Eine Supermarktkette in Neuseeland verzichtet bei Gemüse auf Plastikverpacku ...

"Nacktes Essen": Supermarkt verbannt Gemüse in Plastik - erstaunlicher Effekt!

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Von News Team

„Food in the nude“ heißt das neue Erfolgsrezept eines Supermarkts. Mit „nackt essen“ hat das ganze aber nichts zu tun. Das Geschäft verzichtet vielmehr bei Obst und Gemüse auf Plastikverpackungen - was den Umsatz unerwartet nach oben schießen ließ. Sein Beispiel hat bereits Schule gemacht.

Der Absatz einiger Gemüsesorten stieg nach Angaben der neuseeländischen Supermarktkette New World um bis zu 300 Prozent an.

Absatz von Frühlingszwiebeln und Rettich geht hoch

Zunächst probierte ein Supermarkt in Bishopdale, einem Vorort von Christchurch, das neue Konzept aus. Das Ergebnis seien „beeindruckende Verkaufszahlen“ gewesen, wie Eigentümer Nigel Bond sagt. Im Jahresvergleich sei der Absatz von Frühlingszwiebeln um 300 Prozent gestiegen. „Es mögen noch andere Faktoren eine Rolle gespielt haben, aber einen ähnlichen Anstieg haben wir bei Gemüsesorten wie Silberrüben und Rettich festgestellt.“



Kunden begeistert

Die Kunden hätten begeistert reagiert. In seiner 30-jährigen Geschäftserfahrung habe er nie zuvor so positive Rückmeldung auf eine kleine Veränderung bekommen.

Lieferanten reagieren positiv

Bond selbst entwickelte die Idee mit seinem Filialleiter Gary May, als vor etwa zwei Jahren der Trend zu plastikverpacktem Obst und Gemüse immer stärker um sich griff: „Wir hielten das für verrückt und schworen, etwas dagegen zu unternehmen.“

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In Gesprächen mit Lieferanten hatte er den Eindruck, dass jene sehr offen dafür sind, auf Kunststoffverpackungen zu verzichten.

Mit diesen fünf Produkten können Sie Plastik vermeiden



Nicht alle Produkte sind unverpackt

Allerdings gibt es noch immer ein paar Produkte, darunter Trauben, Beeren und manche Tomatensorten, die in Plastikschalen verpackt geliefert werden.

Inzwischen sind den Angaben zufolge acht von neun New-World-Supermärkten auf der Südinsel von Neuseeland dem Beispiel gefolgt.

Die Kette probiert noch eine weiter Kampagne aus: Sie fordert ihre Kunden auf, eigene Behälter für Käse, Fleisch und Fisch mitzubringen.

Plastiktüten-Verbrauch 2017 in Deutschland bei 2,4 Milliarden

Während in Neuseeland Plastiktüten im Einzelhandel ab Juli dieses Jahres verboten sind, setzt die Bundesregierung auf freiwilligen Verzicht. Nach Ansicht des Umweltministeriums mit Erfolg: 2017 waren in Deutschland ein Drittel beziehungsweise 1,3 Milliarden Kunststofftragetaschen weniger im Umlauf als 2016. Das bedeutet allerdings gleichzeitig, dass noch immer 2,4 Milliarden Stück verwendet wurden, was einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Konsum von 29 Tragetaschen (2016: 45) entspricht.

Tatsächlich verboten werden in Deutschland ab 2021 allerdings Wegwerfprodukte aus Kunststoff wie Einwegteller oder Trinkhalme - das geht auf ein EU-Initiative zurück.

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