Spam-Mails verstopfen die Mail-Postfächer

Was ist Spam?

News Team
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Von Claudia Frickel

"Herzlichen Glückwunsch, Sie haben 100.000 Euro gewonnen", "Penisverlängerung" oder "Ihr Konto wurde gehackt": Wenn Sie eine E-Mail mit einem solchen Betreff bekommen, wissen Sie wahrscheinlich schon, was Sie erwartet. Es handelt sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit um Spam. So werden unerwünschte Nachrichten bezeichnet, die der Empfänger unverlangt in seinem elektronischen Briefkasten findet. Der Begriff Spam kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt Abfall.

Diese Nachrichten werden automatisch an eine riesige Anzahl von Empfängern gesendet, und ihre Bandbreite ist groß. Manche machen Werbung für unseriöse Produkte und wollen zum Kauf verleiten, bei anderen handelt es sich um angebliche Gewinne. Wieder andere warnen vor angeblichen Sicherheitslücken, sind aber selbst gefährlich. Berüchtigt sind seit vielen Jahren die Mails der "Nigeria-Connection": Dem Empfänger wird eine große Geldsumme versprochen, wenn er afrikanischen Geschäftsleuten hilft, riesige Dollarbeträge außer Landes zu schaffen. Dazu muss man aber erst einmal selbst Geld vorlegen, als angebliche Gebühren für Überweisungen oder Steuern.

Die meisten E-Mails, die weltweit versendet werden, sind Spam-Nachrichten: Je nach Schätzung haben sie einen Anteil von 89 bis 97 Prozent des gesamten Mailverkehrs - eine gigantische Menge. Spam-Mails sind nervend, weil man sie aussortieren muss. Zum Glück bietet jeder Mail-Anbieter einen Spam-Filter, der solche Nachrichten von vornherein aussortiert und in einen eigenen Ordner verschiebt. Das funktioniert mal mehr und mal weniger gut. Die Filter lassen mitunter auch Spam durchrutschen, der dann im Posteingang landet. Oder umgekehrt finden sich wichtige Nachrichten im Spam-Ordner.

Die Gefährlichkeit von Spam


Aber die unerwünschten Mails können auch sehr gefährlich sein: Viele von ihnen wollen den Empfänger dazu verleiten, einen Anhang zu öffnen oder auf einen Link zu klicken. So sollen Daten abgegriffen oder der Rechner des Besitzer soll mit einem Virus oder einem Trojaner infiziert werden. Man spricht deshalb neben den "normalen" Spam-Nachrichten auch von Phishing-Mails, bei denen persönliche Informationen des Nutzer abgefangen werden sollen. Diese tarnen sich oft mit einem scheinbar bekannten Absender, so dass der arglose Nutzer darauf klickt. Eine andere Variante: Sie bekommen eine Mail mit einer Rechnung. Sie sollen erschrecken und auf den Anhang klicken. Doch wenn Sie die Datei öffnen, holen Sie sich einen Virus auf den Rechner.

Diese Mails klingen oft sehr überzeugend, sie warnen drastisch vor schrecklichen Dingen, die passieren, wenn Sie nicht auf den Link klicken, oder nennen eine horrende Summe, die Sie zahlen sollen.

Besonders fies: Spam-Versender spannen oft auch ahnungslose Computerbesitzer für ihre Zwecke ein. Sie schaffen unbemerkt große Netzwerke von Rechnern, sogenannte Botnets. Diese steuern sie über Programme fern, die sie mit Hilfe von Viren und Trojanern auf den Rechner geschleust haben. Die Computer verschicken dann automatisch Nachrichten.

So schützen Sie sich


• Sehen Sie sich E-Mails immer mit gesundem Menschenverstand an
• Klicken Sie nie einfach auf einen Anhang
• Klicken Sie keinen Link in einer Mail von einem dubiosen Absender
• Sehen Sie sich den Absender und vor allem die Absender-E-Mail-Adresse genau an
• Löschen Sie die E-Mail
• Geben Sie die Adresse Ihrer Bank oder eines anderen in einer Mail genannten Unternehmens immer selbst in die Adressleiste des Browsers ein

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2 Kommentare

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Ich denke, man sollte zwischen Spam und gefährlichen Mails einen Unterschied machen.

Spams, bei denen man zum Kauf mehr oder minder nützlicher Dinge angeregt wird, sind harmlos und bestenfalls nervig.

Gefährliche Mails, die z. B. Kontoauskünfte anfordern oder unter großartigen, manchmal auch sexistischen Versprechungen Viren oder Trojaner auf dem PC installieren wollen, stellen eine Straftat dar. Hinzu kommen neuerdings auch noch Mails von fraglichen Inkassofirmen, die Gelder eintreiben wollen.

Das CT von SB könnte hier ein Warnsystem einrichten, das die Mitglieder auf solche gefährlichen Mails hinweist. Ansonsten gibt Heise Online entsprechende Auskünfte.

Für jeden Einzelnen aber gilt, was ich nicht kenn, das lösche ich. Außerdem müssen die PC's, NB's und Tablets immer auf dem aktuellen Stand gehalten und mit Virenscannern mit den aktuellen Virendatenbanken ausgestattet sein. Wenn Sie den Virenscanner öffnen, zeigt er Ihnen an, ob er aktuell ist. Ist das nicht der Fall, dann müssen Sie das Update manuell anstoßen und ggf. die Einstellungen anpassen.

Zudem gibt der Beitrag von Sabine Henke weitere nützliche Anleitungen.
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hin und wieder mal den adw cleaner drüber laufen lassen...

http://www.chip.de/downloads/AdwClea...118522.html
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