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Elektro-Golf: Benzin im Blut und Strom im Herzen

Elektro-Golf: Benzin im Blut und Strom im Herzen

Wolfgang Stegers
31.03.2014, 15:52 Uhr
Beitrag von Wolfgang Stegers

Der etwas andere Golf sieht aus wie ein Golf, hört auf den Namen e-Golf und anstelle von flüssigem Kraftstoff tankt er Strom. Strom aus der Steckdose. Mit dieser elektrischen Energie schafft er eine Strecke von 190 Kilometer. Reicht das für ein Elektroauto?

Die Welt der Personenwagen ist eine Zweiklassengesellschaft. Bei den einen wird die Beschleunigung von 0 – 100 km/h angegeben – das sind die „normalen“ Fahrzeuge. Dann gibt es noch die außergewöhnlichen, die super-sportlichen, hier heißt es 0 – 200 km/h. Nun ist eine dritte Gattung dazugekommen. Hier wird von null bis 60 Kilometer pro Stunde gemessen. Wer 4,2 Sekunden schafft, gilt auch als sportlich-flott, selbst wenn die Endgeschwindigkeit nur 140 km/h beträgt. Es ist eine besondere Gattung von Fahrzeugen. Sie verzichtet auf den herkömmlichen Verbrennungsmotor, braucht kein Getriebe oder Kupplung. Der Auspuff fällt ebenso weg wie ein Katalysator, Tank, Zündkerze, Motoröl. Eine 85 kW (115 PS) starker E-Maschine surrt unter der Haube.

Elektroauto – kein Hersteller kann darauf verzichten


Elektroautos sind in aller Munde. Kein Hersteller, der sich heute nicht mit diesem Antrieb beschäftigt. Beschäftigen muss. Und dies seit Jahren. Erstens macht Politik Druck und fordert den geringeren C02-Ausstoß. Da erfüllen batterie-elektrische Fahrzeuge, die selbst keine schädlichen Klimagase aus dem Auspuff pusten, eine wichtige Rolle. Denn sie werden mit so genannten „Super Credits“ belohnt, damit die C02-Schleudern wie die großen SUVs und PS-starken Limousinen weiterhin mit hohen Gewinnmargen verkauft werden können.

Dadurch ist, zweitens, das Angebot an Elektrofahrzeugen gewachsen. Gleichzeitig nötigt der Branchenfremde aus Kalifornien, Tesla-Motors, mit seinen Verkaufserfolgen den Etablierten gehörigen Respekt ab. Auf dem Markt der Zukunft muss eine Automobilfirma präsent sein.

Und drittens, bei aller Unsicherheit, wohin die technologische Reise der Elektromobilität geht – ob zu Batteriefahrzeug, Hybrid- und Plugin-Hybrid-Autos oder gar zur Brennstoffzellenfahrzeugen auf Wasserstoffbasis -, die Alternativen zu Benzin und Diesel werden immer wirkungsmächtiger.

Alternative zum Elektroauto von BMW, dem i3


Der e-Golf ein normaler Golf mit Elektroantrieb. Bewusst hat Volkswagten, im Gegensatz zu BMW mit seinem futuristischen und zum großen Teil aus Kohlefaser gebauten i3, den wohlbekannten Golf gewählt. Umsteiger oder Stammkundschaft sollten nicht verwirrt werden. Allein ein paar chice Accessoires an der Front, strahlendblaue Streifen, kühle LED-Scheinwerfer lassen den Golf schon als einen besonderen erkennen. Im Inneren geben Rundinstrumente über die elektrospezifischen Fahrleistungen Auskunft. Wie viel Strom wird aus der Batterie gesaugt; wird rekuperiert (also beim Rollen oder Bremsen Strom zurückgewonnen); wie weit reicht die verbleidende Stromladung? Aber eigentlich Alles wie gehabt und selbst den Zündschlüssel muss man bei gleichzeitig getretenem Bremspedal im Schloss drehen, damit der Wagen (Achtung Leuchte!) fahrbereit ist. Zu hören gibt es nichts. Und los geht’s.

Folgt: Elektroauto II: Vehementer Antritt und leises Schnurren

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