Mein Wort zum Sonntag: Unser täglich Wasser

Mein Wort zum Sonntag: Unser täglich Wasser
Mein Wort zum Sonntag: Unser täglich WasserFoto-Quelle: Bily für Seniorbook AG
News Team
Von News Team

Unser Wasser ist das sauberste der Welt. Warum trinken wir dann so wenig Leitungswasser?
Amerikaner, die nach Deutschland kommen, wundern sich: Die Deutschen trinken kein Leitungswasser, obwohl es gemäß wissenschaftlichen Untersuchungen absolut sauber und unbedenklich ist. Sie kaufen lieber teures Mineralwasser ohne Kohlensäure, was dem Trinkwasser in geschmacklicher und inhaltlicher Wirkung gleichkommt. Warum nur?

Wasser - gut, Rohre - schlecht

Tatsächlich ist unser Trinkwasser das beste in der Welt, wenn man die Qualität im Trinkwasserbecken misst. Von dort gelangt es über diverse Leitungssysteme in die Wohnhäuser. Und die Leitungen? Nun ja, die Leitungen. Wenn Sie Pech haben, sind die Leitungen alt und enthalten Blei oder Kupfer, das sich langsam im Wasser löst und das Sie dann mittrinken. Wenn Sie noch mehr Pech haben, sind die Leitungen neu und bestehen aus einer Kunststofflegierung, die sich im Wasser langsam auflöst und deren (Ihnen unbekannte) Bestandteile Böses in Ihrem Körper anrichten. Von anderen Zusätzen ganz zu schweigen, die im Messbericht nicht vorkommen - z.B. Uran.
Kurzum: Das sauberste Wasser hilft nichts, wenn es nicht in dieser Form ankommt. Oft sickert Leitungswasser vorher durch Kalkgestein, wird "hart" und enthält Mineralien, die sich zwar nicht in Ihren Adern absetzen (kalkhaltiges Wasser führt nicht zu Arterienverkalkung), wohl aber Ihre Kessel und vor allem die Kaffeemaschine mit einer weißen Schicht bedecken.

Sauberes Wasser durch leistungsfähige Filter

Was also tun? Abhilfe schafft beispielsweise ein Filtersystem, wo mit Hilfe von Kohlefiltern sowie Rückwärts-Osmose die feinen Bestandteile des Wassers herausgefiltert werden. Denn im Wasser gibt es nicht nur giftige Schwermetalle, sondern auch tote Bakterien und Viren. Die tun zwar nichts mehr, belasten aber unnötig das Immunsystem des Menschen. Aber, so die Einwände, dieses Wasser entzieht dem Köper Mineralstoffe, weil es selber keine mehr enthält. Möglich, dafür schmecken Tee und Suppen, die mit diesem gefilterten Wasser zubereitet werden, viel besser, weil sich Aromastoffe gut lösen und entfalten können. Und meine Carnivoren (fleischfressenden Pflanzen) sind für das Fehlen von Mineralstoffen sehr dankbar. Doch es gibt noch viel esoterischere Methoden der Wasseraufbereitung. Sie alle behaupten, Wasser enthalte auch Informationen. Die "guten" Informationen werden durch unterschiedliche Methoden dem Wasser aufgeprägt, bevor es zum Genuss und Gebrauch bereit steht. So entdeckte der Förster und Holzflößer Viktor Schauberger (1885-1958) die belebende Kraft der Wirbel. Wasser sei nur lebendig - so seine These - wenn es verwirbelt werde. Heute gibt es nach ihm benannte Wasserverwirbelungsanlagen. Ob Wasser dann "lebendiger" wird (und was das bedeutet), sei dahingestellt.

Enthält Wasser heilkräftige Informationen?

Auch die Anhänger von Roland Plocher (geb. 1940) schwören auf die Wirksamkeit seines Pulvers. "Das Gerät bündelt die uns umgebenden Energien und moduliert sie auf ein Trägermaterial", erklärt Plocher. Nach seinen Angaben kann der Apparat zum Beispiel die "energetische Information Sauerstoff" auf das Material Quarzsand kopieren. Wirft ein Bauer solch "informiertes" Gesteinspulver in die Jauche, verhält es sich angeblich wie Sauerstoff - die Brühe wird besser zersetzt. Allerdings kann man das auch ganz unesoterisch erklären, durch die große innere Oberfläche des Sands, der Giftstoffe bindet.
Steckt hinter diesen Erklärungen überhaupt irgendetwas Sinnvolles? Wer weiß. Anhänger der Homöopathie schwören ja auch darauf, dass in der Flüssigkeit keinerlei materielle Substanz mehr vorhanden ist (was stimmt) und diese Medizin also nur durch die aufgeprägte Information wirken kann. Was ebenfalls stimmen könnte, denn Wissenschaftler haben erst jüngst entdeckt, wie sich komplexe Strukturen aus den simplen Wassermolekülen (H2O) bilden - in Bruchbruchbruchteilen von Sekunden. So schnell verschwinden sie auch wieder, aber wer weiß, vielleicht bleiben einige dieser Strukturen erhalten und übermitteln demjenigen, der sie aufnimmt, heilkräftige Informationen.

4 Kommentare

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Die letzten 8 Jahre im Bonner Umfeld habe ich nur Wasser aus der Leitung getrunken, wunderbare Zeit!. Der Wasserkocher blieb sauber, keine Kalkränder an Armaturen und auf Tee und Kaffee war kein "Film" zu sehen. Hier am Neckar ist das Leitungswasser so kalkhaltig, dass mir übel wird! Natürlich ist Leitungswasser Trinkwasser, aber ich möchte nicht den Kalk in meinem Bauch haben! Jetzt kaufe ich Wasser und muss auch noch Calgon für dei Waschmaschine nehmen! Das ärgert mich besonders, aber wie heißt es so schön: alles Gute ist nie beisammen!
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Bis zu meinem Alter von ca. 13 Jahren, gab's nichts anderes und seit bestimmt 20 Jahren trinke ich wieder Leitungswasser. Das ist hier gut möglich, da in der gesamten Region Quellen das Wasser liefern und nicht wie in Großstädten das Wasser X Mal getrunken wird. Dort greife ich auch lieber auf Mineralwasser zurück.

Die Wasserforschung befindet sich noch in den Kinderschuhen. Wasser ist ein phänomenales Medium!

PS: Eben sah ich, dass der Film in Einzelteile zerlegt wurde. Nehmt Euch die Zeit und schaut mgl. alle an. Es lohnt sich.
Oh ja, kenne ich. Im Film wird er, so ich mich recht entsinne, auch erwähnt.
Kennst Du den Film 'Wath the Bleep do we (k)now?' Auch findet er ERwähnung. Ein toller Film!
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