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Warum eigentlich.. wollen Apple, Google und Microsoft das Auto erobern?

Warum eigentlich.. wollen Apple, Google und Microsoft das Auto erobern?

Wolfgang Stegers
27.03.2014, 09:47 Uhr
Beitrag von Wolfgang Stegers

Der Wettlauf ist entbrannt. Die großen Internetfirmen Apple und Google wollen sich im Auto breit machen. Denn das vernetzte Auto, vollgepumpt mit Elektronik, soll mit der Umwelt kommunizieren – viel stärker als wir es von zuhause gewohnt sind und es ist mehr als nur Internet im Auto.


Am Anfang war der Lärm der Motoren. Da klang Musik in den Ohren, nicht nur bei den Fahrern. Später kamen das Röhrenradio ins Auto, das Kassettenlaufwerk, CD-Player, UB-Anschluss und SD-Kartenslot. Bluetooth verbindet drahtlos das Handy mit dem Unterhaltungssystem und erlaubt das Freisprechen. Aber nicht genug damit. Mit dem Smartphone steigt ein potenter Computer als Beifahrer ins Auto. Und auch der Tablet Computer will mit dabei sein. Deren Funktionen sollen auch vom Armaturenbrett angezeigt und bedient werden können.

Connectivity als Schlagwort – mehr als Internet im Auto als Ziel


Der Vorteil, während der Fahrt kann man seine eigene Musik hören, den Sprachassistenten Siri benutzen und sich Nachrichten vorlesen lassen oder auf Sprachkommando das Telefon bedienen. Auf Kartendienste kann man auf Basis von Apple Maps oder Google Earth zugreifen – kurzum, es ist alles wie gehabt, sei es mit dem Smartphone daheim und unterwegs oder im Auto. Connectivity ist das Schlagwort.

Apple Betriebssystem iOS mit Apps


Wie die Smartphones und ihre Systeme sich einen großen Wettkampf um die Vorherrschaft liefern, so wollen sie auch im Auto punkten. Apple will seine Geräte und Dienste im Auto integrieren. Das geht aber nur mit der Plattform Carplay. Sie basiert auf dem Apple Betriebssystem iOS und ist für den mobilen Gebrauch maßgeschneidert. Die Verbindung läuft über ein Kabel. Mercedes-Benz, Ferrari und Volvo haben sich Apple angeschlossen. Angeboten werden soll es in Zukunft auch BMW, Peugeot, Nissan.

Google Android mit Apps


Aber auch Google ist mit dem Betriebssystem Android aktiv. An der „Open Automotive Alliance“ beteiligen sich Autohersteller wie Audi, General Motors (Opel), Honda und Hyundai sowie der Softwarefirma für Computergrafik Nvidia. Mit dem Label „Sync“ ist Microsoft bei dieser Eroberung des Automobils dabei. Ford hatte sich dem anfangs angeschlossen, wird sich aber jetzt Blackberry zuwenden.

Smartphone und Armaturenbrett verschmelzen

Das Ziel ist für alle gleich. Es soll einfacher werden Apps auf einem Smartphone mit dem Auto zu verbinden und über das Display zu nutzen. Alles wie gewohnt, kein umdenken, keine neuen Symbole oder Verirrungen in den Tiefen der Software. Was so einfach klingt, kann durchaus zu einem Problem der Automobilhersteller werden. Denn ihre Produktzyklen sind weitaus länger als die der schnelllebigen Elektronik. Auch achten die Smartphoneanbieter peinlichst darauf, sich vom Mitbewerber abzugrenzen und Konkurrenz nicht zu zulassen. So können CarPlay-Nutzer nur auf Apple-Karten zurückgreifen und nicht auf Google-Maps. Bei Apps ist es kaum anders.

Handy wichtiger als Auto?


Werden wir also bald den Kauf unseres Auto vom Handytyp abhängig machen und fragen, kann es sich mit dem Automobil und seinen Funktionen auch verbinden? Und was ist denn eigentlich mit der Ablenkung am Steuer? Vergisst der Fahrer vor lauter e-mails das Lenken? Heute schon warnen Experten, dass die Ablenkung vom Straßenverkehr mit zu den häufigsten Unfallursachen zählt.

Ablenkung beim Fahren


Dabei ist es längst mehr, als verbotenerweise mit dem Handy am Ohr zu telefonieren. Nein, Radio bedienen, Navi einstellen, Musik suchen, dies sind alle Ablenkungen, die schlimme Folgen haben können. Unlängst haben australische Wissenschaftler herausgefunden, dass die Sorge um mitfahrende Kinder die Fahrer mehr ablenkt als ein verbotenes Handytelefonat.

Sorgen muss man sich auch um die Hersteller von Autoradios und Navigationssystemen machen. Wie Smartphone schon digitale Kompaktkameras und den MP3-Player ersetzt haben, wird auch zunehmend Autozubehör verschwinden. Selbst den traditionellen Automobilherstellern kann Gefahr drohen, wie das Elektroauto Tesla beweist und das selbstfahrende Google-Auto beweisen könnte.

1 Kommentar

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Irgendwann ist das Auto auch nur noch eine rollende Dockingstation.
Grauenhafte Vorstellung. Die Motoren werden wohl immer kleiner, um Platz zu schaffen für völlig überflüssige techn. Spielereien. Bestes Beispiel: der neue Elektrische aus Bayern. Sagt mir per App, wo die nächste freie Steckdose zu finden wäre, gebe es denn schon genug davon. Wenn denn ein Bayer mal an die Nordsee will, kann er sich beim Hersteller ein Fahrzeug (dann natürlich mit Verbrennungsmotor) ausleihen, damit er nicht 8 Tage für die Strecke braucht.
Ach ja, man kann ja für lumpige 4900,00€ einen Range Booster (Reichweitenverlängerer) ein 2 Zyl. Motörchen mit winzigem Tank. Immerhin kann man dann insgesamt auf ca 500 KM Reichweite kommen. Aber man kann sich ja die Ladepausen mit dem vielfältigen elektronischem Entertainement vertreiben.
Ferdinand Porsche konnte mit seinem Lohner Wagen schon im Jahr 1900 50KM rein elektrisch fahren und die 586 KM zu seinem Geb. Ort dank "Range B"
in einem Rutsch. Im Jahre 1900!
  • 31.03.2014, 00:37 Uhr
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