wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?

Bilder über unser Leben, Bilder die erdrücken!


http://ihaveseenanotherworld.tumblr.com/page/2

Und wie auch im Schönen, Verzückenden und Verzaubernden gilt auch hier im grausig Unfassbaren, was Rilke einmal schrieb:

"Die Dinge sind alle nicht so faßbar und sagbar, als man uns meistens glauben machen möchte; die meisten Ereignisse sind unsagbar, vollziehen sich in einem Raum, den nie ein Wort betreten hat....."

oder:
"Das Grausige und das Mozartische zusammen ergeben die Spannweite unserer Welt."
(Arnold Zweig)

27.04.2017, 11:55 Uhr
KategorieSonstiges
Diesen Inhalt jetzt auf Facebook teilen!
Diesen Inhalt jetzt auf Twitter teilen!

10 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
puh
teilweise kommen einem da die Tränen .
  • 27.04.2017, 12:38 Uhr
  • 1
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Wir sind viele, und Rilke hat am wenigsten verstanden, wer wir wirklich sind: Raubtiere ohne jede Gnade und als einzige Spezies in der Lage, uns nicht nur gegenseitig zu fressen, sondern alles zu töten und im Ernstfall zu fressen, was sich uns entgegen stellt oder unseren Willen zu herrschen ausbremsen will.
  • 27.04.2017, 12:04 Uhr
  • 4
Mir ging es nicht um Rilke, sondern um das eigentlich in Worte nicht fassbare und unausprechliche Grauen - man könnte ja noch Bilder von Auschwitz, Kambodscha, Ruanda, Jugoslawien oder Syrien hinzu stellen. Die menschliche Sprache, und das wollte ich damit eigentlich ausdrücken, hat für solches Grauen eigentlich nicht einmal Worte, aber es hat das Handeln, das Tun und genau das ist der Schmerz um den es mir geht, auch wenn solches Fühlen, solche Vulnerabilität naiv und bedeutungslos, ja vermutlich sogar unsinnig ist, weil es nichts bewirkt oder gar verändern würde.

Und ja, es gab und gibt ja auch immer noch jene Menschen, die wie ein Rupert Neudeck kein Raubtier waren, sondern ein Mensch! (http://www.zeit.de/gesellschaft/2016...lme-nachruf)
  • 27.04.2017, 12:28 Uhr
  • 2
Und wenn EIN Mensch darüber nachdenkt, haben Deine Worte etwas bewirkt.
  • 27.04.2017, 12:34 Uhr
  • 2
wize.life-Nutzer, als Berufsfotograf weiß ich, was Bilder bedeuten - und was nicht. Und ich weiß, dass auch sie nicht alles sind, weil sie nur einen winzigen Zeitausschnitt darstellen und je nach nachdem wer schaut, interpretiert werden. Und so geht es auch denen, die sich mit Worten ausdrücken. Auch Rilke.

Zuletzt sind sie alle nur Beteiligte einer im Grund widerlichen Spezies. Es sei denn, sie beginnen, an sich und an der Spezies zu arbeiten. Ohne Worte, ohne Bilder, nur mit ihrem Geist und ihrer Kraft und mit dem Ziel, nie wieder solches zu beschreiben, zu sehen oder zu erleben.
  • 27.04.2017, 12:36 Uhr
  • 2
Bilder erzählen Geschichten die dahinter stehen, Bilder sind Momentaufnahmen solcher Geschichten, die können wahr, unwahr, interpretierfähig oder luzide sein wie auch immer. Bilder allein aber stellen immer nur ein Teilaspekt dar, der in den Zusammenhang und den Kontext gesetzt werden muss, der auch von einem Wissen, einem epistemischen Zugang begleitet werden sollte, sonst bleibt der Beobachter nur ein bloßer Zuschauer mit Unterhaltungscharakter. Aber ohne diese Bilder bleiben die Geschehnisse unbekannt, bleiben verborgen, die nicht einmal eine Interpretation zugeführt werden können, jeschweige einer Reaktion. Aber nur eine Re-aktion, dann wenn zum schauen, das eruieren kommt und letztlich das exekutieren, kann eine Wirkmächtig erzielen.
Die Bilder (ebenso wie die Erlebnisse und die Narrative) stehen am Anfang und sollten initial wirken, nur dann kann auch aus der Ohnmacht eine Frage und aus der Frage eine lösungsvariante Antwort erstellt werden, ob mit Geist oder Verstand, Kraft oder konkreten Handeln bleibt der Wortwahl überlassen.

"Wenn man einmal die Winke und Rufe von Halbverhungerten, von der Sonne Verbrannten, Ausgetrockneten im Südchinesischen Meer gesehen und gehört hat, weiß, daß es diese Menschen in schrecklicher Not weiter gibt – und nichts tut, wird man schuldig." (Rupert Neudeck im Jahre 1986)
  • 27.04.2017, 14:17 Uhr
  • 1
Neudeck sagt es: Gesehen und gehört hat
  • 27.04.2017, 14:18 Uhr
  • 0
Ja weil er dort war und am Anfang dürften auch dort "nur" Bilder gestanden haben (wie das hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Boatpe...ng_1980.jpg), die ihn dazu brachten aktiv zu werden und mit den gecharterten Stückgutfrachter Cap Anamur vor Ort zu fahren um dann auch zu hören und zu erfahren - uns bleiben oft nur die Bilder (oder Tonbilder) und natürlich auch das "Hinterfragen".
  • 27.04.2017, 14:25 Uhr
  • 1
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
ich ertrage es nicht...und wieder stelle ich den Menschen ansich in Frage...
  • 27.04.2017, 12:02 Uhr
  • 2
Moni.. der Mensch kann ein schlimmes Raubtier sein mit einem großen Unterschied zur Tierwelt.. der Mensch kann das sehr gut verbergen, von dem Raubtier weiss man es.
  • 27.04.2017, 12:08 Uhr
  • 2
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.