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Mercedes V-Klasse: Die zivile Großraumlimousine schwelgt in Platz und Luxus

Mercedes V-Klasse: Die zivile Großraumlimousine schwelgt in Platz und Luxus

Wolfgang Stegers
10.02.2014, 13:51 Uhr
Beitrag von Wolfgang Stegers

Der VW-Bus ist eine Ikone und im VW-Reich einzigartig. Die anzugreifen trauen sich die Schwaben ein weiteres. Denn die Beliebtheit dieser Fahrzeuge steigt. Und es sind nicht allein die jungen Familien, Taxifahrer oder Sportler. Gerade die Älteren schätzen die vielseitige Mobilität dieser Pkws.

Raum ist Luxus. Zeit auch. Raum und Zeit kann man am besten in einem Van erfahren. Denn irgendetwas hat man immer mitzuschleppen oder zu transportieren. Aber ein gewerblicher Kleinlaster soll es dann doch nicht sein; eine zivile Limousine soll es bleiben. So ist es kein Wunder, dass der VW-Bus so beliebt ist und als Allzweckauto so begehrt. Ganz neidisch schaut die Konkurrenz auf den Erfolg des Klassenbesten unter den Großraumlimousinen.

Der VW T5 als Klassenbester und Kassenfüller

Denn hier ist noch gut Kasse zu machen. Die Preise haben sich gewaschen. Ein VW-Bulli T5 in der Multivan-Limousinen-Variante kostet da je nach Ausstattung leicht vierzig- bis knapp siebzig Tausend Euro. Die V-Klasse startet, leicht teurer, bei 42.900 €. Auch sind es interessante Zielgruppen, die solche Fahrzeuge bewegen und schätzen. Da sind die Selbständigen und Familien, die Shuttle-Anbieter und Transfer-Fahrzeuge, natürlich die Hobbysportler und Freizeitaktiven aller Altersklassen. Sie alle brauchen Platz. Kein zweites Fahrzeug ist dabei so vielseitig wie ein Bus. Und kaum ein anderes Fahrzeug ist mit Freude und Entspannung so zu bewegen wie er. Selbst als Schlafwagen ist er vielgeliebt.

Die Bastion T5 mit der V-Klasse schleifen

Aber es muss nicht immer ein VW-Bus sein. Und daher unternimmt Mercedes erneut einen Anlauf, die Bastion T5 zu stürmen. Der Zeitpunkt ist gut gewählt. Denn erst im kommenden Jahr steht mit dem T 6 die Neuauflage an. Mercedes hat sich aber mehr einfallen lassen. Um den Kleinlieferwagen ein besseres Image zu verschaffen, wurde der neuen V-Klasse (ex Viano) all das spendiert, was in der S- und C-Klasse gut und teuer ist. In der Bestausstattung protzt der Sechssitzer mit einer Burmester Highend-Soundanlage, Wurzelholzintarsien und opulenten Ledersitzen, so wie sie im Vorbild T5 aus dem Bentley stammen.

Mit Touchpad und LED-Scheinwerfern

Aber mehr noch, das komplette Armaturenbrett ist mit einem Touchpad bestückt, die Sensorik reagiert auf Fingergesten, wie man es von Table-PCs kennt. Die Schalter und Bedienelemente sind 1: 1 von der S- oder C-Klasse übernommen, inklusive der Voll-LED-Scheinwerfer und Assistenzsysteme. Das Innere ist wohl temperiert und fein illuminiert. Außer kann der Wind die Schrankwand nicht attackieren.
Bei Seitenwind wird die Schrankwand durch gezielte Bremseingriffe in der Spur gehalten, noch bevor der Fahrer mit der Lenkung korrigieren müsste. Und damit im Dickicht der Städte die Fünfmeter-Limousine (in den drei Längen 4,90, bis 5,37 Meter) sich leichter einparken lässt, beobachten Videokameras das Umfeld, kann auch die halbautomatische Parkhilfe geordert werden. Sie allerdings benötigt 30 cm Freiraum nach vorn und hinten, um ohne einen Ditscher die Lücke zu füllen.

Geteilte Heckklappe und doppelter Kofferraumboden

Praktisch ist die geteilte Heckklappe. Wie bereits von Kombis bekannt, lässt sich auch bei der V-Klasse allein die hintere Scheibe öffnen, um Einkäufe auf dem doppelten Ladeboden abzulegen. Die wuchtige Klappe braucht dazu nicht betätigt zu werden. Sie lässt sich allerding elektrisch auf Knopfdruck schließen.
Dass der Kastenwagen Kind und Kegel, Gepäck und Gedöns wegstecken muss wie kein zweites Fahrzeug, ist Voraussetzung. Bis maximal acht Sitzplätze können angeboten werden mit einem Kofferraum von 1100 Litern. Natürlich sind die 25 Kilo schweren Einzelsitze auch aus ihren Schienen herauszunehmen und als zusätzlicher Stauraum zu nutzen. Auch werden diverse Bestuhlungen und Einbauten angeboten. Sie reichen bis zur Campingausstattung eines Marco Polo.

Kleine Motorenauswahl mit Diesel-Vierzylindern

Weniger variabel und luxuriös zeigen sich die Schwaben bei der Motorisierung. Lediglich ein Vierzylinder-Diesel-Aggregat steht zu Verfügung. Dank Doppelturboaufladung und unterschiedlichem Hubraum werden 136, 163 und190 PS angeboten. Der Sechszylinder ist nicht mehr im Programm, analog wie Volkswagen im T5 auf den Fünfzylinder verzichtet. Die V-Klasse ist ein Hecktriebler. Eine Allradversion soll aber bald folgen wie auch für die Wachstumsmärkte in Nahost, Asien und Russland hubraumstarke, vielzylindrige Motoren unter der Haube Platz finden können.

Mit der neuen V-Klasse hat Mercedes jetzt vorgelegt und sieht die V-Klasse als sein größtes Pkw-Modell an, eine Großraumlimousine als ein „Best-of-Album aus dem großen Daimler-Orchester“, wie es Firmenchef Dieter Zetsche bei der Premiere formulierte.

2 Kommentare

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Was hat die Werbung gekostet ????
  • 10.02.2014, 19:37 Uhr
frag ich mich auch grad, erstaunlich
  • 10.02.2014, 19:45 Uhr
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