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Elektroautos II: Vehementer Antritt, schwere Batterie, lange Ladezeiten

Elektroautos II: Vehementer Antritt, schwere Batterie, lange Ladezeiten

Wolfgang Stegers
01.04.2014, 18:54 Uhr
Beitrag von Wolfgang Stegers

Heftig legt sich der e-Golf ins Zeug. Schon mit der ersten Umdrehung liegt geballte Kraft des Drehmoments von 270 Newtonmeter an und zieht den 1,585 Tonnen Wagen über die Vorderräder. Das geht so vehement, dass auf nassem Asphalt die schmalen Reifen mit ihrem geringen Rollwiderstand durchdrehen und die Kraft nicht auf die Straße bringen. Das hohe Gewicht ist der 320 Kilo schweren Batterie (8 Jahre Garantie) geschuldet. Sie macht sich an sicherer Crashstelle zwischen den Achsen breit, beeinträchtigt aber weder den Innenraum auf den hinteren Sitzen noch den Raum fürs Gepäck.

Im Stadtverkehr lässt sich derStromer vortrefflich bewegen. Ob auch die 190 Kilometer voll ausgefahren werden können, hängt nicht allein von der individuellen Fahrweise ab sondern auch von den Komfortansprüchen des Fahrers und seiner Insassen. Klimatisierung - Heizung im Winter wie Air Condition im Sommer -, sind große Stromfresser. Die Batterie des e-Golf mit 24,2 Kilowattstunden ist zu 80 Prozent im Schnelllademodus via Gleichstrom an der CCS-Ladestation in einer halben Stunde Starkstrom-Anschluss schafft die Vollladung in vier Stunden. Man sieht, die neue Technologie will gelernt sein. Freuen darf man sich über die 3,30 Euro, die 100 Kilometer stromern kosten.

Elektroautos wie der e-Golf eine winzige Nische – wie lange noch?


Verglichen mit der publizistischen Begleitmusik sind Elektroautos in Deutschland eher ein Flop. Bei knapp 44 Millionen Fahrzeugen sind die 12 000 Elektroautos auf den Straßen ein Klacks. Auch wenn im letzten Jahr allein 6 000 E-Cars in Deutschland zugelassen wurden, so sind es Exoten und werden Nischenfahrzeuge bleiben. Die Gründe sind weithin bekannt – zu teuer, zu geringe Reichweite, zu wenige Ladestationen und auch mangelt es in Deutschland an Kaufanreizen für diese neue Art der Mobilität.

Das Einsatzgebiet der Elektroautos sind die Ballungsgebiete. Und hier wird sich ein Interessent sehr wohl überlegen, ob er mit diesen Einschränkungen alltäglich fahren kann, selbst wenn er über eine Ladestation, sei es in der eigenen Garage oder am Arbeitsplatz verfügt. So ist der Ansatz von VW, beim Kauf eines e-Golfs in den ersten drei Jahren auch immer einen herkömmlichen Wagen (wie Sharan, Passat Variant) mit Verbrennungsmotor beim VW-Händler kostenlos mieten zu können, sollte längere Touren anstehen. Gewiss, ein cleverer Schachzug, aber gleichzeitig auch eine Eingeständnis der Schwächen.

Elektroauto – Kurierdienste in Ballungsgebieten


Was für den Privatmann gilt, muss nicht auch für den gewerblichen Einsatz gelten. Kurierfahrer, Zahnlabore, mobile Pflegedienste, Pizzaservice, Zustelldienste, auch schon Taxen und dergleichen mehr sind sehr wohl mögliche Kundenkreise, bei denen Elektrowagen zum Einsatz kommen können. Mitte Mai kommt der elektrische Golf zum Preis von 34 300 Euro auf den Markt. Damit kostet der E-Golf etwas das Doppelte des preisgünstigsten Bruders und verglichen mit dem TDI Comfortline 3 000 Euro mehr. Ob der e-Golf Chancen hat, werden die nächsten Monate sehen. Auf jeden Fall wären sie sicherlich nicht geringer, könnte die Bundesregierung, wie in anderen Ländern auch erfolgreich praktiziert, sich zu einer Neuwagenprämie entschließen.

Elektroauto: Der Golf GTE steht in den Startlöchern


Der E-Golf ist aber beileibe nicht das Ende der Golfschen Elektromobilität. Noch in diesem Jahr kommt der GTE auf den Markt. Er trägt das mythische GT-Kürzel im Namen und will bewusst auch an den GTI erinnern. Aber der GTW ist ein PlugIn-Hybrid. 50 Kilometer am Stück kann er rein elektrisch fahren, ohne Unterstützung des Verbennungsmotors. Wird dieser zugeschaltet, beträgt die Systemleistung von E-Maschine und Benzinmotor 140 kW oder 204 PS bei einem Normverrauch von 1,4 Litern Super. Übermangelnde Reichweite oder fehlende Sprintqualitäten muss man sich jetzt nicht mehr den Kopf zerbre

1 Kommentar

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Wenn man immer wieder Werbung für Volkswagen macht, sollte man das auch als Werbung kennzeichnen.
  • 01.04.2014, 21:49 Uhr
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