Genfer Autosalon 2014: Die Show von Ferrari, Lamborghini & Co
Genfer Autosalon 2014: Die Show von Ferrari, Lamborghini & Co

Genfer Autosalon 2014: Die Show von Ferrari, Lamborghini & Co

Wolfgang Stegers
Beitrag von Wolfgang Stegers

Die erste bedeutende internationale Automesse im neuen Jahr, der Autosalon in Genf, hat ihre Pforten geschlossen. Stellt sich die Frage: Was bleibt? Welche Trends konnte die Messe setzen? Zurückbleiben ein wenig ratlose Besucher und eine Branche, die die Zeichen der Zeit erkannt zu haben glaubt und auf Minimierung setzt. Aber nur beim Verbrauch der Motoren und bei der Zahl ihrer Zylinder.

Tuner und Manufakturen geben den Ton an


Denn Genf ist traditionell auch die Show der Tuner und Manufakturen, jener kleinen Nischenanbieter, die hochpotente Supersportwagen auf die Räder stellen und Luxuskarosserien renommierter Großserien in kleiner Auflage veredeln. Hier spielt Geld keine Rolle, geprotzt wird in Luxus und Pferdestärken.

Ferrari präsentiert den California T


Im letzten Jahr war noch Extravaganz Trumpf. Ferrari stellte den Millionenwagen LaFerrari vor, Lamborghini zog mit dem Veneo nach und Porsche hatte seinen 918 dabei. Aber 2014 ist so etwas wie Normalität eingezogen. Aber was bedeutet schon normal am Genfer See, wenn man in einem der Supercars sitzt und gleichzeitig sich in den neuesten Kleinwagen wie den Renault Twingo oder den Drilligen von Toyota Aygo, Peugeot 108 und Citroen C1 niederlässt?

Exklusivität ist das Motto der Tuner und spezialisierter Automobilfirmen wie Brabus, Ruf, Carlsson, Koenigsegg, Mansori, Pagani, Startech, Techart oder Wiessmann. Sie stellen ihre Autos mit großem Pomp auf die Stände und hoffen, dass superreiche Asiaten und Araber ihre Pretiosen einkaufen oder mancher Lottomillionär zugreift.

Die Show am Lac Leman ist nicht so groß und weitläufig wie die alle zwei Jahre stattfindende Internationale Automobil Ausstellung in Frankfurt oder die Shows in Beijing, China, Los Angeles, Kalifornien oder Tokyo, Japan. Die Branche liebt Genf. Auch wenn über die exorbitant hohen Preise gestöhnt und über die Enge geklagt wird. Aber das schafft Nähe und Orientierung.

Huracan, Nachfolger des Lamborghini Gallardo


Genf ist immer für Überraschungen der bekannten Luxus-Marken wie Bentley, Rolls-Royce, Ferrari und Lamborghini berühmt. Huracan ist der Nachfolger des Lamborghini Gallardo. Angetrieben von einem 610-PS
V-10 Mittelmotor hinter dem Cockpit bringt es der Huracan auf eine Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h.

Maserati und die Studie Alfieri


Kein Zweifel, einer der Stars war der California-T bei Ferrari. Nach langer Zeit hat die italienische Sportwagenschmiede wieder einen Turbomotor im Angebot. Ohne Turboaufladung sind in heutiger Zeit Verbrauch und C02-Ausstoß nicht zu bändigen. Die Schwestermarke Maserati am Nachbarstand erlebt mit dem Alfieri-Konzept eine Renaissance. Maserati fordert Mercedes, Porsche und Jaguar heraus.

Highlight bei den Schwaben war das neue Coupé der S-Klasse. Hier manifestiert sich der Anspruch von Mercedes, in der Luxusklasse den Takt vorzugeben. Diese Mischung aus Eleganz, Stil, technische Innovationen, Leistung und Komfort ist eine Herausforderung für Bentley und Rolls Royce.

Volvos neuer Schneewittchensarg


Ohne futuristische Konzept-Autos ist der Genfer Autosalon nicht denkbar. Neben dem Maserati Alfieri hat vor allem Volvo mit seinem Shooting Brake und der Anlehnung an den legendären, "Schneewittchensarg" bezeichneten P1800 ES gezeigt, dass mit den Schweden in chinesischen Händen zu rechnen ist.

Sportwagen im grünen Tarnanstrich


Das Resümee von Genf 2014: Eine Menge von neuen Modellen aller Kategorien wird in den kommenden Monaten auf dem Markt erscheinen. Die neuen Kleinwagen der etablierten Hersteller versuchen, die strikten Vorgaben des C02-Ausstoß zu erfüllen und möglichst zu unterbieten. Das spart den großen Limousinen die Strafzahlungen. Denn was die Kleinwagen einsparen, können die anderen verprassen. Und auch die Sportwagen mutieren zu umweltfreundlichen "grünen" Autos mit weniger Gewicht und kleineren Motoren.

Comeback der Brennstoffzelle


Überraschend aber, dass sich eine Renaissance bei den Brennstoffzellen-Autos anbahnt. Wasserstoff-Autos feierten bei Honda, Hyundai und Toyota ihr Comeback. Ein starkes Zeichen, sind doch vielleicht die von der Batterie gespeisten Elektroautos nicht der Weisheit letzter Schluss.

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