Turiner Grabtuch: Website veröffentlicht wissenschaftliche Aufnahmen

Positiv- und Negativ-Aufnahme des Turiner Grabtuches
Positiv- und Negativ-Aufnahme des Turiner GrabtuchesFoto-Quelle: gemeinfrei
News Team
Von News Team

Eine neue Website macht wissenschaftliche Fotografien des Turiner Grabtuchs jetzt öffentlich zugänglich. Zu sehen sind die Veränderungen der Strukturen unter ultraviolettem Licht oder mikroskopische Vergrößerungen.

Wie die Catholic News Agency meldet, stammt die Sammlung von Aufnahmen von Vernon Miller, einem Fotografen des Brooks Institute of Photography of Santa Barbara in Kalifornien. Er war einer der Mitarbeiter, die das Turiner Grabtuch 1978 untersuchten. Bereits 90 Jahre zuvor hatte eine Fotografie die Verehrung der Reliquie neu angefacht, als das Negativ einer Aufnahme den abgebildeten Körper in einer zuvor ungeahnten Deutlichkeit hervortreten ließ.

HIER FINDEN SIE DIE JETZT VERÖFFENTLICHTEN BILDER VON 1978!


Vorder- und Rückseite als Negativ - die Spuren am Rücken sollen von der Auspeitschung stammen
gemeinfreiVorder- und Rückseite als Negativ - die Spuren am Rücken sollen von der Auspeitschung stammen

Als die Reliquie am 26. August bis 8. Oktober 1978 zum vierhundertjährigen Jahrestag der Überführung von Chambéry nach Turin, wieder einmal öffentlich ausgestellt wurde, erfolgte auch eine eingehende wissenschaftliche Untersuchung im Rahmen des Shroud of Turin Research Projects (STURP), an der Vernon Miller als Fotograf mitwirkte. Während einige der beteiligten Wissenschaftlern Farbpigmente zu erkennen glaubten, beharrten andere darauf, dass die Verfärbungen durch menschliches Blut hervorgerufen worden seien.

Im Video: Das geheime Regelwerk des Vatikans

Fünf Jahre Später wurde es von den bisherigen Besitzern, dem Hauses Savoyen dem Papst und seinen Nachfolgern vermacht. 1988 wurden zur Ermittlung des Alters Proben des Tuches nach den Methoden der Radiokohlenstoffdatierung untersucht und eine wahrscheinliche Entsteheung um das Jahr 1325 ermittelt wurde.

Das gesamte Turiner Grabtuch ausgebreitet
gemeinfreiDas gesamte Turiner Grabtuch ausgebreitet

47 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Hallo, bin ich hier richtig beim "Turiner Grabtuch"?
Vor lauter Werbung ... nah ja ,,,

Hier mein Beitrag . gelesen auf JW.ORG
zumindest eine Überlegung wert.


Ist das Grabtuch von Turin das Leichentuch Jesu?


Die Antwort der Bibel

Das Grabtuch von Turin wird in der Bibel nicht erwähnt. Viele halten dieses Leinentuch für das Leichentuch von Jesus Christus. Aus diesem Grund wird es von manchen als eine der heiligsten christlichen Reliquien betrachtet. Aktuell wird es in einer Kathedrale in Turin in einem Hightech-Schutzgehäuse aufbewahrt.

Wird die Echtheit des Turiner Grabtuchs durch den Bibelbericht gestützt? Nein.

Hier drei Fakten über das Grabtuch, die im Widerspruch zum Bibelbericht stehen.

Das Grabtuch ist ein einzelnes Stück Leinenstoff, das 4,42 Meter lang und 1,13 Meter breit ist mit einem 8 Zentimeter breiten Streifen, der an der Längsseite angenäht ist.

Was die Bibel sagt: Jesu Leichnam wurde nicht in ein einzelnes Leinentuch gewickelt, sondern in mehrere Streifen aus Leinen. Sein Kopf wurde in ein separates Tuch gehüllt. Nach seiner Auferstehung kam einer seiner Apostel zu dem leeren Grab und „sah die Binden daliegen“. Die Bibel fügt hinzu: „Das Tuch, das auf seinem Kopf gewesen war, [lag] nicht bei den Binden . . ., sondern an einer Stelle für sich zusammengerollt“ (Johannes 20:6, 7).

Das Grabtuch weist Spuren auf, die angeblich Blutflecken eines ungewaschenen Leichnams sein sollen.

Was die Bibel sagt: Als Jesus tot war, bereiteten ihn seine Jünger für die Bestattung vor, „so wie es bei den Juden Sitte“ war (Johannes 19:39-42). Dazu gehörte es, den Leichnam zu waschen und mit Öl sowie aromatischen Substanzen einzureiben (Matthäus 26:12; Apostelgeschichte 9:37). Jesu Jünger hätten seinen Leichnam also gewaschen, bevor sie ihn in Leinentücher wickelten.

Das Grabtuch zeigt das Bild eines Mannes, das so aussieht, als ob man ihn „längs auf die eine Hälfte des Grabtuchs gelegt hätte, während die andere Hälfte an seinem Kopf umgeschlagen wurde und die gesamte Vorderseite des Körpers bedeckte“, so die Encyclopædia Britannica.

Was die Bibel sagt: Jesu Jünger unterhielten sich über seinen Tod, das leere Grab und den Augenzeugenbericht von Frauen, die „einen übernatürlichen Anblick von Engeln gehabt [hatten], die sagten, er lebe“ (Lukas 24:15-24). Wenn das Grabtuch in Jesu Grab gewesen wäre, hätten die Jünger es zweifellos erwähnt und sich auch über die Abdrücke darauf unterhalten. In der Bibel wird jedoch nichts davon gesagt.

Sollte das Grabtuch verehrt werden?

Nein. Selbst wenn es echt wäre — es zu verehren wäre dennoch nicht richtig. Die Bibel macht auch deutlich, warum.

Es ist nicht nötig. Jesus erklärte: „Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen ihn mit Geist und Wahrheit anbeten“ (Johannes 4:24). Um Gott richtig anzubeten, ist es also nicht nötig, Reliquien oder Ikonen zu verehren.

Es ist nicht erlaubt. In den Zehn Geboten wird die Anbetung von Götzen verboten (5. Mose 5:6-10). Und auch Christen wurde in der Bibel geboten: „Hütet euch vor Götzen“ (1. Johannes 5:21). Manche argumentieren vielleicht, das Grabtuch sei für sie lediglich eine Ikone, ein heiliger Gegenstand ihrer Religion. Doch sobald man einen Gegenstand verehrt, wird er zu einem Götzen *. Wer also Gott gefallen möchte, verehrt keine Gegenstände, auch nicht das Grabtuch.

Wissenschaftliche Untersuchungen

Seit dem späten 19. Jahrhundert haben Forscher immer wieder versucht, die Echtheit des Grabtuchs mithilfe wissenschaftlicher Methoden zu bestätigen. Die Ergebnisse waren allerdings nicht wirklich aussagekräftig. 1988 schickte dann der Vatikan kleine Proben des Grabtuchs an drei Labors in verschiedenen Ländern. Die Labors datierten die Proben nach der Radiokarbonmethode und kamen einheitlich zu dem Schluss, dass das Grabtuch aus dem 13. oder 14. Jahrhundert stammt.
Ja, das zeigt doch, wie genau es der Vatikan mit der Wahrheit nimmt... Hauptsache, irgendwelche Leute glauben dran!
Komisch, die Einbalsamierung bei den alten Ägyptern war damals das Fortschrittlichste was es auf der Welt gab. Von den alten Pharaonen hat man nichts dergleichiges gefunden. Warum wohl? Ich denke hier hat die kath.Kirche wieder kräftig mitgearbeitet, die sich ja auch an jedes Stück Holz klammert, das ja auch angeblich vom Kreuze Christus stammen soll.
Was solls?
Ich finde es interessant, dass sogar durch Bibelstellen belegt wird, dass das Grabtuch nicht echt sein KANN.

Nun muss es doch im Vatikan Menschen geben, die die Bibel gelesen haben. Wenn nicht dort, wo sonst?

Wieso weist der Vatikan dann nicht darauf hin, dass das Tuch nicht echt ist?

Ein Tuch zu "verehren" ist übrigens auch etwas Widersinniges. Man kann ein Tuch bestaunen, bewundern etc. Aber verehren? Welche Ehre soll denn einem Tuch gebühren? Ist es etwa das Verdienst des Tuches, dass es zum Einwickeln eine Körpers benutzt wurde? Ehre, wem Ehre gebührt, aber einem schmutzigen Tuch gebührt bestimmt keine Ehre.

Es ist so, wie es bei allen "Reliquien" ist: diese erfundenen Geschichten von einem "Gottessohn" verlangen bei Menschen, die noch einen Funken Wahrheitsliebe in sich spüren nach handfesten Beweisen. Man möchte irgendwas von diesem "Gottessohn" sehen, anfassen können - sonst ist der doch allzu abstrakt und unwirklich. Und da kommen Reliquien gerade recht. Reliquien verbinden die Kopfgeschichten von Göttern und Heiligen mit der konkreten Welt. Sie verhindern, dass Gläubige auf den Gedanken kommen, diese Göttergeschichten seien vielleicht bloss GEDACHTE Geschichten. Wer "SEIN" Grabtuch leibhaftig vor sich sieht, wer einen Splitter von "SEINEM" Kreuz konkret anschauen kann, der wird nicht so leicht den (unvermeidlichen) Glaubenszweifeln erliegen.

Reliquien dienen also der Festigung des "Glaubens", also zur Festigung eine unbewiesenen, unbeweisbaren Annahme, die Gläubigen aber so sehr gefälllt, dass sie gerne daran glauben WOLLEN - obwohl ihnen widerwillig dämmert, dass sie da einer Täuschung aufsitzen. Gläubige möchten aber ihre Glaubenszweifel zerstreuen, damit sie weiter ihren Illusionen anhangen können. Da kommen Reliquien gerade recht. Wer sollte wohl noch an Jesu Kreuzigung zweifeln, wenn er ein Splitter von Jesu Kreuz vor sich sieht? Oder das Tuch, in das seine Leiche eingewickelt wurde?

Man muss es dem Vatikan wohl nachsehen, wenn er diese Irrtümer nur vorsichtig korrigiert. Schon einfache Dorfpriester erklären immerhin öffentlich, dass er gar nicht darauf ankäme, dass Reliquien echt seien! Es kommt alleine darauf an, dass sie den "Glauben" stärken. Einen Glauben, der in so vielfältiger Hinsicht absurd und widersprüchlich ist, dass es auf ein paar falsche Reliquien auch überhaupt nicht mehr ankommt.
@Riese

"Komisch, die Einbalsamierung bei den alten Ägyptern war damals das Fortschrittlichste was es auf der Welt gab. Von den alten Pharaonen hat man nichts dergleichiges gefunden. Warum wohl?"

Bei den alten Ägyptern gab es ja auch nie den geringsten Zweifel daran, dass der Pharao auch wirklich existierte. Selbst die direkten Vorgänger der jeweiligen Pharaonen waren den Menschen noch im Gedächtnis. Es gab also nie das Problem, dem "Volk" versichern zu müssen, dass ihre Herrscher auch wirklich gelebt haben.

Ich vermute aber stark, dass auch bei den Pharaonen (spätestens) nach deren Tod eine Legendenbildung eingesetzt hat, die die (womöglich angeblichen) Taten des Herrschers stark übertrieben. Vielleicht nicht so stark wie bei Jesus, dem ja die Auferstehung und das leibliche "Auffahren in den Himmel" nachgesagt wurde. So phantasievoll waren die alten Ägypter wohl nicht - ein paar gewonnene Schlachten und besiegte Feinde sind aber bestimmt auch dazuerfunden worden.
@Volker B. - Richtig! Jedoch hat man von denen keinerlei Klamotten gefunden!
@Riese

Klamotten von wem?

Klamotten von den Pharaonen hat man sehr wohl gefunden.

Und Klamotten von besiegten Feinden wird man nicht aufheben oder gar "verehren" wollen.
Hallo und guten Morgen.


Nun wurde ein paar mal die Kreuzigung und das Kreuz erwähnt.
Zu diesem Thema habe ich - wieder auf JW.ORG - folgendes gefunden.


Ist Jesus an einem Kreuz gestorben?

Die Antwort der Bibel

Für viele ist das Kreuz das zentrale Symbol des christlichen Glaubens. Allerdings gibt die Heilige Schrift keine genaue Beschreibung des Hinrichtungsinstruments, an dem Jesus starb. Deshalb kann keiner mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, welche Form es hatte. Aber die Bibel liefert Anhaltspunkte dafür, dass Jesus nicht an einem Kreuz, sondern an einem Pfahl gestorben ist.

In der Bibel wird in der griechischen Ursprache an den entsprechenden Stellen nämlich meist das Wort staurós verwendet (Matthäus 27:40; Johannes 19:17). Dieses Wort wird zwar oft mit „Kreuz“ übersetzt, aber die eigentliche Bedeutung ist nach einhelliger Meinung vieler Gelehrter „aufrecht stehender Pfahl“. *

*(Siehe Theologisches Wörterbuch zum Neuen Testament von Gerhard Kittel, Band 7, S. 572; Theologisches Begriffslexikon zum Neuen Testament (2005), S. 1219; Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch von Wilhelm Gemoll, S. 686.)

So liest man im Theologischen Begriffslexikon zum Neuen Testament (2005): „Die Vokabel ... [stauros] als solche bezeichnet von Hause aus jeden beliebigen aufrecht stehenden Pfahl (ohne einen daran befestigten Querbalken)“.

Als Synonym für staurós wird in der Bibel auch das griechische Wort xýlon verwendet (Apostelgeschichte 5:30; 1. Petrus 2:24). xýlon bedeutet „Holz“, „Baumstumpf“, „Pfahl“ oder „Baum“. *

*(Siehe Theologisches Wörterbuch zum Neuen Testament von Gerhard Kittel, Band 5, S. 37; Handwörterbuch der griechischen Sprache von Franz Passow, S. 387; Langenscheidts Großwörterbuch Altgriechisch-Deutsch, S. 477.)

Deshalb heißt es in einem Studienbibel-Kommentar: „Es gibt im griechischen N[euen] T[estament] keine einzige Stelle, die auf zwei Stücke Holz schließen ließe“ (The Companion Bible).
Wie steht Gott zur religiösen Verwendung des Kreuzes?


Unabhängig davon, wie die genaue Form ausgesehen hat — die folgenden Fakten und Bibelverse zeigen klar, warum man das Kreuz nicht gebrauchen sollte.

1.) Gott lehnt die Anbetung mit Bildern oder Symbolen (das Kreuz eingeschlossen) ab. Er gebot den Israeliten, sich für die Gottesanbetung „niemals ein Schnitzbild in Gestalt irgendeiner Figur“ anzufertigen. Und Christen wird eingeschärft: „Flieht vor dem Götzendienst“ (5. Mose 4:15-19, Henne; 1. Korinther 10:14).

2.) Die Urchristen verwendeten kein Kreuz. *

*(Siehe Knaurs Lexikon, Band 10, S. 3431, 3432; Die Bibel von A-Z, S. 401; Allgemeine Geschichte der christlichen Religion und Kirche von August Neander, S. 333-336.)

Die Lehren und das Beispiel der Apostel sind bis heute der Standard für alle Christen (2. Thessalonicher 2:15).

3.) Das Kreuz als religiöses Symbol ist heidnischen Ursprungs. *

*(Siehe Das Kreuz: Geschichte und Bedeutung von Georg Baudler, S. 22; Religion in Geschichte und Gegenwart, 4. Aufl., Band 4, S. 1744; Meyers Enzyklopädisches Lexikon, Band 14, S. 339; Kirchliches Handlexikon von Carl Meusel, Band 4, S. 106.)

Einige Jahrhunderte nach Jesu Tod gestattete die Kirche, die mittlerweile von Jesu Lehren abgewichen war, neuen Kirchenmitgliedern, „ihre heidnischen Zeichen und Symbole weitgehend beizubehalten“ (The Expanded Vine’s Expository Dictionary of New Testament Words). Dazu gehörte auch das Kreuz. Heidnische Symbole zu übernehmen, um Konvertiten zu gewinnen, steht jedoch im klaren Widerspruch zur Bibel (2. Korinther 6:17).

Es wäre gut, die Bibeltexte zu lesen.

Hier eine Hilfe:


https://www.bibleserver.com/
Gott sei Dank hat die evangelische Kirche diesen Dogmen und Heiligenverehrungen, Ablaß sowie Anbetung von Pabst und Reliquien bei der Reformation den Rücken gekehrt.
Und siehe da, es geht!
wize.life-Nutzer

Das ist ja sehr interessant, was du über die biblischen Informationen bezgl. des Kreuzes schreibst.
Ich hab zwar nicht die Zeit und die Lust, das zu überprüfen, aber ich wills dir einfach mal glauben.
Dann zeigt mir dein Kommentar einmal wieder, wie wenig Gesichertes über das Leben des Jesus überhaupt bekannt ist. Es scheint so zu sein, dass der allergrößte Teil historisch sehr unsicher ist und dass die meisten kirchlichen Verkündigungen schlicht auf irgendwelchen Traditionen und Irrtümern beruhen.

Auf die Kirchen sollte man also lieber nicht vertrauen.

Da für mich - nicht für dich, ich weiß - auch die Bibeltexte unsichere Quellen sind, muss ich weiter davon ausgehen, dass wir über diesen so verehrten Jesus eigentlich gar nichts sicheres wissen. Für mit folgt daraus sofort, dass man sein Leben nicht an so einer verschwommenen FIgur ausrichten kann und auch nicht sollte.
Riese,

Ja, Luther hat da mal einiges über Bord geworfen.

Aber das, was noch immer an Bord ist, ist zum größten Teil bestenfalls unsicher, wahrscheinlich aber schlicht falsch und schlimmstenfalls bewusst gelogen.
Nochmal Siggi Müller,

Wenn das Kreuz heidnischen Ursprungs ist, wär es dann nicht interessant zu wissen, welche Art heidnische Götter durch das Kreuz dargestellt wurden?

Oder wurden gar keine heidnischen Götter per Kreuz verehrt, ist das Kreuz einfach eine (sehr früh entstandene) Tradition, wie die ebenfalls (aber viel später) entstandenen Traditionen wie Weihnachtsbaum, Adventskranz und ähnliche?
Weißt Du Volker, es gibt über das Leben und Wirken Jesus zwar nicht viel aber doch einiges zu berichten..Er ist durchaus keine verschwommene Figur.
Oder nur bei denen ,die sich damit zufrieden geben, was sie von den Eltern oder im Kindergarten oder in der Schule gehört haben.
Doch das kann jeder für sich entscheiden.
Ich persönlich lese viel über Jesus oder andere Themen auf JW.ORG
Ich habe im "Suche" Feld : "Jesus Leben und Wirken" rein geschrieben.
Da kommen so viele Infos über diesen Menschen, dass man - ich - nur staunen kann.
So viel oder so wenig? zum Thema Jesus Christus.

Über das andere Thema Kreuz und sein Ursprung ist alles gesagt worden.
Und über die heidnischen Götter genügt mir das, was ich über sie weiß..
Dazu noch einen Text aus der Bibel - auch wenn es dich nicht sehr anspricht - rundet das Thema Kreuz und Götter gewissermaßen ab.

5. Mose 7: 25,26

25 Du sollst ihre Götzenbilder verbrennen.+ Begehre weder das Silber noch das Gold an ihnen, und nimm es nicht für dich,+ damit es dir nicht zur Falle wird, denn es ist für Jehova, deinen Gott, etwas Abscheuliches.+
26 Du sollst nichts Abscheuliches in dein Haus bringen und dadurch selbst zu etwas werden, was wie dieses abscheuliche Ding restlos vernichtet wird. Du sollst dich richtig davor ekeln und es tief verabscheuen, denn es wird restlos vernichtet.
Siggi,

Ich weiß ja, du bist gläubig.

Aber dein Satz:
"Ich persönlich lese viel über Jesus oder andere Themen auf JW.ORG"
zeigt doch, dass du dich auf unsichere Informationen stützt.

JW.ORG ist zunächst einmal eine Website. In Websites findet man sehr häufig falsche oder unsichere Angaben. JW.ORG ist keine verlässliche Quelle.
Wie auch? Woher bezieht JW.ORG seine Informationen? Doch sicherlich aus der Bibel. Und wie ja schon gesagt: was in der Bibel steht, sind (ausser für Gläubige) keine verlässlichen Informationen. Du hast ja selber geschrieben, wie selbst so Bibelkundige, wie es sie im Vatikan sicherlich gibt, die Bibel falsch interpretieren und ein Symbol (das Kreuz) als historische Tatsache darstellen.

Es gibt auch haufenweise andere Glaubensrichtungen, die sich ebenfalls auf die Bibel und den darin beschriebenen Jesus gründen und trotzdem zu ganz anderen Erkenntnissen kommen. DIe Bibel ist leider keine verlässliche Quelle.

Ausserbiblische Quellen der damaligen Zeit gibt es so gut wie gar keine. Es soll zwar irgendwo berichtet worden sein, dass ein gewisser Jesus hingerichtet worden sei. Man darf aber wohl davon ausgehen, dass es viele Personen dieses Namens gab und die römische Besatzung mit der Todesstrafe schnell bei der Hand war - es wäre eher erstaunlich, wenn niemals ein Mensch namens Jesus hingerichtet worden wäre.
Selbst wenn wir davon ausgehen, dass es sich um den biblischen Jesus gehandelt hat: es wird nirgends etwas über ihn berichtet, etwa, dass er Kranken heilte oder Tote auferwecken konnte - was ja doch für Geschichtsschreiber eine erwähnenswerte Tatsache gewesen wäre. Überhaupt scheint Jesus keine besonders auffällige oder bedeutende Person gewesen zu sein, sonst würde er doch in den römischen Geschichtsbüchern erwähnt worden sein.

Fazit: Wir wissen nichts Näheres über Jesus. Wir können nur lesen, was Menschen lange nach seinem Tod über ihn gehört haben wollen. Das Ziel dieser Menschen war es, Gemeindemitglieder zu gewinnen: es sind Bücher und Briefe, die missionieren sollen - und Schreibern, die einen bestimmten Zweck verfolgen, ist prinzipiell mit Skepsis zu begegnen. Ich möchte die Bibel zwar nicht mit Waschmittelreklame vergleichen, aber ein bisschen in die Richtung geht sie schon.

Unabhängig davon stellt sich die Frage, ob man an einem Jesus, den man aus der Bibel herausinterpretiert hat, sei Leben ausrichten sollte. Das hängt eben ganz davon ab, welche Art Jesus man aus der Bibel herausliest. Man sollte sich aber bewusst bleiben, dass es keine historische Figur ist: es ist eine Legende, sie kann hilfreich sein oder auch in die Irre führen. Zweifel sind also immer angebracht. Genau das - die Zweifel - lehnen Gläubige aber ab. DAS ist ihr Fehler.
Nochmal Siggi,

"es gibt über das Leben und Wirken Jesus zwar nicht viel aber doch einiges zu berichten"

Ausserhalb der Bibel - und deren Unzuverlässigkeit hab ich ja oben begründet - gibt es leider NICHTS Verlässliches über Leben und Wirken Jesu zu berichten.
Weder über seine Wunderheilungen noch über seinen (angeblich) freiwilligen Kreuzestod, auch nicht über seine vorgebliche Auferstehung oder über seine Meinung darüber, ob er ein "Gottessohn" war.

All diese Dinge stehen ausschliesslich in der Bibel.

Nur wenn man die Bibel als "Gottes Wort" sieht, also als absolut zuverlässige Quelle, dann kann man etwas über die Person Jesu sagen.

Leider sind selbst die biblischen Berichte widersprüchlich. Wie verträgt sich ein sanftmütiger Jesus mit dem Jesus, der im Tempel randaliert? Einiges in der Bibel - um es vorsichtig auszudrücken - ist wenig glaubhaft. Ein hochintelligenter, allwissender Gott, der Wert darauf gelegt hat, uns eine Richtschnur für unser Leben zu hinterlassen, hätte sich in der Bibel gewiss deutlicher ausdrücken können.
Die Bibel scheint also Menschenwerk zu sein, auch noch ein uraltes Menschenwerk aus einer Zeit, in der vieles anders war als hier und heute.
Eine zuverlässige Quelle ist etwas anderes. Leider!
Mir wär es ja auch lieber, wenn ich eine zuverlässige Richtschnur für mein Leben hätte. Aber so ist selber Denken angesagt - das kann anstrengend und fehlerbehaftet sein. Aber es ist (wie unsere Kanzlerin immer sagte) alternativlos!
Wir haben zu unterschiedliche Ansichten über Personen und deren Taten.
Du nennst Jesus einen Randalierer. Für mich ist er bzw. war er ein Mensch der Gerechtigkeit liebte und keine Kompromisse machte.

Ich beende hier das Gespräch .
Siggi,

Du wirst mir sicher zustimmen, wenn ich sage, dass man Gerechtigkeit lieben kann ohne gewalttätig zu werden.

Jesus hat sich aber laut Bibel gewalttätig verhalten: er hat die Tische der Händler umgeworfen und diese aus dem Tempel gedrängt. Man darf annehmen, dass sich diese Leute das nicht einfach gefallen liessen, mindestens ein Handgemenge wird stattgefunden haben, wahrscheinlich fand sogar eine regelrechte Rauferei statt.
Das widerspricht ganz entschieden dem Jesusbild, das von vielen Gläubigen vertreten wird: dem sanftmütigen, alles verzeihenden Gottessohn der allen Mühseligen und Beladenen geholfen hat.

Ich nenne das bewusst despektierlich eine Randale und den Verursacher einen Randalierer.
Würde sich heutzutage jemand in einer Kirche so verhalten, würde er von der Polizei abgeführt und gerechterweise auch bestraft werden. Es ist einfach eine kriminelle Handlung. Ob Jesus in der Überzeugung gehandelt hat, seine Vorgehensweise sei in Ordnung spielt dabei keine Rolle.

Ich verstehe, dass dein Glaube darauf keine Antwort weiß und dass es dir unangenehm ist, hier weiterzudiskutieren.
Trotzdem ist es eine Tatsache.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Natürlich kann ein Gläubiger die kosmische Macht fühlen, wenn er vor so einem berühmten Stück steht! Wenn dann jedoch z. B. der leibhaftige Mick Jagger plötzlich neben ihm stehen würde, dann würde sein Puls augenblicklich nochmal die Frequenz verdoppeln! Alles mystische, heilige und wunderbare das wir kennen, ist Menschenwerk! Selbst die Schönheit der Natur erkennt nur derjenige, der das gelernt hat. Wächst ein Kind in der Großstadt und mit Nintendo & Co auf, gefällt es ihm in der virtuellen Welt womöglich besser als zwischen Blumen und Bienchen! Genau aus dem Grund gibt es auch Perversion und finden Menschen z. B. daran Gefallen, sich den Popo versöhnen zu lassen. Von den pädophilen Dienern Jesus ganz zu schweigen! Aber zurück zu dem alten, vergammelten Fetzen, der bringt gutes Geld, also alles richtig gemacht, Jesus AG!
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Typisch katholische Kirche mit ihrem abergläubischen, profitträchtigen Reliquienkult.

Aber Millionen von Menschen sprechen auf so einen Unsinn positiv an, und wenn ihnen die "Reliquien-Placebos" in ihrem Leben weiterhelfen und es ihnen damit besser geht, dann soll es mir egal sein, solange ich diesen Kult nicht mitbezahlen muss.
Der historische Jesus, hätte jeden christlichen Reliquienkult, vor allem wenn er ihn betrifft, verabscheut und sich davon distanziert.

Falls es den christlichen Jesus gibt, hält DER die katholische Kirche mit all ihren weltlichen Verfehlungen eh für ein Produkt Satans.

Aber der Jesus, als Sohn Gottes, ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eh eine reine Erfindung, deshalb macht dieser fiktive Jesus Christus auch nichts gegen den Satansbraten "Kirche".*

*siehe z.B. die vielen sexuellen Missbrauchsfälle von Priestern in der Kirche
"Der historische Jesus, hätte jeden christlichen Reliquienkult, vor allem wenn er ihn betrifft, verabscheut und sich davon distanziert."

Das ist reine Spekulation. Niemand weiß, wie der "historische Jesus" wirklich gedacht hat. Es ist ja nicht einmal sicher, ob er überhaupt gelebt hat.

Der "historische Jesus" ist genauso eine Phantasiegestalt wie der Jesus der Kirche: Man stellt sich was vor und malt sich was aus.

Das einzig Sichere, was über diesen Jesus bekannt ist, ist, dass nichts sicheres bekannt ist.
Schon mal etwas vom Konjunktiv gehört?...

Den historischen Jesus gab es wahrscheinlich, Jesus, als Jesus Christus, als Gottes Sohn, ist eine Erfindung.
Ja es war ein Terrorist.
Du meinst, deshalb wurde er auch zu recht gekreuzigt?
Franc,

Warum antwortest du auf meine Beiträge, wo du doch mehrfach betont hast, das sie dich nicht interessieren?

Egal.

Was soll das bedeuten "Den historischen Jesus gab es wahrscheinlich" ?

Sicherlich haben zur fraglichen Zeit viele Menschen dieses Namens in der betreffenden Gegend gelebt, es wird wohl kein überaus seltener Name gewesen sein.
Sicherlich sind auch Menschen dieses Namens hingerichtet worden, zu der Zeit war man mit der Todesstrafe nicht zimperlich.
Das ist aber schon alles, was "wahrscheinlich richtig" ist.

Alles weitere, was man mit dem Namen "Jesus" assoziiert (weil man damit im Reli-Unterricht zugeschüttet wurde) ist unsicher und ziemlich sicher zu großen Teilen erfunden.

Den "historischen Jesus" gibt es also deshalb gar nicht, weil wir nichts über ihn wissen. Der "historische Jesus" ist lediglich ein Ausdruck dafür, dass der "Glaubens-Jesus" so nicht existiert hat, wie es uns die Kirchen weismachen möchten.
Wenn wir aber vom "Glaubens-Jesus" alles Unsichere wegnehmen, was bleibt dann noch übrig?

NICHTS.
Drehe deine tristen Runden alleine, Hauptsache (für mich) kein infiniter Regress!
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Es gibt hier in Deutschland etwas Ähnliches, der "heilige Rock", das angebliche Untergewand Jesu, der im Trierer Dom aufbewahrt wird. Alle paar Jahre, letztens 2012 wurde er wieder einmal ausgestellt und von Walfahrern aus aller Welt besucht. Wir waren zu dieser Zeit an der Mosel in Urlaub, und wollten natürlich einmal sehen, wie es dabei so zugeht. Hunderte Meter lange Schlangen, links die angemeldeten Pilgergruppen, rechts die Einzelbesucher. Wir wollten natürlich nicht so lang warten und schmuggelten uns unbemerkt in eine der weit vorn stehenden Pilgergruppen. So kamen wir sogar zu einem Pilgerausweis der bestätigte, das wir ihn gesehen haben.
Die meisten wissen wohl, dass dieses Gewand um die 1000 Jahre alt ist und vermutlich nichts mit Christus zu tun hat.
Was uns überrascht hat, war die Andacht und die Ehrfurcht der meisten Menschen, manche haben den Glaskasten geküsst.
Solche Phänomene beeindrucken mich immer, auch wenn ich nicht an Reliquien glaube - aber ich beurteile gar nichts, sondern nehme zur Kenntnis, dass es Menschen jeden Alters, jeder sozialen Herkunft, jeder Klasse und Rasse gibt, die in solchen Momenten einmal stille halten und Zwiesprache mit ihrem Inneren halten.
Falls die meisten Besucher wissen, dass der Rock nichts mit dem biblischen Jesus zu tun hat, dann muss man sich doch fragen, wieso sie ihn sehen wollen.

Wieso brauchen Menschen ein gefälschtes Kleidungsstück um "einmal stille zu halten und Zwiesprache mit ihrem Inneren zu halten "?

Ist es so, dass sich diese Menschen intensiv wünschen, es möge ein Mensch gelebt haben, wie ihn die Bibel mit Jesus beschreibt?

Aber wieso betrügen sich diese Leute dann selber? Brauchen sie diese Illusion so notwendig?

Grade kommt mir der Gedanke, was wohl aus dem Fu0balltrikot geworden ist, das Helmut Rahn 1954 trug, als er das Siegtor gegen Ungarn schoss. Liegt das auch in irgendeinem Tresor und wird alle paar Jahre ehrfürchtig hervorgeholt und bestaunt? Gibts davon auch Fälschungen? Wofür steht dieses Trikot und wofür steht der "heilige Rock"?
Ich denke schon, dass das ein frommer Selbstbetrug ist, aber völlig harmlos.
Ich habe die Minuten im Dom zu Trier ja auch als etwas Besonderes empfunden. Und wenn es denn glücklich macht! Man bleibt ja nicht in der Stimmung. Nach kürzerer oder längerer Zeit verfliegt sie wieder. Ich denke, am ehesten ist es mit einer Bergbesteigung zu vergleichen, man genießt das Glücksgefühl, es auf einen Gipfel geschafft zu haben.
Mit dem Gipfelgefühl bei einer Bergwanderung würde ich es nicht vergleichen. Das entsteht durch die Endorphinausschüttung aufgrund der Anstrengung.

Aber wir Menschen haben wohl das Bedürfnis, gelegentlich von etwas fasziniert zu sein. Das "Mysterium tremendum et fascinosum", das "Heilige" zieht uns an. Auch wenn wir wissen, dass es sich bloß um eine Fälschung handelt: es ist faszinierend, sich auch nur vorzustellen, den Rock vor sich zu haben, mit dem ein "Gott" auf Erden gewandelt ist.
Der Rock muss nicht einmal wirklich das sein, was er vorgibt zu sein, allein die Vorstellung genügt schon.
Hier spürt man den intensiven Wunsch, "glauben" zu können.

Klar, das ist harmlos. Harmlos wie Kino, da ist ja auch nichts wirklich echt. Und auch Kino und Theater zieht uns magisch an.

Solange man wieder auf den Boden der Tatsachen zurückfindet. Bei manchen scheint das leider nicht der Fall zu sein. Da wird der Wunsch, mit dem "Heiligen" in Kontakt treten zu können, übermächtig und der Blick auf die Realität wird durch Wunschdenken verstellt.
Gut gesagt: Volker, du machst dich!
Franc,

Siehste, für meine Beiträge interessieren sich doch manche.

Ich finde es schade, dass auf meine Beiträge du immer nur mit Antworten kommst, bei denen man den Hass regelrecht spüren kann..

Ich hab jedenfalls nichts gegen dich.
Halten wir also fest:

Es ist egal, ob Reliquien "echt" sind oder nicht. Menschen WOLLEN einfach glauben, dass sie echt sind.

Die Kritik an diesen Reliquien, nämlich dass sie Fälschungen seien, geht also komplett am Problem vorbei! Das Problem ist vielmehr, warum Menschen von der Vorstellung fasziniert sind, etwas vor sich zu haben, was "heilig" ist, was also eine große Bedeutung für sie hat - selbst wenn sie wissen, dass es gewissermassen nur ein Symbol ist.
(Ältere) Fußballfans würden sicher etwas empfinden, wenn sie (nur) eine KOPIE des Trikots vor sich hätten, in dem Helmut Rahn 1954 das Siegtor für Deutschland geschossen hat...

Vielleicht kann man das mit Kino oder Theater vergleichen, wo wir uns ja auch GERNE den Illusionen hingeben, die da dargeboten werden. Wir sind ergriffen von der Schauspielerin, die da auf der Leinwand ewige Liebe und Treue darstellt - auch wenn wir wissen, dass sie in der Realität schon viermal geschieden wurde.

Dieses "ehrfürchtige" Staunen über einen "heiligen" Gegenstand ist etwas, was jeder bei sich beobachten kann - je nachdem, für was er sich interessiert.

Damit diese Gegenstände uns "heilig" erscheinen, müssen sie unserem Wunschdenken entsprechen. WIr möchten gewissermassen etwas "erleben", was wir uns insgeheim wünschen. Etwa ein Fußballheld zu sein. Oder von einem übermächtigen Wesen beschützt und überwacht zu werden.

Gerade Letzteres kann sehr nützlich sein: wer mit vielen ungelösten oder gar unlösbaren Problemen in seinem Leben zu tun hat, wird es als angenehm empfinden, die Verantwortung an dieses übermächtige Wesen delegieren zu können - das nimmt den Druck weg, seine Probleme selber lösen zu müssen.

Wenigstens vorübergehend - die Versuchung ist allerdings groß, diesen Druck endgültig auf ein gedachtes übernatürliches Wesen abzuladen. DIe Folge ist eine gewissen Gleichgültigkeit (das "Kismet", die Schicksalsgläubigkeit des Islam) und eine Abhängigkeit von den "weltlichen" Repräsentanten dieses Wesens.

Man sollte daraus nicht schliessen, dass Religion nur etwas für Dumme und Schwache sei. Jeder geht mal gerne ins Kino oder ins Theater, oder er hockt vor der Glotze. Nur übertreiben sollte man es eben nicht.
Du sagst es! PS: Frac ist ein Fach weiter oben...
Mir ist gerade der Gedanke gekommen, dass wir deswegen von "heiligen" Dingen fasziniert sind, weil es uns selber aufwertet, wenn wir sie vor uns haben.

Bin ich nicht ein viel wichtigerer, erfahrener, weiser Mensch, wenn es mir gelang, den Rock im Orginal anzusehen, den ein "Gott" einmal getragen hat? Habe ich dadurch nicht an "Lebenserfahrung" gewonnen? Bin ich nun nicht vielen meiner Zeitgenossen überlegen?

Etwas Ähnliches hat man doch, wenn man reist: Ist es nicht ein tolles Gefühl, zum ersten Mal den Eiffelturm zu sehen, vielleicht sogar anzufassen und hinaufzusteigen? Dabei ist doch damit - vernünftig betrachtet - keinerlei Gewinn für mich verbunden. Jedermann weiß, wie der Eiffelturm aussieht, und es gibt bestimmt genug Bilder von der Aussicht, die man vor der Plattform hat. Aber es macht mich zu einem erfahrenen, vielgereisten Menschen, wenn ich von mir sagen kann, ich hätte den Eiffelturm (natüürlich..) schon gesehen, schon erlebt. Es befriedigt meine Eitelkeit. Ich bin also ein so bedeutender Mensch, dass ich dieses berühmte Bauwerk persönlich besteigen durfte...

Tja, die menschliche Psyche... Wir sind zwar vernunftbegabt. Aber vernünftig? Nein.
Kann sein, dass das bei einigen so ist: Bei mir war es im Trierer Dom lediglich ein Staunen über die Ergriffenheit der anderen, die zugegebenermaßen kurzzeitig auf mich übergegriffen hat.
Mit dem Reisen ist es wohl heute anders. Jeder verreist und die meisten wollen nur Abwechslung und sich amüsieren. Sonst müsste es nicht solche Verordnungen geben, dass Komasaufen auf Mallorca heute nur noch in den Kneipen und nicht mehr davor möglich ist.
Früher konnte man mit Reisen ja wohl noch angeben.
Frage: Warum verreist du denn?
Heidi,

Bitte die verspätete Antwort zu entschuldigen.

Warum verreise ich viel und gerne? Wieso freue ich mich schon monatelang vorher? Wieso ist es für mich eine der wichtigsten Dinge, im Herbst die Urlaube des nächsten Jahres zu planen?

Ich vermute, dass Reisen mich aus den Alltag herausreisst. So schön es daheim ist, so viel der Beruf auch Spass macht - irgendwann ist es ein alltägliches Einerlei, Routinen, man hat sich an alles Angenehme gewöhnt, es wird langweilig.

Wenn ich auswärts bin, habe ich gar nicht die Möglichkeit, alltägliche DInge zu tun. Es ist alles anders. Der Kopf hat die Möglichkeit, die Infos des Alltags mal in Ruhe zu verarbeiten, wenn ich nach Hause komme, ist manches überraschend leichter und einfacher geworden..

Es ist nicht die ständig schöne Umgebung daheim, die mir Spass macht. Es ist der Wechsel, die Abwechslung. Andere Menschen, andere Probleme.

Manchmal fällt mit auf, dass ich unter gar keinen Umständen auf Dauer so leben möchte wie im Urlaub. Immer nur in einem Zimmer, Essen im Gemeinschaftsraum im 14-Tagesrhythmus das Gleiche.. Eigentlich ist Dauer-Urlaub die reinste Folter.
Hallo Volker, schön, wieder mal von dir zu hören.
Ja, so sehen es wohl viele. Abschalten für kurze Zeit, neue Impulse holen - aber auf Dauer? Das möchte ich auch niemals. Hier am Bodensee ist mein soziales Umfeld, und daran habe ich lang "gebastelt" - und das soll auch so bleiben.
Schade, dass es hier bei Themen bei WL kaum noch gescheite Beiträge gibt. Und am schwarzen Brett tummeln sich die Rechten und die Rassisten.
Früher war es hier manchmal richtig interessant - aber das ist wohl für immer vorbei, hat sich totgelaufen.
Dir einen schönen Tag und vielleicht begegnet man sich mal wieder.
Wir waren schon ein paar Mal in Ägypten, Strandurlaub machen. Ich fragte mich damals, wieso wir die Pyramiden und diese ganzen Tempel nicht besucht haben.
Für mich lautet die Antwort so: wenn ich mir die Pyramiden anschaue, dann ist das nichts anderes als ein oberflächliches Begaffen von "Sehenswürdigkeiten".

Jedermann weiß ja, wie die Pyramiden aussehen. Warum also die Kosten und Mühen auf sich nehmen und hinfliegen? Zumal ich von Ägyptologie rein gar nichts verstehe.
Wäre ich an ägyptischer Geschichte interessiert, hätte ich mit den alten Dynastien beschäftigt, hätte ich mit Bildbände über alte ägyptische Bauwerke angeschaut und wäre dann, sozusagen als Höhepunkt dort hingeflogen um sie auch einmal im Orginal zu sehen - ja das wäre was Anderes.
Aber so? Was könnte ich nach der Heimkehr schon über die Pyramiden sagen? Nicht viel mehr als "Boah ey, sind die aber groß"... Naja, ich könnte ein bisschen angeben, gegenüber Menschen, die noch nicht dort waren. Aber das ist die Sache doch nicht wert.

Was das Niveau in WL betrifft muss ich dir zustimmen. Wobei ich auch mit Rassisten und Streggläubigen gerne diskutiere. Was mich mehr stört sind die Pöbeleien und Sticheleien, die manche Leute hier austeilen. Nach Edith bin ich nun auch von Franc ausgesperrt worden - obwohl ich mich ihm gegenüber ausgesucht höflich verhalten habe. Na, dann werde ich wohl selber Beiträge schreiben müssen...
Franc sperrt alle aus, die ihm widersprechen. ich glaube, er ist ein Troll und gehe davon aus, dass er die Amarena - oder wie die beifallklatschende Frau wohl hieß, erfunden hatte - und es selbst war, der seine Genialität feierte.
Er stellte doch auch nur abgekupferte Texte ein.
Es gibt zwischenzeitlich wenig ernsthafte Diskussionen.
Wenn du irgendwo ein anderes Forum finden solltest, wo man wirklich ernsthaft diskutieren kann - lass es mich wissen.
Was die Urlaube angeht: Strandurlaub habe ich noch nie gemacht. Ich brauche faszinierende Natur: Wilde Küsten am Algarve, nordische Urlandschaften, Vulkane, Schluchten, Berge..... dazu seltene Pflanzen, die man von zu Hause weniger kennt. Olivenhaine, Zitronen und Orangenbäume und auch ein wenig grandiose Architektur. Habe mich nicht "entblödet" auch für dieses Foto: Heidi stützt den schiefen Turm von Pisa zu posieren.
Aber darüber sollten wir nicht streiten. Jeder erholt sich auf seine Weise.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
ein gut gemachter Schwindel, wie jede Religion!
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Der Stand heute: Erstmals erwähnt wurde das Tuch im 14. Jahrhundert, heute lagert es im Turiner Dom und wird nur selten öffentlich gezeigt. Kritiker halten es für eine geschickte, mittelalterliche Fälschung. Die Katholische Kirche hat bislang nicht offiziell Position zu dem Stück bezogen.

Also ein Schmä wie man in Wien sagt, oder kommen weniger Besucher und Kollekte ist nicht mehr so voll.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Was soll daran interessant sein?

Naja, ob das "Turiner Grabtuch" wirklich 2000 Jahre alt ist, ist möglicherweise für Archäologen interessant.

Ob die darin angeblich sichtbare Person Jesus hieß, wird sich jedenfalls nicht feststellen lassen. Und selbst wenn: zu dieser Zeit war die Hinrichtung durch Kreuzigung nichts besonderes. Irgendein Jesus (der Name wird auch nicht selten gewesen sein) wird wohl auch irgendwann gekreuzigt worden sein.

Das eigentlich Wichtige an diesem Lumpen ist doch, dass er einem "Gottessohn" zugschrieben wird. Und das ist reine Fiktion.

Es kann bei diesen Grabtuch-Untersuchungen höchstens herauskommen, dass es eine Fälschung ist, z.B. weil es nicht so alt ist wie behauptet. Alles andere ist "Glauben".

Wenn die Untersuchungen von katholischen "Wissenschaftlern" duchgeführt worden sind, darf man wohl getrost daran zweifeln, dass sie vorurteilsfrei gemacht und ausgewertet wurden.

Die ganze Story ist billige Senstationshascherei.
Da schon seit Jahrhunderten diese Walfahrten stattfinden, würde ich es kaum Sensationshascherei nennen, denn vor Jahrhunderten gab es dieses Wort noch gar nicht. Es ist eine Tradition; manche "pilgern" stattdessen zu ihrem Lieblingsfußballverein. Der Effekt, das dabei Erlebte dürfte sich ähneln. "Gehobene" Gefühle
Nun, "Sensationshascherei" ist sicherlich ein modernes Wort. Heute stehen uns Informationen im Übermass zur Verfügung, und wenn eine Informationsquelle gehört werden will, muss sie ihre Infos auf eine gewisse eingängige Art präsentieren, wobei es nicht hilfreich ist, nüchtern und objektiv zu berichten, Übertreibungen und holzschnittartige Vereinfachungen sind dagegen nützlich.

Im Prinzip war das früher nicht anders, ohne die Informationsflut aber noch einfacher.

Die Kirche bot ihren Anhängern durch die Präsentation dieses Lumpens die Möglichkeit, ihren "Glauben" zu festigen. Endlich konnte man einen Beweis sehen, dass die Kreuzigungsstory historische Wahrheit ist. Dass es sich um einen Betrug handelt ist mehr als wahrscheinlich.

Der Vergleich mit dem Fußballclub ist treffend, wenn auch hinkend. Der Fußballclub ist real, kein Mensch zweifelt daran, dass diese Fußballspiele tatsächlich stattfinden. Die Kreuzigungsstory ist erfunden, da ist also schon ein Unterschied.
Beiden gemeinsam ist der Kontakt zu etwas sehr Bedeutsamen. HIer ist es ein "Gott", da ist es ein Fußballclub, auch das Interesse an Schauspielern gehört in dieselbe Kategorie.

Es wäre zu überlegen, wieso uns der Kontakt zu Dingen, die uns etwas bedeuten, so wichtig ist. Wahrscheinlich können wir unsere Illusionen auf diese Art lebendig erhalten.

Den von der Kirche präsentierten "Gott" gab es nie, die Fußballspiele sind zwar real, aber lediglich Unterhaltung ohne tieferen Sinn und die Schauspieler haben die Begebenheiten, die man im Kino sehen kann, nicht wirklich erlebt. Wir hätten das aber gerne, weil uns das aus irgendeinem Grunde wohltut.
Das hast du gut ausgedrückt, aber für viele sind Fußball- oder Filmstars auch schon Halbgötter. Ihnen werden Eigenschaften zugeschrieben, die sie gar nicht haben.
Ja, ganz richtig.
Es sind aber eigentlich nicht die Eigenschaften, die ihnen zugeschireben werden. Es sind die Geschichten, die sie erzählen.

Fußballstars erzählen uns die Geschichte vom gemeinsamen Kampf und gemeinsamen Erfolg oder Misserfolg. Jesus von Nazareth erzählt uns die Geschichte vom liebenden Übervater und seiner Aufopferung in unserem Interesse. Schauspieler erzählen uns - je nach Film - die Geschichte vom Verliebtsein, die Geschichte vom Helden, der die Welt rettet, die Geschichte von der heilen Welt in der sich alle gernehaben usw. Es sind alles Geschichten, die uns guttun. Warum? Weil wir die Realität, wie sie nunmal ist, nur schwer ertragen können. Irgendwie brauchen wir diese Ausflüge in Traumwelten.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren