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Im Nebel


Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.

Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.

Seltsam, Im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.

H.Hesse
November 1905

25.09.2017, 21:33 Uhr
KategorieGedichte

37 Kommentare

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Sehr schön
  • 26.09.2017, 09:05 Uhr
vielen dank
  • 26.09.2017, 12:39 Uhr
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...ich war 14 Jahre alt, da ist mir Hesse mit seinen Schriften begegnet, habe damals nichts verstanden, war aber seltsam berührt und verzaubert...

heute liebe ich Hesse mehr denn je, und heute verstehe ich, was er sagt...
  • 25.09.2017, 23:58 Uhr
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Hi danke Welusa, wie lange habe ich dieses Gedicht nicht mehr gelesen... ich liebe Hesse, am liebsten seine "Stufen"...
  • 25.09.2017, 23:53 Uhr
ich habe mich in der vergangenheit ehe rmit rilke *beschäftigt*doris.
hesse wird wohl in der zukunft auch seinen platz
bei mir finden.
  • 26.09.2017, 12:53 Uhr
o.k. dann google ich mal Rilke...
  • 26.09.2017, 19:36 Uhr
es lohnt sich doris
  • 26.09.2017, 20:27 Uhr
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Welusa, ich mag auch die Sprüche von H. Hesse, weil sie aus dem Leben gegriffen sind.
Die Undurchsichtigkeit im Nebel ist auch vergleichbar mit den Nachbarn von nebenan. Niemand kennt sich oder will sich nicht kennen. Im Prinzip ist jeder für sich allein,.... wie im Nebel.
Traurig, nicht wahr?
  • 25.09.2017, 23:42 Uhr
gedichte,gedanken oder auch gedankensplitter
von einst haben nichts an aktualität verloren gitte
  • 26.09.2017, 12:58 Uhr
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Oft sind die Aussichten trübe.
obwohl Positionen noch klar !
Nicht wünschenswert bei aller Liebe
denn Vieles erscheint wandelbar.

Mancher beginnt seine Tage
...erfreut motiviert - ohne Klage !

Oft hebt sich der Schleier ganz sachte.
..und glänzend liegt vor uns und strahlt
der Tag, der ganz zögernd erwachte-
..in Schatten und Sonne bemalt.

Wer gönnt sich neugierige Blicke
auf Umwelt, Umfeld, Geschicke !

Oft hebt sich der Nebel recht bleiern.
Man wartet, man ordert und hegt.
Wichtig: Nicht nur zu erneuern.
Grundsatz: Man hält und man pflegt.
© R.L.
  • 25.09.2017, 23:11 Uhr
vielen dank reinhold,
wie immer
  • 26.09.2017, 13:00 Uhr
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Ja.
  • 25.09.2017, 22:57 Uhr
  • 26.09.2017, 13:00 Uhr
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Hallo Welusa. Dazu passt sehr gut dieses Lied >>>
  • 25.09.2017, 22:34 Uhr
dankeschön frank
  • 25.09.2017, 22:36 Uhr
Bitte, Gern geschehen.
Das komplette Album ist Klasse.
  • 25.09.2017, 22:40 Uhr
ich werd morgen mal bei youtobe reinhören
  • 25.09.2017, 22:45 Uhr
  • 25.09.2017, 22:47 Uhr
gute nacht frank
  • 25.09.2017, 22:52 Uhr
Danke Welusa. Gute Nacht und bis dann mal wieder.
  • 25.09.2017, 22:54 Uhr
  • 25.09.2017, 22:57 Uhr
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Danke für das Gedicht, ich hatte es schon ganz vergessen.
  • 25.09.2017, 22:30 Uhr
ich bin heute sozusagen drüber *gestolpert*
  • 25.09.2017, 22:38 Uhr
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Eins meiner liebsten von Hermann Hesse..wunderschön..
  • 25.09.2017, 22:19 Uhr
vielen dank ellen
  • 25.09.2017, 22:21 Uhr
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