichts von Drohnen, für den einen oder anderen Bereich mögen sie durchaus sinnvoll sein, dennoch sehe ich die Gefahr einer stetigen Zunahme im Bereich "Einbruch in die Privatsatmosphäre".
Nicht umsonst gibt es schon jetzt für ein solches Schichtschutzmaterial für Fenster und Türen zu kaufen.
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ich kauf mir schon mal nen Stahlhelm
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Alexander Schiechel
Glaube, dass Drohnen vor allem eine große Bedeutung für den Journalismus haben. Aufnahmen von (prominenten) Häusern, Firmenanlagen, Veranstaltungen, Naturschauspiele oder Immobilienprojekten - die Möglichkeiten scheinen unendlich. Bin gespannt.
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Amazing
Der Berblinger, dr Schneider vo Ulm, hat´s Fliaga brobiert, da hat ihn da Deifl in´d Donau neig´führt.
Danke, Claudia, für den Beitrag.
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