Germania pleite: Tui holt Pauschalurlauber nach Hause

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Germania stellt Flugbetrieb ein
Germania stellt Flugbetrieb ein
News Team
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Von News Team

Der letzte Flug ging noch von Fuerteventura nach Nürnberg, wie der Branchendienst Aerotelegraph berichtet. In der Nacht auf Dienstag stellte die Fluggesellschaft Germania ihren Betrieb ein. Das Unternehmen hat Insolvenz angemeldet. So soll es jetzt für die Firma, ihre Angestellten und die Kunden weitergehen.

Update vom 5. Februar um 12.05 Uhr

Verbilligte Tickets bei Lufthansa und Condor


Update vom 5. Februar um 11.20 Uhr:

Tui springt bei Germania-Pleite ein


Tui bucht einer Unternehmensmitteilung zufolge alle betroffenen Gäste sukzessive auf andere Flugverbindungen um. Tui fly ist zudem in Kontakt mit den Flughäfen und anderen Partnern, um zu prüfen, welche zusätzlichen Angebote dargestellt werden können.

"Wir können unseren Kunden versichern, dass wir alles Notwendige tun, um ihren Flug sicherzustellen. Niemand muss sich Sorgen machen, dass er nicht in den Urlaub fliegen kann oder im Reiseziel festsitzt", so Tui-Touristikchef Stefan Baumert.

Urlauber, die von Flugveränderungen betroffen sind, werden aktiv von Tui informiert. Auch für Kunden in den Urlaubsgebieten beschafft Tui Ersatzflüge. Die Heimreise wird in jedem Fall sichergestellt. Sollten zusätzliche Übernachtungen anfallen, sorgt Tui für die Unterbringung und Verpflegung im Urlaubsziel und übernimmt zusätzlich anfallende Kosten.

Erstmeldung vom 5. Februar um 6.30 Uhr

Germania stellt Flugbetrieb sofort ein

In einer Pressemitteilung heißt es: "Von der Einstellung des Flugbetriebs betroffene Fluggäste, die ihren Germania-Flug im Rahmen einer Pauschalreise gebucht haben, können sich zur Organisation einer Ersatzbeförderung direkt an ihren jeweiligen Reiseveranstalter wenden."


Für Passagiere, die ihr Flugticket direkt bei Germania gekauft haben, sieht es dagegen schlecht aus. Denn aufgrund der gültigen Gesetzeslage bestehe bedauerlicherweise kein Anspruch auf Ersatzbeförderung, so die Airline.

Germania-Chef Balke entschuldigt sich bei Fluggästen

Karsten Balke, CEO der Germania Fluggesellschaft mbH: „Leider ist es uns schlussendlich nicht gelungen, unsere Finanzierungsbemühungen zur Deckung eines kurzzeitigen Liquiditätsbedarfs erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Wir bedauern sehr, dass uns als Konsequenz daraus keine andere Möglichkeit als die der Insolvenzantragstellung blieb. Ganz besonders bedauern wir selbstverständlich die Auswirkungen, die dieser Schritt auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat."

Und weiter:

"Fluggäste, die ihren Germania-Flug nun nicht wie geplant antreten können, bitte ich um Entschuldigung.“

Der kurzzeitige Liquiditätsbedarf bei Germania war nach Unternehmensangaben entstanden, da insbesondere unvorhersehbare Ereignisse wie massive Kerosinpreissteigerungen über den Sommer des vergangenen Jahres bei gleichzeitiger Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar, erhebliche Verzögerungen bei der Einflottung von Fluggerät sowie eine außergewöhnlich hohe Anzahl technischer Serviceleistungen an der Flotte das Unternehmen in großem Umfang belastet hatten.

Erst im Oktober 2017 hatte die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin aufgegeben. Davon waren 8000 Mitarbeiter betroffen.

autoren wize.life

1 Kommentar

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Muss ich die kennen? Nich nie von gehört.
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